• 01.09.2017, 15:04:31
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LH Mikl-Leitner eröffnete Hochwasserschutzanlagen am Lewingbach in Amstetten

„Signal des Familiensinns und der Zusammenarbeit“

Utl.: „Signal des Familiensinns und der Zusammenarbeit“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eröffnete
heute, Freitag, den neuen Hochwasserschutz am Lewingbach in
Amstetten. Das Projekt wurde in zwei Bauabschnitten umgesetzt, der
erste Bauabschnitt (Rückhaltebecken 1 und 2) von 2007 bis 2014 mit
Gesamtkosten von rund 1,9 Millionen Euro, der zweite Bauabschnitt
(Rückhaltebecken 3 und 4) von 2015 bis 2017 mit Gesamtkosten von rund
1,93 Millionen Euro. Finanziert wurden die Kosten von Bund, Land und
Stadtgemeinde.

In ihrer Festrede erinnerte die Landeshauptfrau an das
Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002. In den letzten 15 Jahren hätten
Hochwasserkatastrophen in Niederösterreich rund eine Milliarde Euro
an Schäden verursacht. Das Land Niederösterreich habe auf diese
Katastrophen reagiert und umfassende Maßnahmen gesetzt, etwa durch
den intensiven Ausbau des Hochwasserschutzes, durch das
Hochwassermanagement und durch Prognosesysteme. Mikl-Leitner: „Seit
2002 sind in Niederösterreich fast 500 Hochwasserschutzprojekte
umgesetzt und 870 Millionen Euro investiert worden. 270 Gemeinden
haben mit uns in den Hochwasserschutz investiert.“ Damit sei es
gelungen, den Menschen „mehr Schutz zu bieten und mehr Sicherheit zu
geben“.

Die heutige Eröffnung sei „ein Signal des Familiensinns bei uns in
Niederösterreich“ sowie ein „Signal der Zusammenarbeit“, so die
Landeshauptfrau: „Der Hochwasserschutz ist ein gutes Beispiel, wie
wichtig das Miteinander von Bund, Land und Gemeinden ist“. Sie sei
überzeugt, dass „jeder Euro, den wir in den Hochwasserschutz
investieren, ein richtig investierter Euro ist“.

Bürgermeisterin Ursula Puchebner meinte, der heutige Tag sei „ein
sehr wichtiger Tag für die Bevölkerung, für die Sicherheitskräfte und
für die Stadt“, sie sei auch „sehr dankbar für die Finanzmittel von
Bund und Land“.

Maria Patek, die Leiterin der Sektion Wasserwirtschaft im
Bundesministerium, sprach Grußworte in Vertretung des Bundesministers
Andrä Rupprechter: „Ein herzliches Danke an alle, die zur Umsetzung
dieses Projektes beigetragen haben.“

Über nähere Details zu den Hochwasserschutzmaßnahmen informierte
Dietmar Pichler, der stellvertretende Abteilungsleiter der Abteilung
Wasserbau beim Amt der NÖ Landesregierung: „Der Hauptteil sind die
vier Rückhaltebecken, zwei sind schon länger in Betrieb und haben
sich auch 2013 schon bewährt.“

Im Zuge der Umsetzung des Projektes wurden vier Rückhaltebecken am
Lewingbach errichtet, wobei die Becken 1 und 2 die Zubringer
entlasten und das Ortsgebiet von Eisenreichdornach schützen. Die
linear angeordneten Becken 3 und 4 schützen das Siedlungsgebiet und
das Gewerbegebiet an der B 1, die neue ÖBB-Trasse, das
ÖBB-Umspannwerk sowie weitere Infrastruktureinrichtungen. Durch die
Rückhaltebecken 1 und 2 werden etwa 30 Objekte und Höfe geschützt.
Durch die Becken 3 und 4 werden etwa 50 weitere Objekte, darunter
auch gewerbliche und industrielle Anlagen, geschützt. Der Schutzgrad
ist für das 100-jährliche Ereignis ausgelegt, für bedeutende
Infrastrukturbauten (ÖBB) für 300-jährliche Ereignisse.

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