- 26.09.2017, 13:34:05
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Trinkwasservorsorge in Vorarlberg
LSth. Rüdisser und LR Schwärzler: Wasserversorgung ist wichtige Daseinsvorsorge
Utl.: LSth. Rüdisser und LR Schwärzler: Wasserversorgung ist
wichtige Daseinsvorsorge =
Bregenz (OTS) - (VLK) – Die Sicherstellung der Wasserversorgung
ist eine wesentliche Aufgabe der Daseinsvorsorge. Die Gemeinden,
Wasserverbände und Wassergenossenschaften sorgen für eine
krisensichere, effiziente und leistbare Wasserversorgung. Sie werden
dabei vom Land und vom Bund unterstützt, informierten
Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Wasserlandesrat Erich
Schwärzler im heutigen (Dienstag) Pressefoyer: „In den letzten zehn
Jahren wurden im Bereich der Wasserversorgung landesweit rund 144
Millionen Euro investiert“.
„Zu unserer hohen Lebensqualität gehört, dass beim Öffnen des
Wasserhahns immer genügend frisches und sauberes Trinkwasser fließt“,
sagte Landesstatthalter Rüdisser: „Gesundheit und Wohlbefinden der
Bevölkerung und eine florierende Wirtschaft hängen wesentlich von
einer gut funktionierenden Wasserversorgung ab. Sie ist eine
Grundlage unserer Zivilisation und ist daher im Sinne der
Daseinsvorsorge eine wichtige öffentliche Aufgabe.“
Aktuelle Investitionsschwerpunkte Wasserversorgung
Jährlich werden ca. 30 Projekte für Maßnahmen im Bereich der
Wasserversorgung realisiert, informierte Landesrat Schwärzler. Es
handelt sich vor allem um Erweiterungen und Sanierungen von
Leitungsnetzen, Neubau und Sanierung von Hochbehältern oder Maßnahmen
zum Verbund von Wasserversorgern sowie die Ausweisung von
Schutzgebieten. Die aktuellen Investitionsschwerpunkte der
Wasserversorgung liegen beispielsweise beim Gemeindeverband
Hard-Fußach (neuer Trinkwasserbrunnen Mittelweiherburg mit
Schutzgebiet und Notverbund nach Lauterach; Kosten rund 5,34 Mio
Euro), Feldkirch (Quellableitung Saminaquellen mit Neuerrichtung und
Anpassung von Anlageteilen; Kosten 3,2 Mio Euro) sowie Eichenberg und
Lochau (neue Verbundleitung im Bereich Pfänder, Kosten 460.000 Euro).
Schutzgebiete für Quellen wurden im Jahr 2017 ausgewiesen in
Mittelberg für die Sattelalpquelle, in Schruns für die
Bargehraquellen, und in Egg für die Hubertusquelle.
Wasserreichtum im Vorarlberg
Vorarlberg ist eine der wasserreichsten Regionen Europas. Im
Durchschnitt fallen pro Jahr rund 1900 mm Niederschlag. Das ist eine
Gesamtmenge von 5.000 Mio m³/Jahr. Rüdisser: „Das entspricht einer
800 Kilometer hohen Wassersäule auf der Fläche eines Fußballfeldes“.
Rund ein Prozent davon, das sind 57 Millionen m³, werden für die
Wasserversorgung von Haushalten, Gewerbe und Industrie verwendet.
Die öffentliche Wasserversorgung in Vorarlberg wird von 85
Gemeindeanlagen, 3 großen Wasserverbänden und 104
Wassergenossenschaften sichergestellt. Das Trinkwasser stammt zu 70
Prozent aus Grundwasser und zu 30 Prozent aus Quellwasser. Der
tägliche Wasserverbrauch pro Person beträgt ca 140 l/Tag. An die
öffentliche Wasserversorgung sind rund 95 Prozent aller Wohnobjekte
angeschlossen. „Unser Land verfügt über beträchtliche
Trinkwasservorkommen, sodass grundsätzlich die Wasserversorgung aus
Quell- und Grundwasser auch zukünftig gesichert sein wird“, betonte
Landesrat Schwärzler.
Bund muss ein verlässlicher Partner bleiben
Die weitere Förderung des Siedlungswasserbaus aus Bundesmitteln
war bis vor kurzem noch nicht gesichert. Im Rahmen der letzten
Finanzausgleichsverhandlungen wurden nach heftiger Intervention der
Länder vom Bund Mittel zugesagt. "Allerdings reichen diese zugesagten
Mittel nicht aus, um die anstehenden Projekte zu bedienen", mahnte
Landesrat Schwärzler. Es gibt deshalb eine Warteliste für die
Zusicherung der Bundesförderung. „Der Bund muss für uns in diesem
Bereich auch in Zukunft ein verlässlicher Partner bleiben“, betonte
der Landesrat: „Die Förderungen des Bundes sind neben den
Landesförderungen eine wichtige Grundlage zur langfristigen Sicherung
der Wasserversorgung.“
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