- 06.09.2017, 10:43:27
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Küberl: Volksbegehren zum ORF "stellt die falschen Fragen"
Langjähriger Stiftungsrat lehnt Initiative der Christlichen Partei Österreichs für gebührenfreien ORF ab - Öffentlichen Rundfunk nicht als Spielball der Politik und Stimmenfang für wahlwerbende Gruppen missbrauchen
Utl.: Langjähriger Stiftungsrat lehnt Initiative der Christlichen
Partei Österreichs für gebührenfreien ORF ab - Öffentlichen
Rundfunk nicht als Spielball der Politik und Stimmenfang für
wahlwerbende Gruppen missbrauchen =
Wien (KAP) - Der langjährige Stiftungsrat und Kirchenvertreter im
ORF, Franz Küberl, hat sich ablehnend zu dem von der Christlichen
Partei Österreichs (CPÖ) betriebenen Volksbegehren geäußert. Die von
der Kleinpartei, die bei der Nationalratswahl nur in Vorarlberg
antritt, betriebene Initiative für einen ORF "ohne Gebühren und ohne
Politik" stelle "die falschen Fragen", meinte Küberl am Mittwoch in
einer Stellungnahme gegenüber "Kathpress". Jede "vernünftige Reform"
des ORF werde von den Beiträgen der Kunden nicht absehen können.
Zugleich sprach sich der frühere Caritas-Chef dafür aus, den
öffentlichen Rundfunk nicht als "Spielball der Politik" und
Stimmenfang für wahlwerbende Gruppen zu missbrauchen.
Nach den Worten Küberls gibt es "20 gute Gründe", in Österreich am
öffentlich-rechtlichen Rundfunk festzuhalten. Festgehalten seien sie
im Zielparagraphen des Rundfunkgesetzes, das die hohe Bedeutung des
ORF für eine fundierte Berichterstattung und Information der
Bevölkerung, aber auch für Kultur, Sport und nicht zuletzt Religion
im Land unterstreicht. Gerade für die angemessene Behandlung von
Fragen rund um Religion und christliche Kirchen sei der umfassende
Kulturauftrag des ORF entscheidend, meinte Küberl.
Zu den auch von anderen politischen Parteien immer wieder in Frage
gestellten ORF-Gebühren erklärte der Stiftungsrat: "Was einen Wert
hat, wird auch etwas kosten." Und die von einem Großteil der
Bevölkerung erbrachten Beiträge würden "das öffentliche Gut" ORF auch
mitten in der Gesellschaft verankern und seien "Ausgangspunkt für
eine möglichst große Unabhängigkeit" des Unternehmens. Dass darüber
diskutiert werde, ist laut Küberl normal und ganz in Ordnung. Der ORF
brauche eine Debatte über die von ihm gebotene Qualität, über seine
Zukunftsfähigkeit und Unabhängigkeit - aber ein Volksbegehren einer
wahlwerbenden Gruppe mitten im Wahlkampf sei dafür nicht das
geeignete Instrument, so der kirchliche Medienexperte.
Mehr unter:
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1540993/kueberl-volksbegehren-z
um-orf-stellt-die-falschen-fragen
((forts. mgl.)) RME/PWU
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