• 26.09.2017, 12:30:32
  • /
  • OTS0139

Mahrer: Tourismus-Standort stärken und neue Chancen nutzen

Digitalisierungsstrategie soll Branche zukunftsfit machen - Bürokratie abbauen und Mehrwertsteuer senken

Tourismus-Standort stärken und neue Chancen nutzen

Utl.: Digitalisierungsstrategie soll Branche zukunftsfit machen -
Bürokratie abbauen und Mehrwertsteuer senken =

Wien (OTS/BMWFW) - „Die heurige Sommersaison war für unseren
Tourismus bis jetzt mit rund 12 Millionen Gästen sehr erfolgreich und
steuert auf ein Rekordergebnis zu, Österreich ist als
Urlaubsdestination beliebt wie nie zuvor. Neben einmaliger Landschaft
und vielfältigen Angeboten punktet der Standort vor allem mit der
hohen Qualität unserer Betriebe. Die Branche schafft wichtige
Arbeitsplätze und ist auch international ein Aushängeschild
Österreichs. Entscheidend ist, dass wir unseren Betrieben in einem
hart umkämpften Markt die richtigen Rahmenbedingungen - gerade auch
im Hinblick auf die Digitalisierung - bieten. Wir wollen Entlastung
statt Belastung um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe zu
stärken. Die Senkung der Mehrwertsteuer ist eine wichtige Maßnahme,
die von der neuen Bundesregierung nach der Wahl möglichst rasch und
in breitem Konsens umgesetzt werden muss“, so Wirtschafts- und
Tourismusminister Harald Mahrer in einer gemeinsamen Pressekonferenz
mit Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus
und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und
Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW).

Aber nicht nur im regulatorischen Bereich müssen die
Tourismusbetriebe unterstützt werden, sondern vor allem beim
digitalen Wandel. Der Tourismus wächst weltweit aufgrund der
Digitalisierung seit sechs Jahren jährlich im Schnitt über vier
Prozent, aktuell planen bereits 74 Prozent der Gäste unter 35 Jahren
ihre Reise über Social Media. Daher hat das Bundesministerium für
Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gemeinsam mit der
Wirtschaftskammer Österreich sowie der Österreich Werbung in einem
Open Innovation Prozess mit rund 100 Personen aus Tourismus,
Technologiebranche, Kreativwirtschaft, Bund, Länder,
Interessenvertretungen und Wissenschaft eine
Digitalisierungsstrategie für den Tourismus ausgearbeitet. „Der
digitale Wandel wird die Geschäftsmodelle und Möglichkeiten im
Tourismus grundlegend ändern und unsere Betriebe müssen bei dieser
Entwicklung vorne mit dabei sein. Daher wollen wir die Kompetenz der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken, den Einsatz neuer
Technologien fördern und Bewusstsein in der Branche schaffen“, so
Mahrer.

„Um unsere Position als Top-Tourismusdestination zu sichern, führt
für den heimischen Tourismus kein Weg an den Herausforderungen der
Digitalisierung vorbei. Damit die Betriebe aber auch profitieren und
die enormen Chancen nutzen können, braucht es konkrete
Unterstützungsmaßnahmen sowie einen Ausbau der digitalen
Infrastruktur mit flächendeckendem Breitband. Im Rahmen der
Digitalisierungsstrategie werden wir die Unternehmen mit
entsprechendem Service-, Ausbildungs- und Beratungsangebot in die
digitale Zukunft begleiten“ betonte Petra Nocker-Schwarzenbacher.
Konkret gehe es für jeden einzelnen Betrieb darum, die Angebote zu
individualisieren, einen USP zu finden und zu vermarkten sowie sich
digitale Kompetenz, die vielfach ausgelagert war, wieder in den
Betrieb zu holen, so die oberste Branchen-Sprecherin.

Die Digitalisierungsstrategie soll ein Handlungsleitfaden sein, um
den digitalen Transformationsprozess als Chance für eine
Weiterentwicklung zu nutzen. In drei Strategiefeldern (I. Digitalen
Wandel gestalten, II. Innovationskraft der Betriebe stärken, III.
Kompetenzen und Prozesse für digitale Transformation schaffen) wurden
insgesamt 22 Maßnahmen identifiziert, die nun operationalisiert und
umgesetzt werden. 2018 bis 2020 werden zusätzliche Budgetmittel in
Höhe von jährlich fünf Millionen Euro bereitgestellt und ein
Förderschwerpunkt „Digitalisierung“ bei der ÖHT eingerichtet, um so
zukünftig hochinnovative Leuchtturmprojekte finanziell zu
unterstützen.

Seitens der Österreich Werbung sollen diese zusätzlichen Mittel (zwei
Millionen Euro/Jahr ab 2018) zum einen für die Content-Produktion im
digitalen Tourismusmarketing und das Austesten neuer
Kommunikationskanäle verwendet werden, zum anderen vor allem für die
Datensammlung und –analyse. „Die Zukunft des Marketings liegt in der
datengetriebenen Kommunikation: das Kundenverhalten dazu nutzen, um
die richtige Botschaft der richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt
über den richtigen Kanal schicken. Und das in Echtzeit“, erläutert
Petra Stolba. Dazu brauche es für sie neben einem „technological
turn“ auch einen „cultural shift“. Sofern die richtigen Daten zur
Verfügung stehen und intelligent genutzt werden, eröffnen sich nie
zuvor dagewesene Möglichkeiten der Personalisierung. „Dazu braucht es
aber breite Kooperation im Tourismusmarketing. Denn nur gemeinsam
werden wir die relevanten Datenmengen schaffen, um zu lernen, besser
zu werden und so das Geschäft von morgen zu sichern“, so Stolba.

Zusätzlich sollen weitere zwei Millionen Euro für die
(Re-)Qualifizierung von Fachkräften im Tourismus noch heuer zur
Verfügung stehen, dies ist durch die Öffnung des Förderprogramms der
FFG „Forschungskompetenz für die Wirtschaft“ möglich. Das bedeutet,
Fachhochschulen erarbeiten mit Betrieben vor Ort
Qualifizierungsmaßnahmen und führen diese auch durch. Ein weiterer
wesentlicher Punkt besteht in der Weiterentwicklung von touristischen
Lehrberufen, das Berufsbild wird nach Kompetenzbereichen aufgebaut,
die zukünftige Entwicklungen bereits jetzt stärker abbilden sollen.
Die Umsetzung erfolgt im nächsten Lehrberufspaktes im Juni 2018.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel