• 24.08.2017, 13:41:32
  • /
  • OTS0147

„Meine Wieden“ im „dokFilm“, danach Doku-Premiere „Shoppen in Sopron“

Am 27. August ab 21.55 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 27. August ab 21.55 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Mit „Meine Wieden“ steht ein weiteres filmisches
Bezirksporträt von Chico Klein am Sonntag, dem 27. August 2017, im
„dokFilm“ um 21.55 Uhr in ORF 2 auf dem Programm. Von ihren ganz
persönlichen Beziehungen zum vierten Wiener Gemeindebezirk erzählen
darin Kulturjournalistin und ORF-Moderatorin Barbara Rett,
Psychologin und Autorin Elisabeth Brainin, Schauspieler Albert
Rueprecht, Taxifahrer Herr Franz und Autor Thomas Raab, der auch
durch „seine Wieden“ führt.
Danach, um 23.00 Uhr, präsentiert ORF 2 die neue Dokumentation
„Shoppen in Sopron“ von Filmemacher Martin Polasek über das
ungarische Einkaufsparadies der Österreicher im Wandel der Zeit.

„Meine Wieden“ (21.55 Uhr)

1850 kamen die Ortschaften Wieden, Hungelbrunn und der
Schaumburgergrund zur Stadt Wien und erhielten den Namen Wieden. Die
Wiener/innen kennen den Spruch „in Wieden wohnt man nicht, man wohnt
auf der Wieden“. An Baudenkmälern ist der heute vierte Wiener
Gemeindebezirk reich: Hier befinden sich die Karlskirche, das
Theresianum und das RadioKulturhaus, aber auch das Palais Schaumburg
und das Palais Rothschild, um nur einige Beispiele zu nennen.
Musik und Theater waren in diesem Bezirk seit jeher besonders
wichtig. So gründeten hier gleich drei Männer Klavierfabriken: Ignaz
Stingl, Friedrich Ehrbar und Ignaz Bösendorfer.
Auf der Wieden stand seit dem 18. Jahrhundert Wiens größtes
Mietshaus, das Freihaus. Es war so groß, dass man von einer Stadt in
der Stadt sprechen konnte – sogar ein eigenes Theater existierte
darin und in einem Garten stand das kleine Holzhäuschen, in dem
Mozart die „Zauberflöte“ fertiggestellt haben soll. Erst in den
1970ern wurden die letzten Teile des Freihausviertels abgerissen.
Interessant ist die Geschichte des „Neuen Theaters in der Scala“,
einem legendären, noch im russischen Sektor gegründeten
selbstverwalteten Schauspielhauses.
In lockerer Runde plaudern über den Bezirk, der sie u. a. während
ihrer Kindheit und Jugend geprägt hat, Kulturjournalistin und
ORF-Moderatorin Barbara Rett, Psychologin und Autorin Elisabeth
Brainin, Schauspieler Albert Rueprecht, Taxifahrer Herr Franz und
Autor Thomas Raab, der sich auch als Fremdenführer durch „seine
Wieden“ betätigt.

„Shoppen in Sopron“ (23.00 Uhr)

In den 1980er Jahren, als die ungarische Grenzstadt Sopron noch
jenseits des Eisernen Vorhangs lag und trotzdem für Österreicher
erreichbar war, stand die Befriedigung von Gier im Vordergrund, zum
Beispiel das Aufstöbern von Salami: echte ungarische von der Stange,
und noch dazu unverschämt günstig. Dass die ungarische Bevölkerung
einen vergleichsweise niedrigen Lebensstandard hatte, das
Stadtzentrum in einem ziemlich heruntergekommenen Zustand war und
eine graue, bedrückende Stimmung vermittelte, kümmerte die
Besucherinnen und Besucher aus dem Westen wenig. Heute, mehr als 25
Jahre nach der „Wende“, präsentiert Regisseur Martin Polasek ein
völlig anderes Bild von Sopron: eine komplett wiederhergestellte
Altstadt, die äußerlich erkennen lässt, dass sie bereits seit 1277
als Stadt existiert.
„Eines der ältesten Schmuckkästchen Ungarns, in ihr verschmelzen
Vergangenheit und Gegenwart“, heißt es auf der Website der Stadt.
Blickt man allerdings genauer hin, sieht es nicht sehr nostalgisch
aus. In Sopron regiert nun der Zeitgeist der Gegenwart, der nach
Schönheit, Vitalität und Wohlgefühl strebt. Wobei anscheinend auch
der legendär gewordene Ruf der für die benachbarten Österreicher
günstigeren Angebote der ungarischen Grenzregion beibehalten werden
sollte. Also hat man sich darauf spezialisiert: Hinter den
historischen Fassaden stecken nun Wellness‐Oasen, Frisiersalons und
Schönheitsstudios, eines neben dem anderen, dazwischen nur
unterbrochen durch Zahnkliniken, Dentalstudios und Ähnlichem.
Maniküre? Pediküre? Lust auf ein neues Gebiss oder eine
Laserbehandlung gefällig? Botox? Sogar eine Dracula‐Therapie ist im
Programm. Der einstige Run auf Salami ist durch den Wellnessboom
abgelöst worden.
Allein die Gier dürfte nicht kleiner geworden sein. Denn alles ist
selbstredend unverschämt preisgünstig zu haben. Zumindest für die
Gäste aus dem kostspieligen Österreich. Die Österreicher/innen und
speziell die nur 60 Kilometer entfernt wohnenden Wiener/innen halten
Sopron nach wie vor für eine Art Paradies, in dem sie ihre Sehnsüchte
erfüllbar sehen: stark, reich und schön. Man ist ja schließlich – EU
hin oder her – noch immer im preisgünstigen Ausland.

Beide Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF
SPORT + und 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle
Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen
HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die
ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz
Österreich persönliche Hilfestellung.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GOK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel