- 30.08.2017, 09:25:16
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Karas/Köstinger: "Ja zum Gesundheitsschutz, nein zu praxisfernen, überbordenden Detailvorschriften"
ÖVP-Delegation im EU-Parlament legt Veto gegen EU-Fritten-Verordnung ein
Utl.: ÖVP-Delegation im EU-Parlament legt Veto gegen
EU-Fritten-Verordnung ein =
Brüssel (OTS) - Die ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament legt
heute wie angekündigt ein Veto gegen die EU-Fritten-Verordnung ein.
"Denn dass die EU-Kommission auf mehr als 20 Seiten im Detail regeln
will, wie Pommes frittiert und Gebäck gebacken werden soll, ist
überbordend, praxisfern und daher unnötig", sagen die
Europaparlamentarier Othmar Karas und Elisabeth Köstinger.
"Wir treten ganz klar für den Gesundheitsschutz ein und es ist im
Sinne der Lebensmittelsicherheit richtig, dass keine verbrannten
Pommes oder Wiener Schnitzel serviert werden", sagt Köstinger,
Lebensmittelsprecherin der ÖVP im EU-Parlament. Schließlich entsteht
das potenziell krebserregende Acrylamid durch das übermäßige Erhitzen
von stärkehaltigen Nahrungsmitteln. "Doch liegt es ohnehin im
Interesse der Gastronomen, keine verkohlten und
gesundheitsschädlichen Speisen zu servieren. Sonst würden die Gäste
ausbleiben, die Wirte müssten ihre Gasthäuser schließen."
"Farbtabellen für Pommes und ähnliche Streiche brauchen wir daher
nicht. Das ist für Küchen in der Gastronomie überhaupt nicht
umsetzbar", erklärt Köstinger. "Mit der Einreichung des ÖVP-Vetos ist
der erste Schritt getan. Jetzt sind die anderen Parteien gefordert,
dieses Machwerk noch einmal zu prüfen und unseren Einspruch zu
unterstützen", sagen Karas und Köstinger.
In Österreich ist für die EU-Fritten-Verordnung das
Gesundheitsministerium zuständig, das dem entsprechenden Vorschlag
der EU-Kommission zugestimmt hat.
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