- 09.08.2017, 13:04:06
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ÖAMTC fordert Pkw-Umtauschprämien von Herstellern auch für Österreich
Club zeigt umfassende Lösungswege zur NOx-Reduktion auf
Utl.: Club zeigt umfassende Lösungswege zur NOx-Reduktion auf =
Wien (OTS) - In den vergangenen Tagen haben mehrere deutsche
Fahrzeug-Hersteller Umtauschprämien für Fahrzeuge bis inklusive
Abgasklasse Euro 4 angekündigt. "Derzeit gilt das Angebot leider nur
für Deutschland und ist teilweise mit Ende des Jahres befristet. Es
muss Ziel des Dieselgipfels sein, dass österreichische Autofahrer
auch in Genuss dieser Umtauschprämie kommen", fordert Bernhard
Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung. Notwendig ist auch,
diese Prämie über den Jahreswechsel hinaus zu gewähren, damit
möglichst viele Fahrzeuge mit modernster Reinigungstechnologie auf
die Straße kommen.
Diese Umtauschprämie würde die bisherigen ÖAMTC-Forderungen zur
NOx-Reduktion ideal ergänzen. Im Detail schlägt der Club vor:
* Ökoprämie-NEU für Euro 0 bis 3-Pkw (34 Prozent des Pkw-Bestandes in
Österreich): Diese Fahrzeuge sind für 50 Prozent des NOx-Ausstoßes
und für 95 Prozent der motorischen Feinstaub-Emissionen
verantwortlich. "Tauscht man nur 150.000 dieser Fahrzeuge in drei
Jahren, würde das den NOx-Gesamtausstoß um fünf Prozent und den
Feinstaub-Ausstoß um zehn Prozent reduzieren", rechnet der Leiter der
ÖAMTC-Interessenvertretung vor. Mit der Ökoprämie-NEU könnte man
zudem niedrigste Einkommensklassen unterstützen, die
überdurchschnittlich oft ältere Fahrzeuge besitzen. "Daher ist es
gerechtfertigt, dafür öffentliches Geld in Hand zu nehmen", so
Wiesinger.
* Umtauschprämien für Euro 4-Pkw (28 Prozent des Diesel-Bestandes)
und älter: Herstellerprämien würden, wie bereits beschrieben, auch in
Österreich zur rascheren Verjüngung der Fahrzeugflotte führen. "Ziel
des Dieselgipfels muss es sein, für Österreich dieselben
Zugeständnisse der Auto-Hersteller zu erreichen, wie sie in
Deutschland zugesagt wurden. Österreicher dürfen nicht Konsumenten
zweiter Klasse sein", stellt der Leiter der
ÖAMTC-Interessenvertretung klar.
* Software- und Hardware-Nachrüstung für Euro 5 und 6-Fahrzeuge (38
Prozent des Diesel-Bestandes): Das von den Herstellern bereits
angekündigte freiwillige Software-Update für Euro 5 und Euro
6-Fahrzeuge würde ebenfalls eine merkliche NOx-Reduktion bringen. Die
Politik ist allerdings gefordert, ähnliche Zusagen, wie sie deutsche
Hersteller gegeben haben, auch von anderen Herstellern zu erreichen.
Da die Erfahrungen des Clubs mit den VW-Software-Updates zeigen, dass
alleine damit eine Reduktion von 25 Prozent NOx nicht erreicht werden
kann, spricht sich der ÖAMTC auch für Hardware-Nachrüstungen ein – wo
das technisch möglich ist.
* Grüne Welle: Die so genannte 'Verstetigung des Verkehrs' durch die
Grüne Welle bringt laut einer deutschen Studie bis zu 25 Prozent
NOx-Reduktion. "Hier haben wir neben den technischen Verbesserungen
der Fahrzeuge noch das meiste Potenzial zur Verbesserung unserer
Luft-Qualität", erklärt Wiesinger.
Kein Ablaufdatum für Verbrennungsmotoren
Der ÖAMTC warnt erneut vor einem immer wieder genannten Enddatum für
Verbrennungsmotoren. "In Großbritannien wird über das Jahr 2040
diskutiert. Verkehrsminister Leichtfried hat für Österreich das Jahr
2030 ins Spiel gebracht, gestern hat der WWF 2025 gefordert. Hier
unterbieten sich die Diskussionsteilnehmer. Das hat nichts mit der
technischen Realität und der Realität der Menschen zu tun",
kritisiert Wiesinger. "Außerdem werden in dieser Diskussion Diesel-
und Benzin-Fahrzeuge, die dann auf der Straße sind, leider oft
ausgespart. Das verunsichert Millionen Menschen und gefährdet
Milliarden-Werte."
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