• 25.08.2017, 12:27:49
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  • OTS0081

ÖAMTC: Diesel-Fahrverbote in Wien nur nach Volksbefragung

Stickoxid-Überschreitungen durch Verkehrspolitik der Grünen hervorgerufen

Utl.: Stickoxid-Überschreitungen durch Verkehrspolitik der Grünen
hervorgerufen =

Wien (OTS) - Als bürgernahe Alternative zu Fahrverboten für
Diesel-Fahrzeuge verweist der ÖAMTC heute erneut auf eine
Verflüssigung des Verkehrs. Diese hat laut deutscher Studien das
Potenzial, die Stickoxid-Belastung kurzfristig um bis zu 40 Prozent
zu reduzieren. "In der Sache geht es um die Optimierung von
Ampelschaltungen mittels 'Grüner Welle' und einen Stopp für alle
'Stau nach Plan'-Projekte der Stadt Wien", erklärt Bernhard
Wiesinger, Leiter der ÖAMTC Interessenvertretung. "Sollte die
Stadtregierung tatsächlich konkrete Pläne über Diesel-Fahrverbote
entwickeln, müssen die Bürger befragt werden. Die Wiener
Stadtverfassung bietet dafür ja entsprechende Voraussetzungen.
Letztendlich würde es wohl auf eine Volksbefragung 'Grüne Welle oder
Diesel-Fahrverbote' hinauslaufen."

Entspannung hinsichtlich der Emissions-Situation würde in Wien
auch der Bau des Lobautunnels bringen. Einerseits würde ein
beträchtlicher Teil des Schwerverkehrs nicht mehr gezwungen, ins
Stadtgebiet einzufahren, andererseits würde die dadurch erfolgte
Verkehrsentlastung helfen, Staus auf der Südosttangente zu vermeiden.
"Fahrverbote für Diesel-Fahrer können nicht die Antwort auf
Emissions-Probleme sein, die die Grünen durch ihre Verkehrspolitik
des provozierten Staus selbst hervorrufen", stellt Wiesinger klar.

Fahrverbote als Akt der sozialen Ausgrenzung

Darüber hinaus betont der ÖAMTC erneut die soziale Komponente
eines möglichen Diesel-Fahrverbotes. In der Bundeshauptstadt sind
rund 190.000 Dieselfahrer mit Fahrzeugen der Euro-Abgasklassen 0 bis
4 unterwegs. Nimmt man auch die Abgasklasse 5 dazu, wären rund
267.000 Wiener von einem Dieselfahrverbot betroffen. "Mehr als die
Hälfte der Besserverdiener fahren Fahrzeuge der Euroklassen 5 und 6.
Geringverdiener sind dagegen meist mit älteren Fahrzeugen der
Euroklassen 0 bis 4 unterwegs. Fahrverbote wären daher nicht nur
einen kalte Enteignung von Diesel-Besitzern sondern auch ein Akt der
sozialen Ausgrenzung", erklärt Wiesinger.

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