- 22.09.2017, 12:30:02
- /
- OTS0123
Land Niederösterreich ist mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit Vorzeigeregion für Weltgesundheitsorganisation
LH Mikl-Leitner: „Wunderbares Zeichen der Innovationskraft unserer Region“
Utl.: LH Mikl-Leitner: „Wunderbares Zeichen der Innovationskraft
unserer Region“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - „Die grenzüberschreitende
Gesundheitsversorgung hat bei uns in Niederösterreich einen ganz
hohen Stellenwert“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
heute, Freitag, im Rahmen einer Pressekonferenz mit Landesrat Ludwig
Schleritzko und Francesco Zambon, WHO-Regionalleiter für Vernetzung
in Europa, anlässlich der Auszeichnung der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) Niederösterreichs als
Vorzeigeregion und des Besuchs einer WHO-Delegation in
Niederösterreich.
Niederösterreich sei das einzige Bundesland mit einer langfristigen
Strategie in der grenzüberschreitenden Gesundheitsarbeit und das
erste Bundesland, das von der WHO als Vorzeigeregion besucht werde,
betonte Landeshauptfrau Mikl-Leitner, dass
das für Niederösterreich „eine ganz besondere Auszeichnung“ und
zugleich „ein wunderbares Zeichen der Innovationskraft unserer
Region“ und „Kompliment als Vorzeigeregion anerkannt zu werden“ sei.
Zum ersten Mal sei eine WHO-Delegation in Österreich zu Gast und zwar
mit 21 Teilnehmern aus zwölf verschiedenen Regionen – von Italien
über Tschechien und Bulgarien bis hin zu Litauen, San Marino und
Turkmenistan – um sich über Niederösterreichs Vorzeigeprojekte zu
informieren.
Seit vielen Jahren sei Niederösterreich in der grenzüberschreitenden
Arbeit „unglaublich engagiert“ und mittlerweile zeigten sich auch die
Erfolge am Landesklinikum Gmünd und am Landesklinikum Melk – „zwei
Projekte, wo wir intensiv grenzüberschreitend mit unseren Nachbarn
zusammenarbeiten“, führte Mikl-Leitner aus, dass im Landesklinikum
Gmünd seit 2008 über 4.000 tschechische Patientinnen und Patienten
aus der Grenzregion ambulant versorgt worden seien. „Das ist nicht
nur ein wesentlicher Vorteil für die Patientinnen und Patienten, dass
sie wohnortnahe versorgt werden können, das heißt auch Wertschöpfung
für Niederösterreich und Sicherung von Arbeitsplätzen in
Niederösterreich“, betonte die Landeshauptfrau, dass das auch
positive Auswirkungen auf die Auslastung und Kosten in den Kliniken
durch gemeinsame Nutzung der Ressourcen habe.
„Das Landesklinikum Melk wiederum arbeitet im Bereich Endometriose
sehr eng mit dem Krankenhaus in Znaim zusammen“, führte Mikl-Leitner
aus, dass Endometriose eine chronische Erkrankung von Frauen sei, bei
der die Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle
vorkomme, das sehr schmerzhaft sei und zu Unfruchtbarkeit führen
könne. Das Krankenhaus Znaim habe viel Erfahrung in diesem Bereich,
man habe sich sehr viel an Expertise von dort geholt und einen
Schwerpunkt in der Behandlung von Edometriose in Melk gesetzt. „Auch
hier können wir eine positive Bilanz aufzeigen: Mittlerweile konnte
am Landesklinikum Melk 80 Patientinnen geholfen werden und, was ganz
erfreulich ist, dass wir fünf Patientinnen den Kinderwunsch erfüllen
konnten“, so Mikl-Leitner.
„Diese Beispiele zeigen, was grenzüberschreitende Zusammenarbeit im
Gesundheitsbereich bewirken kann“, führte die Landeshauptfrau aus,
dass Niederösterreich nicht nur aus ihrer Sicht, sondern auch aus der
Sicht der WHO „nicht nur Impulsgeber für ganz Österreich, sondern
auch für Grenzregionen in vielen anderen Ländern“ sei. „Unser Ziel
muss es langfristig sein, in ganz Europa vermehrt Gesundheitsregionen
möglich zu machen. Und hier sind wir Best Practice-Beispiel in der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit“, so Mikl-Leitner.
Die Vision „Gesundheitsversorgung ohne Grenzen“ sei in
Niederösterreich stark mit dem Begriff „Healthacross“ verbunden und
daher habe man sich zum Ziel gemacht, alle grenzüberschreitenden
Zusammenarbeiten und Kooperationen unter der Trademark „Healthacross“
zusammenführen: „Ein starker Name für eine starke Marke“.
„Healthacross“ solle international zeigen, dass Niederösterreich
grenzüberschreitende Zusammenarbeit wichtig und eine Vorzeigeregion
sei.
Die Landeshauptfrau bedankte sich bei der WHO-Delegation und
stellvertretend bei Regionalleiter Zambon, Niederösterreich als
Vorzeigeregion ausgewählt zu haben und das Wissen und das Knowhow in
die Regionen hinauszutragen. Sie bedankte sich weiters beim NÖ
Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS), insbesondere bei Elke Lendl,
die mit Herzblut die Gesundheitsmarke „Healthacross“ vorantreibe, und
auf politischer Ebene bei Landesrat Schleritzko.
Eine erfolgreiche Regionalentwicklung in einem vereinten Europa lebt
in starkem Maße von Kooperationen mit Partnern in den verschiedensten
Regionen“, betonte Landesrat Schleritzko, dass das auch für den
Gesundheitsbereich gelte. „Es ist für uns eine große Auszeichnung,
dass die Weltgesundheitsorganisation mit Vertreterinnen und
Vertretern aus verschiedensten europäischen Regionen nach
Niederösterreich schaut, um von uns zu lernen“, sagte Schleritzko,
dass er davon überzeugt sei, dass die grenzüberschreitenden Projekte
Niederösterreichs auch in anderen europäischen Regionen Schule machen
werden. Man verfolge schließlich das gleiche Ziel: „die
Gesundheitsversorgung und Lebensqualität unserer Bürgerinnen und
Bürger zu verbessern“. Mehr als 1 Million Euro habe man mit dem NÖGUS
an EU-Fördermittel lukrieren können, um die Grenzen im
Gesundheitswesen weiter zu verringern. „Zahlreiche internationale
Auszeichnungen bestätigen unseren Weg“, so Schleritzko.
Um die Vorreiterrolle auszubauen, habe man bereits drei neue Projekte
in Angriff genommen, informierte der Landesrat, dass man im
Landesklinikum Gmünd die Zusammenarbeit mit Südböhmen noch weiter
forcieren wolle, das grenzüberschreitende Gesundheitszentrum zwischen
Gmünd und České Velenice vor dem Projektstart stehe und
Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher erstmalig medizinische
Leistungen in einem angrenzenden Land in Anspruch nehmen könnten.
Gesundheit ohne Grenzen solle eine Selbstverständlichkeit sein und
daher werde man „weiterhin die Grenzbalken im Sinne der
Gesundheitsversorgung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in
Niederösterreich öffnen“, so Schleritzko.
WHO-Regionalleiter Zambon bedankte sich in seinen Ausführungen für
den Besuch und sagte, dass die Delegationsteilnehmer sehr beeindruckt
seien. In Niederösterreich versuche man wirklich, den Menschen in das
Zentrum des Systems zu stellen. Zambon sprach von einer „Kultur der
Zusammenarbeit“ („culture of colaboration“), Zusammenarbeit sei in
Niederösterreich zur Kultur geworden. Niederösterreich habe mit einem
kleinen Projekt begonnen, davon profitiert und expandiere nun. Damit
auch andere von den Erfahrungen der Delegation profitieren können,
werde man diese in einem Case Study dokumentieren.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK






