Initiative Denkmalschutz: „Das erste Grand Hotel Wiens darf vom Bundesdenkmalamt (BDA) nicht filetiert werden!“ (2., Taborstraße 18)

Für den von Ludwig Förster und Theophil Hansen 1848 erbauten herausragenden Markstein späterer Ringstraßenhotels ist eine Teilunterschutzstellung in potemkinscher Manier zu befürchten

Wien (OTS) - Zwischen Wiens allererstem Bahnhof und der Innenstadt entstand das wohl früheste Grand Hotel der Monarchie, eines oder das fortschrittlichste Hotel Europas, Orientierungsbau für spätere Ringstraßenhotels! Dachgarten mit Springbrunnen und Blick über Wien, Hebevorrichtung für Gäste - noch vor Erfindung des Aufzugs, Heiß- und Kaltluft mittles Dampfmaschine sowie Wasserklosetts boten Luxus pur.

Gesamterhalt statt denkmalpflegerische Bankrotterklärung

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder will sich um dieses Gebäude in der Leopoldstadt erweitern, was einer Zerstörung der einzigartigen Innenstruktur mit ihrem ungewöhnlichen Grundriss gleichkäme. In Bälde ist der Schutzbescheid des BDA zu erwarten, jedoch ist zu befürchten, dass wesentliche Teile des Baujuwels vom Schutz ausgenommen werden. Es wäre eine denkmalpflegerische Bankrotterklärung, wenn hier dem Druck von Politik und Eigentümer nachgegeben wird. Der Gesamterhalt wird auch von Denkmalexperten und Architekturhistorikern unterstützt.

Rückfragen & Kontakt:

Markus Landerer und Claus Süss, Initiative Denkmalschutz, 0699 / 1024 4216 und 0676 / 740 43 27, www.initiative-denkmalschutz.at

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