• 21.08.2017, 11:03:42
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Open Alm in Alpbach 2017: Politik und Wirtschaft im Zeichen des Schafes

Gaben Impulse zu Möglichkeiten der Digitalisierung im
Gesundheitswesen (v. li.): Mag Hanns Kratzer, PERI Consulting; Dr.
Hans Steindl, Kammeramtsdirektor der Österreichischen
Apothekerkammer; Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin
der Österreichischen Apothekerkammer; Prof. Dr. Reinhard Riedl,
Leiter des Transdisziplinären BFH-Zentrums Digital Society in Bern.

Wien/Alpbach (OTS) - Namhafte Experten und Entscheidungsträger aus
Österreichs Gesundheitswesen folgten am 19. August der Einladung der
PERI Group zur Open Alm auf die alte Schafalm des Böglerhofs in
Alpbach. Mit dem Abend wurden die „Gipfelgespräche auf der Schafalm“
der PERI Group eröffnet, die von 18. bis 21. August 2017 bereits zum
vierten Mal auf der gleichnamigen Alm stattfinden. Den Impulsvortrag
zum Thema „Chancen der Digitalisierung für die Gesundheitsberufe:
Heute-Morgen-Übermorgen“ bestritt heuer Prof. Dr. Reinhard Riedl,
Leiter des Transdisziplinären BFH-Zentrums Digital Society in Bern.
Weitere Sprecher waren Apothekerkammer-Präsidentin Mag. pharm. Dr.
Ulrike Mursch-Edlmayr und Dr. Hans Steindl, Kammeramtsdirektor der
österreichischen Apothekerkammer.

Mag. Hanns KRATZER, Geschäftsführer der PERI Group, begrüßte die
zahlreich anwesenden Experten und Entscheidungsträger aus dem
österreichischen Gesundheitssystem zur „Open Alm“, welche die
„Gipfelgespräche auf der Schafalm“ eröffnete. Im Rahmen der
Veranstaltung wurden die Gäste in die Thematik der zunehmenden
Digitalisierung im Gesundheitswesen und deren Bedeutung für den
Apothekerberuf in Österreich heute, morgen und übermorgen.

Chancen der Digitalisierung für die Gesundheitsberufe

Prof. Dr. Reinhard Riedl, Leiter des Transdisziplinären BFH-Zentrums
Digital Society in Bern, führte in seinem Impuls zum Thema aus, dass
die Digitalisierung bereichsübergreifend neuen Mustern der
Veränderung folgt. „Diese unterscheiden sich von den ‚natürlichen‘
Annahmen und Erwartungen stark, obwohl oder weil sie historischen
Vorbildern entsprechen. Um die Zukunft gestalten zu können, ist es
wichtig die Veränderungsmuster zu verstehen und sich für den
anstehenden Wandel vorzubereiten“, so Riedl. Die Digitalisierung
heute ermöglicht wesentlich bessere und einfachere Arten des
Informationszuganges, wobei online und offline Methoden idealerweise
verbunden werden sollten. Bezüglich der Chancen der Digitalisierung
von morgen führte Riedl aus, dass sich die Werkzeuge der künstlichen
Intelligenz in den nächsten Jahren stark verbessern werden, die
Software wird zukünftig auch einen menschlichen Faktor bieten können.
Daher muss die Interaktion zwischen Mensch und Maschine übermorgen
noch stärker forciert werden, indem Experten aus den Fachdisziplinen
sich mit Informatikern vernetzen und austauschen. „Für Übermorgen
ist es wichtig, die neuen Werkzeuge der IT zu nutzen, um die
einzelnen Fachdisziplinen im Gesundheitswesen weiter zu entwickeln“,
betonte Riedl abschließend.

In weiterer Folge beleuchtete Dr. Hans Steindl, Kammeramtsdirektor
der Österreichischen Apothekerkammer, den Status Quo der Apotheker in
Österreich von heute. „Wir müssen das, was sich auch
gesundheitspolitisch bewährt hat, bewahren und gleichzeitig darauf
schauen, dass die Rahmenbedingungen für die Apothekerschaft so
gestaltet werden, dass sich der Beruf weiter entwickeln kann“, führte
Steindl aus. Die geregelte Niederlassung führe zu bedarfsgerechter
Eröffnung von Apotheken. In den vergangenen 30 Jahren sei die Anzahl
der öffentlichen Apotheken um 500 gestiegen. Wichtig sei auch die
freiberufliche Organisation, die unabhängige Beratung ermögliche, so
Steindl weiter, der sich außerdem gegen eine „Trivialisierung der
Arzneimittel durch Liberalisierungstendenzen“ aussprach. Im Hinblick
auf die Rahmenbedingungen müsse man schließlich auch die
„Gesundheitsziele Österreich“ im Auge behalten: „Unter anderem sehen
die Gesundheitsziele vor, die gesunden Lebensjahre zu erhöhen, das
heißt, die Menschen sollen nicht nur älter werden, sondern auch
gesund altern“, sagte Steindl. Die Apotheken könnten dabei eine große
Rolle spielen.

Darauf aufbauend referierte Mag.pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr,
Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, über die Chancen
der Apotheker in Österreich morgen und übermorgen. „Derzeit ist es
so, dass jeder Mensch in Österreich innerhalb von neun Minuten eine
Apotheke erreichen kann, täglich versorgen wir rund 400.000
Menschen“, so Mursch-Edlmayr. Die österreichischen Apotheken seien im
Sinne der technischen Ausstattung für die Herausforderungen der
kommenden Jahre gut gerüstet, führte die Präsidentin weiter aus: „Wir
arbeiten seit Jahren mit verschiedenen technischen Applikationen und
haben keine Scheu davor, das auch in Zukunft zu tun. Der Maßstab für
die Qualität der Digitalisierung ist, wie weit sie uns Apothekern
hilft, bessere Arbeit zu machen. Wenn das nicht der Fall ist, sind
die IT-Werkzeuge schlecht designt.“ Neben der Digitalisierung und der
stärkeren Einbindung der Technik in die täglichen Abläufe werde in
den kommenden Jahren aber auch eine intensivere Zusammenarbeit mit
den anderen Gesundheitsberufen notwendig sein, betonte
Mursch-Edlmayr. „Wir müssen außerdem über die aktuelle
Legislaturperiode hinausdenken. Wir müssen langfristig denken und uns
auf alles vorbereiten, was kommt. Nur so können wir die Apotheken fit
für die Zukunft machen“, sagte die Präsidentin zum Abschluss.

Zahlreiche Vertreter aus dem Gesundheitssystem

Mit der PERI Group feierten unter anderem Martina ANDITSCH (AKH
Wien), Christoph DACHS (ÖGAM), Kirsten DETRICK (Takeda Pharma GmbH),
Gerhard FLENREISS (SVA), Gabriele HEINISCH-HOSEK (Abg. z. NR),
Michael HEINRICH (Österreichische Ärztekammer), Gernot IDINGER
(GESPAG), Thomas JUNGBLUT (ÖGAM), Gerhard KOBINGER (Österreichische
Apothekerkammer), Michaela LANGER (Berufsverband Österreichischer
Psychologinnen), Manfred MAIER (MedUni Wien), Sebastian MÖRTH (KAV),
Petra RIEGLER (Barmherzige Brüder Eisenstadt), Hannes SALZBURGER
(Merck, Sharp & Dohme Ges.m.b.H.), Martin SCHAFFENRATH
(Hauptverband), Ines VANCATA (Roche Austria), Thomas VEITSCHEGGER
(Österreichischer Apothekerverband) uvm.

Gesundheit & Politik: Gipfeltreffen auf der Schafalm

Im Rahmen der von PERI Group veranstalteten Workshops,
Hintergrundgespräche und Expertendiskussionen werden in gewohnter
Weise Positionen präsentiert, Zusammenhänge hergestellt, Meinungen
geteilt, Ideen entwickelt und Lösungen ermöglicht. Ein offener
Austausch und die gemeinsame Entwicklung neuartiger Ansätze stehen
dabei im Vordergrund. „Die Kombination aus informeller
Zurückgezogenheit im „Tal der Denker“ bei gleichzeitig vorhandener
hochwertiger Infrastruktur für Diskussionen und Workshops wird es
erlauben, im Rahmen der Gipfelgespräche auf der Schafalm auch klare
inhaltliche Fortschritte zu erarbeiten“, so Mag. Hanns KRATZER.
Weitere Informationen: www.schafalm-gesundheit.at

Über die PERI Group

Die PERI Group ist ein umfassender Full-Service Dienstleister und
beschäftigt sich mit der Entwicklung, Betreuung und Umsetzung von
Projekten im österreichischen Gesundheitssektor. Sie ist eine Gruppe
von Unternehmen, die sich auf verschiedene Teilbereiche und
abgestimmte Dienstleistungen im Gesundheitsbereich spezialisiert
haben. Das breitgefächerte Portfolio deckt strategisches Networking
und Marketing- bzw. Vertriebsstrategien, die Aufbereitung von
medizinischen state-of-the-art Forschungsergebnissen zur Verwendung
in der Praxis sowie klassische Kommunikationskonzepte in Werbung und
PR ab. Durch das Zusammenlegen verschiedener Kompetenzen und das
„pooling“ von langjähriger Erfahrung und Wissen, entwickelt die
Gruppe für Ihre Herausforderung individuell zugeschnittene
Lösungskonzepte. Zur PERI Group zählen: PERI Consulting GmbH, PERI
Human Relations GmbH, PERI Marketing & Sales Excellence GmbH, PERI
Business Development GmbH, PERI Change GmbH mit ihren Partnern Update
Europe und Welldone Werbung und PR GmbH. Weitere Infos unter
www.perigroup.at

Weitere Bilder folgen demnächst in unserem Pressecorner:
http://presse.welldone.at/

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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