• 25.09.2017, 13:00:01
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Frauenberger/Hacker: Fonds Soziales Wien ist tragende Säule der sozialen Sicherheit in Wien

Online-Geschäftsbericht 2016 präsentiert

Utl.: Online-Geschäftsbericht 2016 präsentiert =

Wien (OTS) - Mit einem Budget von 1,6 Milliarden Euro finanzierte,
organisierte und vermittelte der Fonds Soziales Wien (FSW) im Jahr
2016 soziale Dienstleistungen für 128.300 Wienerinnen und Wiener.
Diese Zahlen aus dem Geschäftsbericht präsentierten Sozialstadträtin
Sandra Frauenberger und FSW-Geschäftsführer Peter Hacker bei einer
Pressekonferenz in der FSW-Zentrale.

„Wien ist eine soziale Stadt, auf die sich die Wienerinnen und Wiener
verlassen können. Das bestätigen drei Viertel der Wiener Bevölkerung
in einer aktuellen Befragung im Juni 2017“, betont Sozialstadträtin
Sandra Frauenberger. „Auch das macht die hohe Lebensqualität in Wien
aus. Dazu trägt der FSW mit seiner Expertise und seinen Angeboten
ganz entscheidend bei.“

Der FSW und seine fünf Tochterunternehmen sind für Wienerinnen und
Wiener in schwierigen Lebenssituationen da. Sie beraten und begleiten
Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf, Behinderung,
Schuldenproblematik, obdach- oder wohnungslose Menschen und
Flüchtlinge.

1,028 Milliarden Euro an Förderaufwand für Pflege- und
Betreuungsleistungen

Von den 128.300 KundInnen des FSW erhielten 2016 insgesamt 58.880
Wienerinnen und Wiener Pflege- und Betreuungsleistungen. Mit mehr als
1 Milliarde Euro war dies auch der größte Teil des Budgets. Für
13.200 Menschen mit Behinderung wurden mit rund 276 Millionen Euro
Leistungen ermöglicht. Für die Wiener Wohnungslosenhilfe wurden 66
Millionen Euro aufgewendet. 9.870 Menschen haben sich 2016 aufgrund
ihrer Schuldenprobleme beraten lassen. Das Budget der
Schuldnerberatung Wien lag bei 2,7 Millionen Euro. 36.740 Flüchtlinge
erhielten Grundversorgung. Eine wichtige Aufgabe war und ist dabei
auch die Planung und Steuerung des Programmes „Integration ab Tag
eins“. 166 Millionen Euro flossen in Leistungsförderungen und
-finanzierungen im Flüchtlingsbereich.

Die sozialen Dienstleistungen, die der FSW finanziert, organisiert
und vermittelt, wurden 2016 von rund 180 Partnerorganisationen
erbracht. „Insgesamt werden über den Fonds Soziales Wien rund 27.000
Arbeitsplätze im Sozialbereich der Stadt finanziert“, so Sandra
Frauenberger. „Damit ist er eine tragende Säule der sozialen
Sicherheit in Wien und der Sozialpolitik dieser Stadt.“

1,066 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln

Rund 1,5 Milliarden Euro wurden 2016 direkt für Leistungen
aufgewendet. Davon stammt rund 1 Milliarde Euro aus öffentlichen
Mitteln. Rund 470 Millionen Euro bezahlten die KundInnen in Form von
Kostenbeiträgen oder Eigenleistungen. Bei einer Befragung zur mobilen
Pflege und Betreuung 2016 hielten 90 Prozent der KundInnen die Höhe
ihres Kostenbeitrags für fair und angemessen.

Zu Transparenz und Effizienz verpflichtet

Für FSW-Geschäftsführer Peter Hacker ist ein transparenter,
kostenbewusster und effizienter Umgang mit dem zur Verfügung
stehenden Budget klare Verpflichtung: „In unserem jährlichen
Geschäftsbericht zeigen wir, wie der Fonds Soziales Wien sein Budget
einsetzt“, so Peter Hacker. „Auch hier achten wir auf Nachhaltigkeit,
indem wir ihn ─ ganz im Sinne von „Wien neu denken“ ─ erstmals nicht
in Print, sondern online veröffentlichen.“

Der Blick in die Zukunft

Unter www.2016.fsw.at laden zahlreiche unterschiedliche Formate wie
Audiodateien, Videos oder Bildergalerien ein, sich über Projekte und
Bereiche des FSW zu informieren. Etwa über das Pilotprojekt
Tageszentrum PLUS oder Mobile Pflege- und Betreuungsdienste, die auch
Angehörige unterstützen. „Pflegende Angehörige leisten einen
unverzichtbaren, wertvollen Beitrag in der Pflege. Die
Pflegestrategie 2030 sieht eine Ausweitung der Unterstützungsangebote
für pflegende Angehörige vor. 2016 wurden daher im Rahmen eines
Pilotprojekts im Tageszentrum Favoriten die Öffnungszeiten erweitert,
so dass Betreuung auch an den Wochenenden möglich ist“, betont
Sozialstadträtin Sandra Frauenberger. Mobile Pflege- und
Betreuungsdienste, wie Heimhilfe und Hauskrankenpflege sind ein ganz
wesentlicher Teil des FSW-Angebots, das auch die Angehörigen
unterstützt. FSW-MitarbeiterInnen kommen zu den KundInnen nach Hause
und beraten zu den verschiedenen Möglichkeiten.

Ein weiteres neues Projekt gibt es im Behindertenbereich: Bei den
Wiener Wegen zur Inklusion erarbeiten Menschen mit und ohne
Behinderung gemeinsam Ideen zur Entwicklung neuer Angebote für
Menschen mit Behinderung.

Für die Wienerinnen und Wiener da

„Wichtig ist, dass die Wienerinnen und Wiener wissen, an wen sie sich
wenden können, wenn sie Unterstützung brauchen“, so Stadträtin Sandra
Frauenberger weiter. „Deshalb hat der FSW den Auftrag, die
Öffentlichkeit über seine Angebote zu informieren.“ Das macht er auf
unterschiedlichen Wegen – online, persönlich, telefonisch oder auch
mit Broschüren. „Und das wirkt offensichtlich“, freut sich Peter
Hacker. „Soeben haben wir aus einer aktuellen Befragung erfahren,
dass zwei Drittel der Wienerinnen und Wiener den FSW kennen.“

758 MitarbeiterInnen arbeiten im Kernunternehmen des Fonds Soziales
Wien, davon sind 390 im KundInnenservice. „Besonders sparsam sind wir
beim eigenen Betriebsaufwand - die Aufwendungen für Personal- und
Sachaufwand lagen 2016 bei 5,2 Prozent des Gesamtbudgets“, so Hacker.

Unter der Nummer 01 24 5 24 ist der FSW an 365 Tagen im Jahr
erreichbar. „Ich freue mich, dass die Wienerinnen und Wiener dieses
Service so zahlreich nutzen. Allein im letzten Jahr sind beim
FSW-KundInnentelefon rund eine Viertelmillion Anrufe eingelangt“,
berichtet der FSW-Chef. Unter www.fsw.at ist nun auch die neue,
moderne Website des Fonds Soziales Wien online. Damit KundInnen und
Interessierte die Informationen, die sie brauchen, noch einfacher und
mit wenigen Klicks finden, gibt es jetzt auf der Startseite einen
Soforteinstieg in die drei wichtigen Bereiche „Pflege und Betreuung“,
„Leben mit Behinderung“ und „Wohnungslosenhilfe“.

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