- 12.09.2017, 16:17:45
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FPÖ-Darmann zu Bauern-Einkommensbericht 2016: ÖVP vernachlässigt die Kärntner Bauern!
Monatslohn der Kärntner Bauern auf Mindestsicherungs-Niveau – Kein Spielraum für Investitionen – Kärnten letzter im Bundesländervergleich
Utl.: Monatslohn der Kärntner Bauern auf Mindestsicherungs-Niveau –
Kein Spielraum für Investitionen – Kärnten letzter im
Bundesländervergleich =
Klagenfurt (OTS) - „Der heute in der Regierungssitzung beschlossene
Bericht über die wirtschaftliche und soziale Lage der Kärntner Bauern
spiegelt ein verheerendes Bild wieder: Das Einkommen eines
durchschnittlichen Bauern liegt mit rund 880 Euro im Monat nur knapp
über der Mindestsicherung in Höhe von 844 Euro. Das ist ein
skandalöser Zustand, denn im Gegensatz zu Beziehern der
Mindestsicherung arbeiten unsere Bauern Tag und Nacht. Der Grund für
diese unhaltbare Situation liegt in den Versäumnissen der
ÖVP-Agrarpolitik der letzten 30 Jahre“, betonte der Kärntner
FPÖ-Obmann Landesrat Mag. Gernot Darmann nach der heutigen
Regierungssitzung. „Die ÖVP hatte in den letzten Jahrzehnten alle
Zügel im Agrarbereich in der Hand. Auf unsere bäuerlichen Strukturen
in Kärnten mit einer Vielzahl von kleinen und mittleren Betrieben
wurde aber keine Rücksicht genommen“, so Darmann.
Die Einkommenssituation der Bauern sei leider viel fataler, als im
„Grünen Bericht“ dargestellt, so Darmann. Das von Agrarreferent
Benger angeführte durchschnittliche Jahreseinkommen von rund 23.600
Euro je Betrieb stelle nicht das tatsächlich verfügbare Einkommen
dar. „Von diesem Betrag müssen noch die Sozialversicherungsbeiträge
abgezogen werden, da diese als Privatausgaben geführt werden. Dann
schaut die Situation ganz anders aus und man liegt bei rund 17.600
Euro Einkommen je Betrieb“, betonte Darmann, der auf mehrere falsche
Berechnungen im Grünen Bericht hinwies.
Auf Grund des geringen Einkommens gebe es für die Kärntner Bauern
auch kaum mehr eine Möglichkeit aus dem erwirtschafteten Einkommen
heraus in den Betrieb zu investieren. „Das ist erschreckend. Die
Zahlen zeigen klar, dass einem durchschnittlichen Kärntner Bauer nur
mehr 1.133 Euro im Jahr für Investitionen ins eigene Unternehmen
übrig bleiben. Kärnten nimmt damit den traurigen letzten Platz im
Bundesländervergleich ein“, erklärte der FPÖ-Obmann. Im Vergleich
dazu könne ein Bauer in der Steiermark 4.596 Euro im Jahr, ein Bauer
in Salzburg sogar 6.444 Euro im Jahr in die Weiterentwicklung seines
Betriebes investieren. Der Bundesschnitt liege bei 6.260 Euro.
Allein von 2010 bis 2015 habe es einen durchschnittlichen
Einkommensverlust der Kärntner Bauern von 40 Prozent gegeben,
verweist Darmann. „Statt Symptombekämpfung, müssen von den
ÖVP-Verantwortlichen endlich die wahren Ursachen in Angriff genommen
werden. Die Produktpreise sind noch immer viel zu gering und
allfällige Steigerungen kommen nicht bei den Bauern an“, betonte der
FPÖ-Obmann. So komme etwa bei der aktuellen Preissteigerung von bis
zu 80 Prozent beim Butterpreis bei den Bauern nur ein Bruchteil an.
„Warum weist die schwarze Agrarpolitik nicht darauf hin und benennt
die wahren Profiteure? Im Sinne der Gerechtigkeit und Fairness für
unsere Landwirte wäre es notwendig, dass nicht die Konzerne alles
einstreifen, sondern endlich unsere hart arbeitenden Bauern
profitieren“, forderte Darmann.
(Schluss)
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