• 25.08.2017, 11:39:52
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  • OTS0061

ÖHV-Reitterer: Ländlichen Raum neu denken, rasch handeln!

Landflucht verhindern heißt bessere Rahmenbedingungen für alle Erwerbstätigen – nicht nur, aber gerade auch im Tourismus.

Utl.: Landflucht verhindern heißt bessere Rahmenbedingungen für alle
Erwerbstätigen – nicht nur, aber gerade auch im Tourismus. =

Wien (OTS) - Bis 2030 soll laut Statistik Austria die Bevölkerung im
ländlichen Raum um bis zu 11 % zurückgehen. „Gegen den schleichenden
Tod des ländlichen Raums muss mehr getan werden“, fordert Michaela
Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung
(ÖHV), die Politik zum Handeln auf: Konzepte nicht nur ausarbeiten,
sondern umsetzen. Es geht um Ortskerne und Gewerbegebiete, um
Gasthäuser, Schulen und vieles mehr: „Das beginnt bei einer Politik
für statt gegen Arbeitgeber und geht hin bis zum Breitbandausbau.
Konzepte sind ja da. Jetzt heißt es sie nachschärfen und umsetzen
statt schleifen lassen.“

Arbeitgeber im ländlichen Raum stärken

Zentrales Motiv für die Landflucht sind Karrieren und
Verdienstmöglichkeiten. Ein Fokus auf Arbeitsplätze ist daher
unerlässlich, verweist die Branchensprecherin „nicht nur, aber
natürlich auch auf den Tourismus als unverzichtbare Leitbranche in
vielen Regionen.“ Von der Politik wünscht Reitterer sich, dass sie
nicht erst dann reagiert, wenn es zu spät ist. Denn es ist ein
intakter Arbeitsmarkt, der die Landflucht bremst. Rahmenbedingungen
müssten adaptiert werden. Dazu gehört Kinderbetreuung nach Maß
genauso wie leistbares Wohnen: „Da hat die Politik zwei Hebel.
Erstens Steuern auf Arbeit senken: Wem mehr bleibt, der kann man sich
mehr leisten. Zweitens Schluss mit der Zweckentfremdung von Wohnraum.
Die Verknappung des Angebots verteuert Wohnen.“

Mitarbeiterintensive Traditionsbetriebe: nicht weniger wert
als Start-ups

Orientieren müsse man sich bei Arbeitsplatz-Offensiven im ländlichen
Raum an Förderungen für Start-ups: „Mikro-Betriebe und
mittelständische Unternehmen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt
werden, sondern einander ergänzen. Die besten Förderungen helfen
Start-ups und Grown-ups, mitarbeiterintensiven Traditionsbetrieben
und EPUs. Das Optimum wäre eine umfassende finanzielle, aber auch
bürokratische Entlastung von Arbeit.“

Streichung der Energieabgabenvergütung: Strafsteuer für den
Tourismus

„Wo wir Arbeitsplätze brauchen, dürfen wir dem Tourismus keine Steine
in den Weg legen“, verweist Reitterer auf die Streichung der
Energieabgabenvergütung für Dienstleister durch die Regierung
Faymann, die von Finanzminister Schelling und Bundeskanzler Kern
verteidigt wird: „Diese Strafsteuer für Arbeitgeber ist ein
Wettbewerbsnachteil für unseren Tourismus. Das kostet Arbeitsplätze
und muss rückgängig gemacht werden.“ Rot-schwarz enthalte den
Dienstleistern 500 Mio. Euro vor. Statt dieser Ungleichbehandlung
brauche es eine effiziente Vermarktung, eine Tourismusstrategie und
mehr ÖW-Budget, verweist Reitterer auf internationale Vergleiche:
„Die Schweiz kann mit ihrer Markenpräsenz deutlich höhere Preise
durchsetzen. Da lässt Österreich viel Geld liegen.“

TOURISMUS.JETZT

Die Bewußtseinskampagne „TOURISMUS.JETZT“ der ÖHV zeigt der Politik
und der breiten Öffentlichkeit, was Österreichs Hotellerie und
Tourismusdienstleister alles leisten und was es braucht, damit das so
bleibt. Die ÖHV hat dabei 6 konkrete Themenfelder für den Tourismus
aufbereite die wir in den nächsten Wochen kommuniziert werden. Weiter
Informationen finden Sie unter: www.oehv.at/tourismus-jetzt

Eine Grafik zur Aussendung finden Sie hier zum Download:
https://goo.gl/6a3yWP © ÖHV

Ein Factsheet zur Weiterentwicklung des Standortes Österreich finden
Sie hier zum Download: https://goo.gl/TR9Cdu

Ein Portraitbild von ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer finde Sie
hier zum Download: https://goo.gl/SnBQsi

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
www.oehv.at/presse

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