- 28.09.2017, 14:02:04
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ORF-Programmschwerpunkt „Martin Luther – 500 Jahre Reformation“ in ORF 2, ORF III und Ö1
„Große Bühne für die Reformation“ – Live-Übertragung vom Rathausplatz am 30. September um 11.30 Uhr in ORF 2
Utl.: „Große Bühne für die Reformation“ – Live-Übertragung vom
Rathausplatz am 30. September um 11.30 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - 2017 ist für die Evangelischen Kirchen in Österreich ein
besonderes Jahr. Gemeinsam feiern sie das 500-Jahr-Jubiläum der
Reformation, deren Beginn allgemein auf den Anschlag der 95 Thesen
von Martin Luther im Jahr 1517 datiert wird. Unter dem Titel „500
Jahre und 1 Fest“ findet am Samstag, dem 30. September, am Wiener
Rathausplatz der Höhepunkt der Feiern zum Reformationsjubiläum statt.
ORF 2 überträgt live um 11.30 Uhr den Start des ganztägigen Festes.
Danach beschäftigt sich eine „Orientierung“-Spezialausgabe (12.35
Uhr) mit den Themen „Wien nach Luther – evangelisches Leben in der
Bundeshauptstadt“ und „Glaube und Engagement am Beispiel von drei
evangelischen Pfarrgemeinden“. Studiogast ist Bischof Michael Bünker.
Dem Jubiläum „500 Jahre Reformation“ widmen sich im Rahmen des
ORF-Programmschwerpunkts weiters „kreuz und quer“ und der
„kulturMontag“ (beide 23. Oktober), die Landesstudio-Wien-Produktion
„Evangelisch in Wien – Frauen mit Verantwortung“ (26. Oktober) sowie
die Live-Übertragung des Evangelischen Gottesdienstes aus Schladming
und eine „Orientierung“-Ausgabe (29. Oktober). ORF 2 zeigt am Montag,
dem 30. Oktober, um 20.15 Uhr das Historiendrama „Zwischen Himmel und
Hölle“ mit Maximilian Brückner in der Rolle des Martin Luther. Am 31.
Oktober 2017, dem 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Martin
Luther, stehen eine „ZiB 2 History“ zum Thema „500 Jahre Reformation
– Luther und Österreich“, die „kreuz und quer“-Dokumentation „Martin
Luther – Ein Mönch gegen Höllengeschäfte“ und der
ORF-III-„Kulturdienstag“ im Zeichen des Reformationsjubiläums. Am 1.
November zeigt ORF III außerdem eine Aufzeichnung der Bach-Messe in
h-moll mit dem Arnold Schoenberg Chor, die anlässlich „500 Jahre
Reformation“ in der Pfarre Perchtoldsdorf stattfindet.
Ausführlich mit dem Reformationsjubiläum beschäftigt sich auch Ö1.
Die einzelnen Sendungen im Überblick:
„Große Bühne für die Reformation“ – Samstag, 30. September, 11.30
Uhr, ORF 2
Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung – unter diesen großen
Themen steht das Programm: Blasmusik bis Gospel, Klassik bis Jazz und
Rock bilden den akustischen Rahmen. An der Veranstaltung nehmen u. a.
Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee, Bischof Michael Bünker, die
Landessuperintendenten Thomas Hennefeld und Stefan Schröckenfuchs,
sowie Schauspieler und Filmregisseur Karl Markovics teil. Sandra
Szabo stellt in Beiträgen u. a. Friedensnobelpreisträgerin Leymah
Gbowee als Mutmacher-Botschafterin vor sowie das „Reformobil“, ein
Jugend- und Kinderprojekt der Evangelischen Kirchen und der Diakonie
Eine Welt. Durch die Sendung führt ORF-Moderator und
Religionsjournalist Christoph Riedl-Daser, für die Bildregie zeichnet
Thomas Bogensberger verantwortlich. Die Live-Übertragung wird auf der
ORF-TVthek als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage
als Video-on-Demand abrufbar sein.
Orientierung Spezial: „500 Jahre Reformation: Evangelische Vielfalt
in Österreich“ – 30. September, 12.35 Uhr, ORF 2
Knapp 300 Gemeinden der evangelischen Kirchen des Augsburger
Bekenntnisses (A.B.), des Helvetischen Bekenntnisses (H.B.) sowie der
Methodisten gibt es in Österreich. Die „Orientierung“ hat drei dieser
Gemeinden besucht und gefragt, was denn heute, 500 Jahre nach Martin
Luther und der Reformation, evangelisches Leben ausmacht. In der
Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Gols öffnet man Kirchen und
Kellertüren, lädt auf frischen Sturm ein und möchte gerne aus Fremden
Freunde machen. Bei den Methodisten in Graz steht soziale
Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Die Gemeinde betreibt einen
Solidaritätsfonds und will so Menschen in Notsituationen
unbürokratisch helfen. In Dornbirn wiederum leben evangelische
Christen A.B und H.B. in einer Gemeinde. Das alte Pfarrzentrum wird
gerade zugunsten eines neuen und größeren Baus abgerissen. Trotz der
turbulenten Umbauarbeiten will man aber auch hier nicht vergessen,
dass die Beschäftigung mit der Bibel und das Handeln nach dem
Evangelium im Zentrum eines gelebten Glaubens stehen sollen. Bericht:
Marcus Marschalek.
Luther-Spuren in Wien: Rückschau auf Ausstellung über Reformation
„Brennen für den Glauben“ lautete der Titel einer höchst
erfolgreichen Ausstellung im Wien Museum am Karlsplatz über Martin
Luthers 95 Thesen und deren Folgen. 500 Jahre nachdem der Reformator
seine Thesen zum Ablasshandel im deutschen Wittenberg veröffentlicht
hat, beleuchtete diese Schau im Frühjahr die Spuren der Reformation
in Wien. Dank des Buchdrucks verbreiteten sich damals die Lehren
Luthers im deutschen Sprachraum rasend schnell. Auch Wien wurde vom
„Geist der Reformation“ erfasst: Der Großteil der Wienerinnen und
Wiener trat im Laufe des 16. Jahrhunderts zum evangelischen Glauben
über. Erst die sogenannte Gegenreformation verhalf der
römisch-katholischen Kirche zur Wiedergewinnung von bereits verloren
gegangenem Einfluss. Bericht: Christoph Riedl-Daser.
kreuz und quer: „Ein anderes Land – Die Reformation in Österreich“ –
Dienstag, 24. Oktober, 22.35 Uhr, ORF2
Österreich war schon bald nach den Thesenanschlägen Martin Luthers im
16. Jahrhundert zu großen Teilen protestantisch. Der Sieg des
Protestantismus bei den Bürgern in Wien und anderen großen Städten,
den Ratsbürgern und den österreichischen Ständen war fast total – bis
das Land durch die Gegenreformation wieder „katholisch gemacht“
wurde. Peter Beringers Dokumentation zeigt, wie und warum die
Reformation in Österreich so rasch einen durchschlagenden Erfolg
hatte – und weshalb sie dennoch scheiterte.
„Evangelisch in Wien – Frauen mit Verantwortung“ – Donnerstag, 26.
Oktober, 17.35 Uhr, ORF 2
Fünf evangelische Frauen aus Wien werden zu Luther-Botschafterinnen
für das Reformationsjubiläum 2017. Anita Lackenberger bat die
Protestantinnen für die Landesstudio-Wien-Produktion vor die Kamera
und zeichnete persönliche Porträts im Spannungsfeld von Glauben und
Frauenpower.
Evangelischer Gottesdienst live aus Schladming – Sonntag, 29.
Oktober, 9.30 Uhr, ORF 2
ORF 2 überträgt den Evangelischen Gottesdienst live aus der
Evangelischen Kirche in Schladming. Mit der Gemeinde feiern Bischof
Michael Bünker und Pfarrer Bernhard Krömer.
ORF-Premiere für Uwe Jansons Historiendrama „Zwischen Himmel und
Hölle“ – Montag, 30. Oktober, 20.15 Uhr, ORF 2
Martin Luther stellt 1517 die Welt auf den Kopf. Mit seinen 95 Thesen
gegen den Ablasshandel macht er sich mächtige Feinde. Nach ersten
Erfolgen werden Martin Luther (Maximilian Brückner) und sein
Weggefährte Thomas Müntzer (Jan Lennart Krauter) zu erbitterten
Gegnern. „Zwischen Himmel und Hölle“ erzählt, wie die 95 Thesen auch
dank des Buchdrucks ein politisches Beben auslösen. Die Kirche
schlägt zurück und exkommuniziert den Wortführer Martin Luther. Als
Luther seine Thesen aber selbst vor dem Kaiser nicht widerruft, ist
die Reformation nicht mehr aufzuhalten.
ZiB 2 History: „500 Jahre Reformation – Luther und Österreich“ –
Dienstag, 31. Oktober, 22.25 Uhr, ORF 2
Am 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Martin Luther erinnert eine
40-minütige „ZiB 2 History“ an den Beginn der Reformation.
Schwerpunkte dabei sind: die Reformation und die Person Martin
Luther, die wechselvolle Geschichte der Evangelischen in Österreich
sowie das Verhältnis zwischen Evangelischen und Katholiken heute.
Live zu Gast bei Lou Lorenz-Dittlbacher sind der Bischof der
Evangelischen Kirche A.B. Michael Bünker und der Wiener Erzbischof
Kardinal Christoph Schönborn.
kreuz und quer: „Martin Luther – Ein Mönch gegen Höllengeschäfte“ –
31. Oktober, 23.10 Uhr, ORF 2
Als heftiger Kritiker kirchlicher Missstände, der auf Reformen
drängte, hatte er begonnen, am Ende stand mit der Reformation der
Bruch mit Rom: Martin Luther – leidenschaftlicher Theologe, genialer
Übersetzer und emotionaler Hitzkopf – brachte vor 500 Jahren in Folge
seiner berühmten 95 Thesen Europa in Aufruhr. Die Dokumentation
zeichnet historisch nach, wie sich Luther vom Reformer zum Reformator
entwickelte, wie sich der Vatikan – vorerst blind gegenüber
Missständen – ungeschickt verhielt und sich die Fronten zunehmend
verhärteten, bis es zur Kirchenspaltung kam. Zudem lenkt Thomas
Furchs Film den Blick darauf, wie die Kirchen heute mit dem schweren
Erbe umgehen und welche Schritte auf eine mögliche kirchliche Einheit
hin realistisch sind.
Der ORF-III-„Kulturdienstag“ am 31. Oktober im Zeichen der
evangelischen Reformation
Aus dem Rahmen: 500 Jahre Reformation (20.15 Uhr, ORF III)
Was wollte Martin Luther? Wie wurden seine Ideen bekämpft? Und welche
Auswirkungen hatten sie für Österreich? In dieser Folge von „Aus dem
Rahmen“ erfährt Moderator Karl Hohenlohe Genaueres über die Folgen
der Reformation, die heuer vor 500 Jahren ihren Anfang nahm.
Erbe Österreich: Österreich – evangelisches Land (21.10 Uhr, ORF III)
Mit seinen barocken Palais und Hochaltären wirkt Österreich heute wie
eine Visitenkarte des Katholizismus. Doch das Werk der
Gegenreformation darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses Land
einst mehrheitlich evangelisch gesinnt war, mehr noch, dass nicht
viel gefehlt hätte, und das Habsburger Kaiserhaus selbst wäre zum
lutherischen Glauben übergetreten. Schwer vorstellbar, dass
Österreich dann heute den Stempel katholisch-barocker Pracht tragen
würde. Christian Papke zeigt in seinem Film einige der damaligen
Zentren protestantischen Lebens in Österreich wie Steyr, Graz und
Villach und durchleuchtet die Motive von Kaiser Maximilian II., dem
eine Schlüsselrolle für die österreichische Konfessionsprägung zukam.
Mythos Geschichte: Gutenberg – Genie und Geschäftsmann (22.50 Uhr,
ORF III)
Johannes Gutenberg ist der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen
Lettern. Seine Erfindung bahnte im 15. Jahrhundert den Weg in die
Informations- und Wissensgesellschaft, wie sie heute Standard ist.
Ohne Gutenberg wäre die rasche Verbreitung revolutionärer Ideen, etwa
jene der Reformation, nicht möglich gewesen. Marc Jampolskys
Dokudrama porträtiert einen Mann am Vorabend einer neuen Epoche, der
sich nach und nach als hartnäckiger Querulant, wagemutiger und
gerissener Geschäftsmann, enthusiastischer Erfinder und
genussfreudiger Lebemann entpuppt.
matinee: Bachs h-moll Messe mit dem Arnold Schoenberg Chor –
Mittwoch, 1. November, 9.55 Uhr, ORF III
Dirigent Erwin Ortner und sein Arnold Schoenberg Chor widmen Johann
Sebastian Bachs herausragender Messe anlässlich 500 Jahre Reformation
ein Konzert in der Pfarre Perchtoldsdorf, die damit auch ihr
800-jähriges Jubiläum feiert.
„500 Jahre Reformation“ in Ö1
Die berühmten 95 Thesen Martin Luthers, geschrieben im Jahr 1517,
haben die mittelalterlich-christliche Welt verändert. Es ging um eine
Erneuerung des Glaubens und des religiösen Lebens, aber in der Folge
auch um eine neue Ausrichtung der Wissenschaft. Das Salzburger
Nachtstudio setzt sich am Mittwoch, den 18. Oktober um 21.00 Uhr in
Ö1 mit dem Thema „Reformation und Wissenschaft“ auseinander. Die
Ö1-Reihe „Logos – Glauben und Zweifeln“ zieht am Samstag, den 28.
Oktober um 19.05 Uhr zum Jahrestag der Reformation (31.10.1517) eine
Bilanz über ein Jahr der Feierlichkeiten und die 499 Jahren davor.
Aus Anlass des Reformationsjubiläums und wegen ihrer erstaunlichen
Aktualität lohnt es sich, noch 500 Jahre später einen Blick auf die
„95 Thesen“ zu werfen, meint Michael Bünker, Bischof der
evangelisch-lutherischen Kirche in Österreich, in den „Gedanken für
den Tag“: „Der Funken an der Lunte“ ist von Montag, den 30. Oktober
bis Samstag, den 4. November jeweils um 6.56 Uhr in Ö1 zu hören. Das
Martin-Luther-Zitat „Hier stehe ich und kann nicht anders!“ ist der
Titel von „Im Gespräch“ am Donnerstag, den 2. November um 21.00 Uhr
in Ö1. Aufgezeichnet wird die Sendung im Rahmen der Matinee „Europa
im Diskurs – Debating Europe“ am 1. Oktober 2017 im Burgtheater. Im
Gespräch mit Renata Schmidtkunz diskutieren Bischof Michael Bünker,
Ulrike Guérot, Politikwissenschafterin und Publizistin, Shalini
Randeria, Rektorin des IWM und Soziologin, Viola Raheb,
Friedensaktivistin und Theologin, und die österreichische Politikerin
Heide Schmidt über die Rolle der individuellen Verantwortung und ihre
Grenzen in der sich verändernden Welt.
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