- 22.09.2017, 15:12:49
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Landesrätin Schwarz: "Wünsche und Vorstellungen der Eltern und Kinder miteinbeziehen"
Niederösterreichs Bildungslandesrätin zu den Ergebnissen der LandesbildungsreferentInnen-Konferenz in Vorarlberg
Utl.: Niederösterreichs Bildungslandesrätin zu den Ergebnissen der
LandesbildungsreferentInnen-Konferenz in Vorarlberg =
Lochau/St. Pölten (OTS/NÖI) - Im Rahmen der heutigen
LandesbildungsreferentInnenkonferenz in Schloss Hofen standen neben
Investitionen in ganztägige Schulformen auch die Verlängerung der
15a-Vereinbarung zum Ausbau der Kinderbetreuung und das zweite
verpflichtende Kindergartenjahr im Mittelpunkt der Gespräche mit
Bildungsministerin Sonja Hammerschmid.
Niederösterreichs Bildungslandesrätin Mag. Barbara Schwarz hält dazu
fest: "Gerade in Zeiten des Wahlkampfs darf die Sacharbeit nicht in
den Hintergrund geraten und deshalb haben die
Landesbildungsreferenten in der heutigen Konferenz ihre Standpunkte
zu aktuellen Ansagen und Entwicklungen im Bildungsbereich klar
dargelegt. Kritisch sind aus meiner Sicht die Vorhaben des Bundes im
Bereich der ganztägigen Schulformen zu betrachten. Der
flächendeckende Ausbau der schulischen Tagesbetreuung ist uns in
Niederösterreich ein ganz besonders wichtiges Anliegen. Wir richten
uns dabei aber ganz nach dem Bedarf und den Wünschen der Familien,
daher erfolgt in Niederösterreich die Nachmittagsbetreuung in unseren
Schulen größtenteils in der flexiblen, getrennten Abfolge. Mit dem
neuen Bildungsinvestitionsgesetz, das 82 Mio. Euro für
Niederösterreich vorsieht, legt der Bund jedoch ganz klar eine
Schwerpunkt auf den Ausbau von Angeboten in der verschränkten Form
und vernachlässigt dabei klar die Vorstellungen unserer Eltern,
Kinder und Schulerhalter. Wir waren uns dabei auch einig, dass der
Bund das Bildungsinvestitionsgesetz entsprechend anpassen muss. Auch
bei der Ankündigung von 5.000 neuen Lehrkräften fehlt ein konkretes
Umsetzungskonzept. Niemand bestreitet die Notwendigkeit von
zusätzlichen Lehrerinnen und Lehrern, wir wissen, es braucht
zusätzliche Ressourcen im Schulbetrieb. Es fehlt jedoch gänzlich an
einem geeigneten Plan dazu und deshalb habe ich auch eingefordert,
dass die Rahmenbedingungen zum Einsatz offengelegt werden müssen und
auch eine Abbildung der neuen Lehrkräfte im Stellenplan unbedingt
erforderlich ist!"
Im Bereich der Kinderbetreuung stimmte die Einigung im Ministerrat
über den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung positiv: „Wir haben uns
seitens des Landes Niederösterreich klar für eine Verlängerung der
15a-Vereinbarung stark gemacht, weil beim Ausbau von
Kinderbetreuungs-Einrichtungen Sicherheit bei der Planung und
Finanzierung benötigt wird. Jetzt hat sich diese Hartnäckigkeit
ausgezahlt und wir können den gemeinsamen Weg mit Gemeinden und
Familien gezielt fortsetzen“, so Schwarz. Auch die Notwendigkeit
einer Diskussion über die Einführung eines zweiten verpflichtenden
Kindergartenjahres für alle 4-jährigen Kinder in Österreich stelle
sich für Niederösterreich de facto nicht, weiß Schwarz: „Wir haben in
Niederösterreich bereits 97,7 Prozent der 4-jährigen Kinder in
Betreuung. Eine Verpflichtung wird auch eine entsprechende
bundesseitige Finanzierung mit sich bringen müssen.“
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