Blümel zu Mindestsicherung: Rot-Grüne Realitätsverweigerung in Reinkultur

Wiener Mindestsicherung schafft Sozial- statt Arbeitsanreize - Zu bedingungslosem Grundeinkommen verkommen - Es braucht endlich Gerechtigkeit für Leistungswillige

Wien (OTS) - „Die Mindestsicherungsbezieher in Wien steigen weiterhin rasant an und die Kosten explodieren ins Unermessliche. In Wien leben 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung, aber 60 Prozent der Bezieher und es entstehen hier zwei Drittel der Mindestsicherungskosten. Die Mindestsicherung ist in Wien längst zum bedingungslosen Grundeinkommen verkommen. Diese Zahlen sind das Ergebnis rot-grüner Politik“, so Landesparteiobmann Stadtrat Gernot Blümel angesichts der heutigen Aussagen von Häupl, Frauenberger und Vassilakou: „Das bekannte rot-grüne Muster „Leugnen, Leugnen, Leugnen“ bis es nicht mehr geht, zeigt sich heute wieder einmal mehr als eindeutig. Das ist Realitätsverweigerung in Reinkultur.“

Faktum sei, dass die rot-grüne Politik dafür verantwortlich ist, dass jene nach Wien kommen, die möglichst viel Leistung erhalten, aber möglichst wenig Leistung erbringen wollen. Seit Rot-Grün regiert, ist die Anzahl der Mindestsicherungsbezieher von 106.675 auf rund 200.000 Bezieher gestiegen.

„Mit Rot-Grün ist die Mindestsicherung zum bedingungslosen Grundeinkommen verkommen. Das geht völlig am ursprünglichen Gedanken und Ziel vorbei. Denn die Mindestsicherung sollte kurzfristige Überbrückungshilfe zum Wiedereinstieg sein und nicht langfristiger Sozialanreiz“, so Blümel weiter. Gerade auch die massive Kritik des Rechnungshofes müsse Rot-Grün endlich aufrütteln und klarer Handlungsauftrag sein.

Eine grundlegende Reform müsse vor allem eine Deckelung der Mindestsicherung für Mehrpersonenhaushalte bei 1.500 Euro enthalten. Und Mindestsicherung dürfe erst dann bezogen werden können, wenn zuvor auch einige Jahre in das System einbezahlt wurde. Und es brauche eine Umstellung von Geld-auf Sachleistungen und eine Stärkung der Arbeitsanreize.

„Sozialleistungen sollten jene bekommen, die sie wirklich brauchen. Und nicht alle, die sie wollen. Gerechtigkeit sieht anders aus. Wir brauchen endlich wieder Gerechtigkeit für die Leistungswilligen und Einsatzbereiten - für all jene, die mit ihren Beiträgen das Sozialsystem erhalten. Dazu braucht es tiefgreifende Reformen und eine Trendumkehr bei der Wiener Mindestsicherung“, so Blümel abschließend.

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