ORF-Redakteursrat: Politiker wollen Journalisten unter Druck setzen

ÖVP-Kandidat Dönmez verbreitet Unwahrheiten

Wien (OTS) - Der Redakteursrat fordert ÖVP-Kandidaten Efgani Dönmez auf, die Verbreitung von Unwahrheiten über ORF-Moderator Tarek Leitner zu unterlassen. Dönmez hat öffentlich behauptet, Leitner habe im Herbst 2016 einen gemeinsamen Urlaub mit Bundeskanzler Christian Kern in Marokko verbracht. Diese Behauptung ist unwahr.

Es hat nach glaubwürdiger Darstellung Leitners den von Dönmez behaupteten gemeinsamen Urlaub mit dem Bundeskanzler im Vorjahr in Marokko nicht gegeben.

Was es gegeben hat - und das ist seit Monaten öffentlich bekannt, weil von Tarek Leitner in Interviews selbst angesprochen -  war ein Urlaub von mehreren Familien, darunter die Familie Kern, da die Kinder gemeinsam in die Volksschule gehen. Kern war damals nicht Bundeskanzler und von den „Sommergesprächen“ war damals keine Rede. Weitere Urlaube - wie von Dönmez behauptet - hat es nicht gegeben.

Mit seiner unwahren Behauptung beschädigt Dönmez vorsätzlich die journalistische Glaubwürdigkeit von Leitner. Die Behauptungen von Dönmez halten wir für ein bewusstes und absichtliches Anpatzen mit dem Zweck, einen ORF-Journalisten vor einem wichtigen Interview einzuschüchtern.

Gerade in einem Wahlkampf sind solche Methoden höchst problematisch und daher abzulehnen.

Leitner beweist seit vielen Jahren in seiner Funktion als ORF-Moderator, dass er parteipolitisch unabhängig und objektiv ist. Es gibt keinen Grund, an der journalistischen Integrität von Leitner zu zweifeln.

Bedauerlicherweise passiert es in letzter Zeit immer wieder, dass Journalistinnen und Journalisten von Politikern aus Parteiräson angegriffen und unter Druck gesetzt werden.

Der ORF-Redakteursrat

Dieter Bornemann         Peter Daser          Margit Schuschou

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