- 06.09.2017, 11:50:24
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Hospiz in Jerusalem: Wiener Erzbischof hat allein Eigentumsrecht
Kardinal Schönborn reagiert auf Ankündigung Ungarns zur Prüfung der Rechte am Österreichischen Hospiz im Heiligen Land: "Regierungsbeschluss ist einseitig erfolgt und nicht mit dem Erzbischof von Wien akkordiert"
Utl.: Kardinal Schönborn reagiert auf Ankündigung Ungarns zur
Prüfung der Rechte am Österreichischen Hospiz im Heiligen
Land: "Regierungsbeschluss ist einseitig erfolgt und nicht mit
dem Erzbischof von Wien akkordiert" =
Wien-Jerusalem (KAP) - "Seit 1895 hat der Erzbischof von Wien kraft
Entscheidung des Heiligen Stuhles die alleinigen Eigentumsrechte und
somit die Verantwortung für das Österreichische Hospiz in Jerusalem."
Das hat Kardinal Christoph Schönborn am Mittwoch in einer
Stellungnahme gegenüber "Kathpress" festgehalten. Der Wiener
Erzbischof reagiert damit auf einen aktuellen ungarischen
Regierungsbeschluss. Demnach soll eine von der Regierung eingesetzte
Kommission die Rolle des ungarischen Staates im Zusammenhang mit dem
Pilgerhospiz und die Möglichkeit eines Eigentumserwerbs der Immobilie
zugunsten des ungarischen Staates prüfen. "Dieser Regierungsbeschluss
ist einseitig erfolgt und nicht mit dem Erzbischof von Wien
akkordiert", hält Kardinal Schönborn demgegenüber fest.
Das Pilgerhospiz sei "die wichtigste Institution der katholischen
Kirche in Österreich für heimische Pilger im Heiligen Land", das "ein
offenes Haus für alle Pilger" sei. Dazu zähle die seit der Wende
steigende Zahl von Pilgern aus dem Raum der ehemaligen
Habsburgermonarchie. "Sie finden dort eine geistliche Heimat und
beleben diese einzigartige Institution im Herzen der Jerusalemer
Altstadt", so der Kardinal, der deswegen festhält, dass es "bereits
Gespräche des Wiener Erzbischofs mit ungarischen Bischöfen über eine
verstärkte Zusammenarbeit zum Wohl der Pilger" gibt.
Das Österreichische Hospiz ist das älteste nationale Pilgerhaus im
Heiligen Land und liegt an der Via Dolorosa. Das Grundstück für das
Österreichische Hospiz wurde 1855 nach einem Besuch von Erzherzog
Ferdinand Maximilian - später Kaiser Maximilian von Mexiko -
erworben. Acht Jahre später konnte der großzügig dimensionierte
Neubau eingeweiht werden. Heute ist es eine Stiftung der katholischen
Kirche in Österreich mit dem jeweiligen Wiener Erzbischof - aktuell
Kardinal Christoph Schönborn - als Protektor. Rektor ist der
Eisenstädter Diözesanpriester Markus Bugnyar.
((forts. mgl.)) PWU/GPU
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