„kulturMontag“: Pop-Tour im Wien Museum, „Homo Digitalis“ auf der Ars Electronica, neue Datenschutzverordnung

Außerdem: neue Dokumentation „Auf dem Weg ins Rampenlicht“ anlässlich 200 Jahre Musikuni Wien

Wien (OTS) - Vom Rückblick auf 60 Jahre Wiener Popgeschichte bis zum Ausblick auf die digitale Zukunft des Menschen: Der von Martin Traxl präsentierte „kulturMontag“ am 11. September 2017 um 22.30 Uhr in ORF 2 spannt einen weiten thematischen Bogen. So begibt sich die Sendung auf Pop-Tour ins Wien Museum, wo demnächst eine neue Schau sechs Jahrzehnte Popmusik in und aus der Hauptstadt reflektiert. Das Kulturmagazin setzt sich außerdem mit der 2018 in Kraft tretenden neuen EU-Datenschutzverordnung auseinander und wie diese vor den potenziellen Gefahren von Internet und Social Media schützen kann. Weiteres Thema ist anlässlich der gegenwärtigen Ars Electronica die voranschreitende Digitalisierung der Gesellschaft und deren Folgen. Vorgestellt wird auch das transmediale ORF-Projekt „Homo Digitalis“. Anschließend an das Magazin steht anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst die neue Dokumentation „Auf dem Weg ins Rampenlicht“ (23.15 Uhr) von Barbara Weissenbeck auf dem Programm.

„Ganz Wien. Eine Pop-Tour“ im Wien Museum: Streifzug durch 60 Jahre Wiener Popgeschichte

Eine multimediale Reise durch sechs Jahrzehnte Austropop-Geschichte bietet das Wien Museum ab 14. September mit der Ausstellung „Ganz Wien. Eine Pop-Tour“. Das Kuratoren-Team Walter Gröbchen, Michaela Lindinger und Thomas Mießgang hat dafür bisher unbekanntes Archivmaterial, Videos, Plattencover, Bühnenoutfits und Musikinstrumente zusammengetragen. Im „kulturMontag“ kommen Musiker und Zeitzeugen zu Wort: Mira Lu Kovacs, die mit ihrer Folkpop-Band Schmieds Puls einen Amadeus Award eingeheimst hat und mit ihrem neuen Projekt „5K HD“ elektronische Popmusik präsentiert, spricht über die Hürden und Chancen als Musikerin in Wien. Herbert Janata war 54 Jahre lang Kopf der legendären Worried Men Skiffle Group. Sein Sohn Sebastian ist Schlagzeuger bei der Band Ja, Panik. Gemeinsam bilden sie das Duo Worried Man & Worried Boy – und räsonieren über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Wiener Popmusik.

Social Media: Eine Bedrohung für die Demokratie? Kann die neue Datenschutzverordnung helfen?

Daten sind das neue Öl. Wer sie hat, macht scheinbar grenzenlosen Profit. Und der beeinflusst, wen wir wählen. So sieht es jedenfalls der amerikanische Psychologe Robert Epstein, der sich mit dem Datengiganten Google angelegt hat. Im Visier steht vor allem die Suchmaschine des US-Unternehmens. Mit dem „search engine manipulation effect“, kurz SEME genannt, hat Epstein empirisch nachgewiesen, dass Menschen sich von den obersten Suchergebnissen, die Google nach einem geheimen Algorithmus reiht, beeinflussen lassen. Trägt das Internet zur Demokratisierung unserer Gesellschaft bei oder überwiegen Manipulation und Datenmissbrauch? Der „kulturMontag“ geht den Fragen nach, was die neue EU-Datenschutzverordnung bringt, die im Mai nächsten Jahres in Kraft tritt, welchen Einfluss Fake News auf Wahlen haben und wie eine Gesellschaft sich dagegen schützen kann. Neben Epstein kommen der Journalist und „Google-Fan“ Jeff Jarvis, der Datenschützer Thomas Lohninger und der Kampagnen-Berater und Autor Roman Koidl zu Wort.

„Homo Digitalis“ bei der Ars Electronica: Konsequenzen der Digitalisierung auf das Menschsein

Längst ist das Smartphone wie ein neues Sinnesorgan mit dem menschlichen Körper „verwachsen“. Dass Nutzer/innen zunehmend mit den digitalen Assistenten sprechen, statt Befehle mühselig einzutippen, an diese Neuerungen gewöhnt man sich gerade. Möglich macht das die rasante Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz, kurz AI genannt. Ein gefürchteter wie bejubelter Quantensprung, eine Technologie, die die Gesellschaft und das Verhalten der Menschen nachhaltig beeinflusst. Auf der Ars Electronica in Linz wird „Homo Digitalis“ vorgestellt – ein Transmedia-Projekt von ORF, ARTE und Bayerischem Rundfunk. In einer siebenteiligen Web-Dokuserie werden Themen zur Zukunft der Menschheit behandelt. Wie entwickelt sich die Gesellschaft mit dem technischen Fortschritt? Wie sieht der digitale Mensch von morgen – oder übermorgen – die Welt? Wie verändert sich unser Leben durch künstliche Intelligenzen? Ergänzend dazu wird es eine wissenschaftliche Online-Umfrage geben sowie eine 45-minütige Dokumentation, die die Webfilme für das lineare Fernsehen aufbereitet.

Kulturdokumentation „Auf dem Weg ins Rampenlicht“ (23.15 Uhr) zu 200 Jahre Musikuni

2017 feiert die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien – eine der weltweit größten und bedeutendsten Universitäten für Musik, Theater und Film – ihr 200-jähriges Bestehen. Mehr als 3.000 Studierende aus über 70 Nationen werden hier ausgebildet. Ihr internationales Renommee verdankt die Universität nicht zuletzt ihren namhaften Absolventen wie Gustav Mahler, Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt, Angelika Kirchschlager oder Christoph Waltz. Filmemacherin Barbara Weissenbeck begibt sich in ihrer neuen Dokumentation auf Entdeckungsreise durch die mdw, für die sie ein Studienjahr lang Studierende aus verschiedensten künstlerischen und pädagogischen Studienrichtungen begleitete.

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