• 25.09.2017, 15:33:02
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SPÖ-Häupl: Überbetriebliche Lehrstätten schaffen Arbeitsplätze

Bürgermeister Häupl besuchte „Jugend am Werk“ und stellte die JugendkandidatInnen Carina Köpf und Sumit Kumar vor

Wien (OTS/SPW) - 

Die Arbeitsmarktdaten in Wien belegen, wie wichtig eine fundierte Ausbildung ist. Im Rahmen einer Pressekonferenz besuchte Bürgermeister Dr. Michael Häupl den Lehrbetrieb Lorenz-Müller-Gasse von „Jugend am Werk“ im 20. Wiener Gemeindebezirk. Häupl betonte den Lehrlingen gegenüber: „Die Ausbildung macht ihr nicht für irgendjemanden, sondern für euch. Steigt nicht aus, sondern zieht es durch.“ Bei dem Pressegespräch stellten sich auch die beiden JugendkandidatInnen Carina Köpf und Sumit Kumar vor. ****

Ich wünsche euch das Durchhaltevermögen, eure Lehre positiv abzuschließen, denn ihr entscheidet über eure Zukunft“, betonte Häupl vor den Lehrlingen. Dass jeder arbeitende oder auszubildende Mensch irgendwann eine schwere Phase durchleben muss, sei für ihn klar, dennoch sei es wichtig, eine Ausbildung abzuschließen, um die eigene Zukunft zu sichern. Berlin sei nur um ein Drittel größer als Wien, dennoch seien die Arbeitslosenzahlen nicht mit Wien vergleichbar. Wien liege im Städtevergleich mit Städten wie London, Paris oder Berlin weit voraus, da die Jugendarbeitslosigkeit durch die überbetrieblichen Lehrstellen besonders gering sei, erklärte Häupl in seiner Ansprache. Bei den MedienvertreterInnen vor Ort betonte Häupl erneut, dass die Kritik an Wien von Sebastian Kurz haltlos sei. Wien wachse kontinuierlich, sei verantwortlich für fast die Hälfte der Steuereinnahmen und versorge ein Drittel der SpitalspatientInnen. „Das Wien-Bashing von Sebastian Kurz überschreitet jede Normalität. Wir lassen uns Wien nicht schlecht machen. Die WienerInnen lassen sich ihr Wien nicht schlecht machen“, so Häupl.

Carina Köpf, Vorsitzende der FSG-Jugend Wien, betonte in ihrem Statement, dass Lehrlinge die beste Chance und die beste Ausbildung verdienten. „Es herrscht dringender Handlungsbedarf. BerufsschülerInnen können nicht mehr als SchülerInnen zweiter Klasse behandelt werden“, so Köpf. Lehrlinge seien die Fachkräfte von morgen, weshalb sie es verdienten, die beste Ausbildung zu erhalten. Fortschrittliche Ausstattung im digitalen Bereich mit gratis W-LAN oder Tablets seien für einen modernen Lehrbetrieb notwendig, ebenso wie Wertschätzung und Anerkennung. Dass die SPÖ die einzige Partei sei, die die ArbeitnehmerInnenrechte groß schreibe, stellte Köpf fest. „Als Gewerkschafterin kann ich nicht tatenlos dabei zusehen, wenn andere Parteien ArbeitnehmerInnenrechte mit Füßen treten wollen oder eine Schwächung der Sozialpartnerschaften anstreben.“

Sumit Kumar, Landessekretär der FSG Jugend Wien, berichtete von den Ungerechtigkeiten gegenüber Lehrlingen in seiner Lehrzeit. Die sozialen Unterschiede waren bei Schulskikursen oder Nachhilfestunden deutlich bemerkbar. „Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der nicht Herkunft, Bildung oder die Geldbörse der Eltern bestimmen, was du aus deinem Leben machen kannst“, so Kumar. Es sei essentiell, Lehrlinge wertzuschätzen, denn die Lehrlinge von heute seien die Fachkräfte von morgen, die in Zukunft die Haare schneiden, Häuser bauen und Wasserrohrbrüche reparieren. Von 11. September bis 13. Oktober tourt die SPÖ Wien mit ihren JugendkandidatInnen unter dem Motto „Weil du es verdient hast“ durch alle Wiener Berufsschulen. Es gehe darum, ein Ansprechpartner für Lehrlinge zu sein und Sorgen ernst zu nehmen. „Darum fordern wir eine Lehrlingsentschädigung von mindestens 700 Euro, bessere IT-Ausstattungen in den Berufsschulen, eine 6. Urlaubswoche und die Möglichkeit den Führerschein im Rahmen der Lehrausbildung kostenlos machen zu können“, betont Kumar.

Über Jugend am Werk

Durch die überbetriebliche Lehrwerkstätte „Jugend am Werk“ führte im Anschluss an das Pressegespräch der Leiter Milan Barac. Dieser Lehrbetrieb von Jugend am Werk wurde 1961 eröffnet und hat jahrelange Erfahrung in der Berufsausbildung von Jugendlichen. Derzeit werden rund 200 junge Männer und Frauen von qualifizierten MitarbeiterInnen ausgebildet. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt über das Arbeitsmarktservice Wien, den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfond (waff) und den Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB). Jugend am Werk bietet eine Vielzahl an Lehrberufen wie Metallbearbeitung, TischlerIn und UhrmacherIn-ZeitmesstechnikerIn an. Die Jugendlichen schließen den Ausbildungsvertrag mit „Jugend am Werk Berufsausbildung für Jugendliche GmbH“ ab, besuchen die Berufsschule und absolvieren den praktischen Teil ihrer Ausbildung im Lehrbetrieb. Im Rahmen der Aktion „Lehre mit Matura“ können die Lehrlinge berufsbegleitend kostenlos die Berufsreifeprüfung ablegen.

Fotos gibt es auf unserer flickr-Seite! 

(Schluss) sh

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