Liste Pilz: Maria Stern fordert Kindesunterhaltssicherung statt Steuerbonus für Alleinerziehende

„Kurz und ÖVP agieren weitab von Lebenswelt von Ein-Eltern Haushalten“

Wien (OTS) - Maria Stern, Kandidatin der Liste Pilz, seit vielen Jahren im Bereich Frauenpolitik engagiert – vor allem, was die Anliegen von Single-Familien betrifft – kritisiert die Vorhaben der ÖVP scharf: „Wenn Kurz sagt, dass keine wahlwerbende Fraktion ein ‚Konzept für Alleinerziehende hat, wo sie besser aussteigen’, kann ich nur sagen: das ist eine Verhöhnung der Betroffenen, weitab entfernt von der Lebenswelt von Ein-Eltern Haushalten“. Als Obfrau des Forum Kindesunterhalt kämpft sie, unterstützt von vielen Prominenten, seit Jahren für die Einführung einer Kindesunterhaltssicherung  - dass also Kinder, wenn der getrennt lebende Elternteil keine Alimente zahlt, jedenfalls eine staatliche Zuwendung in der Höhe der Regelbedarfssätze erhalten (je nach Kindesalter rund 250 EUR). Maria Stern: „Die traurigen Fakten sind, dass geschätzt die Hälfte aller Kinder aus Single-Haushalten zu wenig Unterhalt erhält und jeder fünfte Single-Haushalt gar keinen“. Daraus resultiere eine Armutsbetroffenheit von rund 42%. 

Armutsgefährdung von Kindern verhindern

„Das Unterhaltsgesetz, das diese Missstände ermöglicht, muss dringend reformiert werden“, fordert Stern. Eine solche Reform ist seit 2008 im Regierungsprogramm festgelegt, wurde jedoch bis heute nicht umgesetzt. „Das Justizministerium ist seit 2008 in ÖVP Hand und es ist nichts geschehen“, stellt Stern fest. Eine Kindesunterhaltssicherung sollte an die Familienbeihilfe gekoppelt und bis zum Ende der Ausbildung bezahlt werden.  „Die Armutsgefährdung tausender Kinder würde österreichweit verhindert, diese familienpolitische Maßnahme sichert unsere Zukunft mehr als ein ominöser Steuerbonus, der an Bedingungen geknüpft ist“, so Stern.  Finanziert werden soll die Kindesunterhaltssicherung, indem dadurch auch die millionenteuren Gerichtsstreitigkeiten rund um Alimente und Unterhaltsvorschuss reduziert würden.

Kurz leider ahnungslos

„Dass Kurz nun via Steuerbonus auf Zahlungswilligkeit der Unterhaltspflichtigen setzt, zeigt, dass er von der Materie keine Ahnung hat. Denn derzeit drehten sich jahrelange Unterhaltsstreitigkeiten vor Gericht um nicht funktionierende Alimentezahlungen.“ Das sei zu wenig, sagt die Kandidatin der Liste Pilz, Maria Stern.

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Fotodownload Drop Box: Porträtfoto Maria Stern, Fotocredit: Marianne Weiss, Datenquelle: (Statistik Austria, ÖPA), www.forumkindesunterhalt.at, www.mariastern.at, Videokommentar Maria Stern: „Steuerbonus von Kurz zeigt Ahnungslosigkeit“: https://www.facebook.com/maria.stern.12/videos/1536838819692767/

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