• 03.08.2017, 15:00:05
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  • OTS0123

SJ/VSStÖ ad SPÖ: „Corbyn hat’s vorgezeigt: ein klarer, linker Kurs zahlt sich aus!“

Jeremy Corbyn muss Vorbild sein: er schreckte vor mutigen Forderungen nicht zurück, begeistert die Jugend und holte 20% auf!

Utl.: Jeremy Corbyn muss Vorbild sein: er schreckte vor mutigen
Forderungen nicht zurück, begeistert die Jugend und holte 20%
auf! =

Wien (OTS) - „Klare Positionen, zu denen man steht, bringen Erfolg.
Corbyn holte so aus einer scheinbar aussichtslosen Lage 20% auf und
liegt in aktuellen Umfragen bereits vorn“, so Julia Herr, Vorsitzende
der Sozialistischen Jugend Österreich und Katharina Embacher,
Vorsitzende des Verbands Sozialistischer Student_innen, vor dem
heutigen SPÖ-Bundesparteirat. „Corbyn politisierte, organisierte und
mobilisierte hunderttausende, vor allem junge Menschen. Er hat mit
linken Forderungen für Begeisterung gesorgt. Das kann die SPÖ auch!“,
sind sich die Vorsitzenden sicher und halten den Rückstand in
Umfragen für aufholbar: „Aber nur wenn die SPÖ endlich einen klaren
und linken Kurs fährt!“

„Seit Jahren vertritt Corbyn seine Positionen standhaft und hat so
ein starkes und glaubwürdiges Profil. Das wissen die Menschen zu
schätzen!“, sind sich Herr und Embacher sicher. „Er kämpfte
entschlossen für anfangs unpopuläre Ideen und konnte so Menschen
überzeugen. Mehrheiten für die eigenen Positionen werden nicht
gefunden, sondern errungen“, ziehen sie Schlüsse aus Corbyns Kurs.
Ein inhaltlich dichtes Wahlprogramm vorzulegen, ist für sie ein
wichtiger Schritt, doch fordern sie mehr Mut zu einem linken Kurs mit
Ecken und Kanten.

„Die Reichen werden immer Reicher, die Armen immer Ärmer. Das wissen
die Menschen und sind zurecht darüber erbost. Das ist eine
Steilvorlage für die SPÖ, die wir entschlossen ergreifen müssen!“,
fordert Julia Herr. „Mit der Millionärssteuer haben wir die einzig
richtige Antwort“, ist die SJ-Vorsitzende überzeugt und ist um so
verwunderter, dass sie sich nicht im Wahlprogramm wieder findet. „Die
inhaltlichen Argumente sind auf unserer Seite. Da dürfen wir nicht
zögern, sondern müssen entschlossen für mehr Gerechtigkeit
eintreten!“, so Herr.

„Wir müssen weg vom Elitendenken in der Bildung. Gute Bildung steht
uns allen zu!“, so Katharina Embacher. Ihr reichen die Forderungen im
Wahlprogramm nicht weit genug. „Als Sozialdemokratie müssen wir uns
immer fragen: Wer hat Zugang zu den Unis? Wem werden Hürden in den
Weg gelegt? Wir müssen auch hier die soziale Frage in den Mittelpunkt
stellen!“, so die rote Studierendenvertreterin weiter. Für sie
braucht es beispielsweise eine Orientierungsphase für angehende
StudentInnen, außerdem müssen soziale Schieflagen und
gesellschaftliche Herausforderungen im Studium mehr Platz erhalten.

Noch sind es über zwei Monate bis zur Wahl, mehr Zeit als Corbyn
hatte, bei weniger Abstand zur ÖVP. Für die beiden Vorsitzenden
braucht es jetzt einen mutigen, sozialen Wahlkampf, der die
entscheidenden Fragen anspricht: die wachsende Ungleichheit, die
Arbeitslosigkeit, die ungerechte Besteuerung von ArbeiterInnen im
Vergleich zu Reichen, die Herausforderungen in Bildung, Wohnen und
Gesundheit! „Die Zeit drängt. Corbyn hat’s vorgezeigt, jetzt sind wir
an der Reihe“, so Herr und Embacher abschließend.

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