Beteiligung an Internationaler Standardisierung unverzichtbar

Alpbach in Tirol (OTS) -

  • Fischler: „Für Österreich und Europa gilt es, in der internationalen Standardisierung aktiv zu sein.“
  • Badelt: „‘Austria First‘-Strategie im Bereich der Standards nicht vorstellbar.“

Am Rande der Wirtschaftsgespräche des Forum Alpbach trat der Honorary Board von Austrian Standards gestern zusammen. Das Engagement österreichischer Expertinnen und Experten zur Entwicklung gemeinsamer Europäischer und Internationaler Standards sei für unsere export-orientierte Wirtschaft unverzichtbar, war man sich einig.

Für Franz Fischler, den Vorsitzenden des Honorary Boards, ist eine ‚Austria First‘-Politik im Bereich der Standardisierung nicht vorstellbar. „Nicht nur, dass es verkehrt wäre, hier den Rückmarsch anzutreten – im Gegenteil: Es ist wichtig, genau diese internationale Linie in der Standardisierung zu halten.“ Standards förderten wesentlich die Kohäsion. Ähnlich sieht Wifo-Chef Christoph Badelt das Thema Standards und Normung als Ausdruck wichtiger Kooperation: „Wir leben derart zentral abhängig vom Export, dass es hier keine Alternative gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Sinn machen kann, sich von der internationalen Normung zu verabschieden.“

Die Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny lobt Austrian Standards Beitrag für die Wirtschaft: „Lokales und regionales Denken ist zwar immer notwendig, doch muss es mehr denn je im globalen Kontext erfolgen. Standards sind ein unverzichtbarer Beitrag sowohl für die Koordination wie für die Stärkung des Wettbewerbs. Austrian Standards leistet für beide Ziele hervorragende Arbeit.“

Standards hätten im globalen Kontext auch für Umwelt und Gesellschaft eine zentrale Bedeutung: „Mit der Unterstützung beim Aufbau von Standardisierungsorganisationen z.B. in Indien oder Afrika könnte viel erreicht werden“, sagte Badelt.

Der Honorary Board befasst sich mit langfristigen Entwicklungen in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und setzt sich kritisch mit deren Relevanz für Austrian Standards auseinander. Der Honorary Board unterstützt damit den Verein und gibt Impulse für dessen Strategien.

Über Austrian Standards

Standards sind von Fachleuten erarbeitete Empfehlungen. Sie dienen dem Wohl und der Sicherheit aller, machen das Leben einfacher und sorgen dafür, dass eins verlässlich zum anderen passt. Standards (z. B. ÖNORM) stehen für Qualität und damit für Vertrauen in Produkte und Leistungen. Austrian Standards stellt seit 1920 als unabhängige und neutrale Plattform einen transparenten Prozess zur Entwicklung von Standards in Österreich sicher. Als das österreichische Mitglied von CEN, dem European Committee for Standardization, und ISO, der International Organization for Standardization, ermöglicht Austrian Standards allen, an der Entwicklung von Standards mitzuwirken. So wird sinnvolles und international anerkanntes Fachwissen leicht zugänglich und anwendbar. Austrian Standards beschäftigt 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Standards sorgen in Österreich für ein Mehr an innovativer Wirtschaftsleistung in Höhe von rund 2,5 Mrd. www.austrian-standards.at

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