VSStÖ ad ÖVP-Wahlprogramm: Es liegt an uns, für den freien Hochschulzugang zu kämpfen!

Wien (OTS) - Mittwochvormittag präsentierte die ÖVP den zweiten Teil ihres Wahlprogramms mit dem Titel „Aufbruch und Wohlstand“. Die Forderungen im Bereich der Hochschulen fasst die Volkspartei im sehr bezeichnenden Kapitel „Autonomie der Hochschulen stärken und Zugangsregelungen ermöglichen“, zusammen. Kernforderungen sind hier die Einführung von flächendeckenden Zugangsbeschränkungen in Kombination mit „moderaten“ Studiengebühren. Ein Stipendiensystem soll für eine Erhöhung der „sozialen Durchlässigkeit“ sorgen, wobei hier unklar ist, wie genau dies passieren soll. Ziel der Kurz’schen Volkspartei ist es 2025 mehrere österreichischen Unis in das Ranking der internationalen Top 100 zu bringen.

„Die Forderungen der ÖVP überraschen uns wenig. Eine solche Elitenpolitik ist das Markenzeichen der Volkspartei, egal ob ihr Logo nun schwarz oder türkis ist.“, so Katharina Embacher, Vorsitzende* des Verbands Sozialistischer Student_innen in Österreich.

„Die Beschränkung des Hochschulzugangs, unter dem Vorwand eines erhöhten Uni-Rankings ist für uns nicht duldbar. Besonders unverständlich für uns ist der Ranking-Fetisch des Herrn Kurz‘: Ein hohes Uni Ranking mag zwar sehr schön am Papier aussehen, hat aber wenig mit der Studierendenrealität zu tun.“, führt Embacher weiter aus.

„Der größte Hohn für uns als sozialistische Studierendenorganisation ist allerdings die wage Forderungen eines Stipendiensystems, welches für eine ‚soziale Durchlässigkeit‘ sorgen soll. Studieninteressierte und Student_innen aus Arbeiter_innenfamilien wären diejenigen, die unter diesen Forderungen am meisten leiden würden, was auch die letzte Einführung von Studiengebühren bewiesen hat. Das diese Gruppe nicht im Programm der ÖVP behandelt darf allerdings auch nicht überraschen, da sie nicht zum Klientel der Volkspartei gehört.“, merkt Embacher an.

„Dieses Programm gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was uns nach dem 15.Oktober 2017 erwarten könnte. Es liegt an uns, für den freien Hochschulzugang zu kämpfen, weshalb wir euch alle dazu aufrufen: ‚Geht wählen!‘“, so Embacher abschließend.

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