• 20.08.2017, 10:49:27
  • /
  • OTS0008

"Forum Alpbach": Bürgler für Besinnung auf "gute Konfliktkultur"

Innsbrucker Diözesanadminstrator warnt bei Festgottesdienst zum "Tirol-Tag" vor Zuspitzung und Demagogie in gesellschaftlichen wie politischen Auseinandersetzungen: "Wer nur laut schreit, mag auf den ersten Blick der Stärkere sein, aber er erschließt keinen Weg für die Zukunft und ermöglicht keine Lösung"

Utl.: Innsbrucker Diözesanadminstrator warnt bei Festgottesdienst
zum "Tirol-Tag" vor Zuspitzung und Demagogie in
gesellschaftlichen wie politischen Auseinandersetzungen: "Wer
nur laut schreit, mag auf den ersten Blick der Stärkere sein,
aber er erschließt keinen Weg für die Zukunft und ermöglicht
keine Lösung" =

Innsbruck-Salzburg (KAP) - Zur Neubesinnung auf eine "gute
Konfliktkultur" in Politik und Gesellschaft hat der Innsbrucker
Diözesanadministator Jakob Bürgler beim "Forum Alpbach" aufgerufen.
"Durch Zuspitzung und Demagogie, durch die Strategie von
Vereinfachung und Abwertung anderer Menschen und Positionen erleben
wir eine Zunahme an Konfliktpotenzial", sagte er am Sonntag beim
Gottesdienst zum "Tirol-Tag" des Forums in der Pfarrkirche Alpbach.
Umso wichtiger sei es, "viel in eine gute Konfliktkultur zu
investieren und mit Nachdruck auf Wege der Kooperation zu achten".

Das "Forum Alpbach" steht heuer bis 1. September unter dem
Generalthema "Konflikt und Kooperation". Konflikte gehörten zum
menschlichen und gemeinschaftlichen Leben, stellte Bürgler in seiner
Predigt klar. Wer immer nur den Weg des geringsten Widerstandes gehe,
nehme dem Leben die Dynamik des Fortschritts und der Entwicklung. Der
Diözesanadministator erinnerte an den Streit zwischen den Aposteln
Paulus und Petrus und das erste Apostelkonzil der Kirche als Beispiel
für die Austragung eines Konflikts, der "Ausweg und eine dynamische
Zukunft eröffnet" habe.

Konstruktive Auseinandersetzungen lebten von klaren Aussagen, dem
Abwägen von Argumenten und der Fähigkeit zur Differenzierung, betonte
Bürgler. "Wer nur laut schreit, mag auf den ersten Blick der Stärkere
sein, aber er erschließt keinen Weg für die Zukunft und ermöglicht
keine Lösung." Wichtig sei auch die jeweilige Zielabklärung ohne die
"ein Streit ins Nichts führt" sowie die tatsächlich gemeinsame Suche
nach einem Ausweg und Kompromiss, der die Züge von Versöhnung und
Einheit trage. "Sosehr das manchmal im medialen oder politischen
Alltag unmöglich erscheint: Wenn die Frage des Gewinnens im
Vordergrund steht, sind einer nachhaltigen Kooperation schon die
Flügel gestutzt. Wer nur auf sich schaut, riskiert mit seinem
Untergang auch den Untergang aller", mahnte der Innsbrucker
Diözesanadministrator.

Im Anschluss an den Festgottesdienst erfolgte der Festakt zum
Alpbacher "Tirol-Tag" mit Forumspräsident Franz Fischler und den
Landeshauptleuten von Tirol, Südtirol und dem Trentino, Günther
Platter, Arno Kompatscher und Ugo Rossi. Unter den Teilnehmern waren
auch Umweltminister Andrä Rupprechter und Grünen-Bundessprecherin
Ingrid Felipe.

((forts. mgl.)) GUT
Copyright 2017, Kathpress (www.kathpress.at). Alle Rechte vorbehalten

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel