Auszeichnung für innovativste Köpfe Österreichs

Zehn heimische IT-Projekte mit dem Open Minds Award prämiert

Wien (OTS) - Dienstagabend war es endlich so weit: Die Verleihung der Open Minds Awards ging im Wiener Museumsquartier über die Bühne. Dabei wurde der Grundstein für eine Plattform gelegt, die den Austausch zwischen Open Communities auch in Zukunft fördern soll. Geehrt wurden heimische ProtagonistInnen und Projekte in insgesamt fünf Bereichen – Open Data, Open Software, Open Hardware, sowie Jugend, Diversity und Drupal. Für die pointierte Moderation der Verleihung sorgte Johannes Grenzfurthner (monochrom). Anschließend wurde zum gemeinsamen Feiern im Rahmen des Open Source Balls geladen. 

Open Data – Mehrwert für die ganze Gesellschaft

In der Kategorie Open Data - presented by Open Knowledge Österreich – ging der Hauptpreis an Flooh Perlot mit seinem Datenvisualisierungsprojekt rund um Wahlen und Politik in Österreich: drawingdata.net. Das hohe Maß an Gemeinnützigkeit und Innovation, sowie ein sehr offener und kollaborativer Zugang haben die Fachjury überzeugt. Der Sonderpreis “Unternehmen” ging an Markus Luisser (Rheologic GmbH) mit “Strömung und Mikroklima im urbanen Raum”. Die 3D Modelle zur Stadt Wien leisten einen positiven Beitrag für die Stadtplanung auf dem Weg zu einer klimaschonenden Stadt. Mit dem zweiten Sonderpreis “Female” wurde Vanessa Hannesschläger für TEI2016 Abstracts App prämiert. Das Projekt zeichnet sich durch maximale Offenheit als Vorreiter in der Förderung von offenen Forschungsdaten und freiem Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen aus.

Open Software – Mit innovativen Ideen weiterdenken

Aufgrund der Breite des Themenfeldes Open Software – Kategorie presented by Linuxwochen Österreich - entschied sich die Fachjury für die Verleihung in drei Subkategorien. Der Sieger im Bereich “Software-Entwicklung” ist Machinekit von Alexander Rössler. Das Kit ist ideal für den gewerblichen Einsatz und die Makerszene. Es kann sowohl CNC-Maschinen, als auch Roboter oder 3D-Drucker mit Realtime Linux und IoT ansteuern. In der Unterkategorie “Frontend/Web” setzte sich Peter Kraker mit Open Knowledge Maps durch. Dabei handelt es sich um eine Suchmaschine für wissenschaftliche Artikel, die Ergebnisse nach Themenbereichen gruppiert und so einen Blick über den Tellerrand ermöglicht. Im dritten Unterbereich “Infrastruktur” gewann Daniela Häsler mit Proxmox, einer Open-Source-Plattform für Servervirtualisierung, die federführend von der gleichnamigen Wiener Firma entwickelt wurde.

Open Hardware – Mit Mut neue Wege gehen

In der Kategorie Open Hardware - presented by IoT Austria - konnte die Einreichung apertus° AXIOM, die erste community-entwickelte Open-Source-Filmkamera für Profis, die Jury überzeugen. Einerseits beeindruckte der Mut, in diesem Produktsegment konsequent mit Open Source anzutreten, und andererseits der hohe und professionelle Grad der Umsetzung.

Nachwuchs, Diversity und Drupal

Die Open Minds-Initiatoren von Drupal Austria sind besonders stolz, bereits im Gründungsjahr so wichtige Preise wie “Jugend“ und “Diversity” vergeben zu können! 

Die Förderung von IT-Nachwuchstalenten ist auch dem Bundesministerium für Familien und Jugend ein besonderes Anliegen, welches diese Preis-Kategorie als Sponsor sowohl inhaltlich als auch finanziell unterstützt. Als “Jugend (U19)”-Sieger wurde Max Wolschlager mit seinem Kunstprojekt Big Poop Data ausgezeichnet. 

Gewinner des diesjährigen Open Minds Award für “Diversity” ist das MentorInnenprogramm für den Wikimedia Hackathon. Ausschlaggebender Faktor für die Jury-Entscheidung war das Ziel, Wissen um Open Access in diverseren Gruppen zu verbreiten. Die entwickelten Konzepte und Erfahrungen sind gut dokumentiert, öffentlich zugänglich und können somit ausgezeichnet als Leitfaden und Vorbild für andere dienen. 

Besonders viele Einreichungen in der Kategorie “Diversity” fielen heuer in den Bereich “Gender”. Diese rege Beteiligung freut die Jury selbstverständlich sehr. In einem weiteren Schritt möchte sie jedoch auch Projekte aus dem Bereich Barrierefreihet zur Teilnahme in dieser Preiskategorie ermutigen.

Im Bereich “Drupal” (ein international beliebtes Open Source Content Management Framework) wurden heuer die besten Beiträge aus Österreich gesucht. Schon bei den Nominierungen wurde offensichtlich: international sehr bekannt und geschätzt, sind die ProtagonistInnen der österreichischen Öffentlichkeit noch relativ fremd. Als Sieger konnte sich “Search API” von Thomas Seidl durchsetzen. Über 1,3 Millionen Downloads sprechen für sich. Das Modul ist zum Standard geworden, sobald die von Drupal Core bereitgestellte Suche nicht mehr ausreicht. Guter Support und ständige Weiterentwicklung tragen zum großen Erfolg dieses Projektes bei und waren für die Fachjuroren ein wichtiges Kriterium.

Über Open Minds Award & Open Source Ball 2017

Gemeinsam mit Linuxwochen, Open Knowledge Österreich und IoT Austria organisierte der Verein Drupal Austria 2017 zum ersten Mal die Open Minds Awards. Möglich wurde das Event durch Freiwillige und die Unterstützung von Partnern und Sponsoren: Red Hat (Hauptsponsor), netidee, bmfj, Open Source Experts, UBIT, acolono, Identum sowie die Ballsponsoren: Zensations, trio-group, Virtual Identity, epiqo.

Im Anschluss an die Awardverleihung wurde unter dem Motto “Alles Open - alles Walzer” gebührend gefeiert! Die Preisträger erwartete neben Walzersprints, der Publikumsquadrille und einer Issue-Tombola, der Überraschungsact Gudrun Von Laxenburg und der Austausch mit den internationalen Gästen der DrupalCon Europe, die ebenfalls zum Event geladen waren.

Weitere Infos unter: www.openminds.at

Rückfragen & Kontakt:

Drupal Austria - Verein zur Förderung und Unterstützung der Opensource-Software Drupal
Mag. Ulrike Strommer
Mitinitiatorin Open Minds Award
www.openminds.at
Vorstandsmitglied Drupal Austria
ulrike.strommer@drupal-austria.at
Tel: +43/1/480227216

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