Grüne: Kärnten braucht eine Tierschutzstrategie

Grüne fordern lückenlose Aufklärung und legen ein Tierschutz-Maßnahmenpaket für Kärnten vor

Klagenfurt (OTS) -  „Jeder Tierquälerei-Vorfall ist einer zu viel. Auch wenn einige nicht müde werden, mantramäßig zu wiederholen, dass es sich um sogenannte Einzelfälle handelt, so stimmt die Anzahl der zu Tage getretenen Einzelfälle nachdenklich: Der Schweinemastskandal sowie der Schlachthofskandal in Klagenfurt seien an dieser Stelle nur als zwei prominente Beispiele angeführt. Da gibt es nichts zu verharmlosen oder zu beschönigen. Genauso stimmt nachdenklich, wie viele Skandale noch unentdeckt sind, ungeachtet der großen Mehrheit der Betriebe, in denen alle Vorschriften und Vorgaben eingehalten werden. Tiere sind Lebewesen mit denen man respektvoll umgehen muss – keine auf vier Beinen wandelnde Fleischware, die uns aufgetischt wird“, so die Klubobfrau der Grünen im Kärntner Landtag Barbara Lesjak. Dem fügt sie hinzu: „Die im Raum stehenden Tierquälerei-Skandale müssen lückenlos aufgeklärt werden.“


„Um das Tierwohl nachhaltig sicherzustellen, braucht Kärnten eine Tierschutzstrategie. Die zentrale Forderungen sind Bewusstseinsbildung, die Kontrollmechanismen zu optimieren sowie dafür zu sorgen, dass unabhängige Kontrollen gewährleistet sind. Darüber hinaus gilt es die Kontrollen qualitativ zu verbessern und zu verschärfen. Genauso müssen systemimmanente Fehler behoben werden“, erklärt der internationale Tierschutzexperte, Alexander Rabitsch. Aus Sicht von Rabitsch und den Grünen müssen daher folgende Maßnahmen dringend ergriffen werden:
• Tierschutzstrategie für Kärnten
• Änderung der Referatseinteilung der Landesregierung 
• Amtsinterne Überprüfung der Tätigkeit der Veterinärdirektion
• Änderung der Tierschutzkontroll-Verordnung und des Tierärztegesetzes

Entsprechende Anträge werden in der morgigen Landtagssitzung von den Grünen im Kärntner Landtag eingebracht.
„Wir wollen die LandwirtInnen und Schlachtbetriebe nicht kriminalisieren. Die meisten Betriebe arbeiten einwandfrei. Es gilt aber die schwarzen Schafe, die mit ihrem unverantwortlichen Handeln die gesamte Fleischwirtschaft in Misskredit bringen, herauszufiltern und gegen Tierquälerei konsequent vorzugehen. Ein konsequentes Vorgehen gegen unsaubere Fleischbetriebe kommt letztendlich auch jenen Betrieben zugute, die sich an die Regeln halten und sauber arbeiten“, so Lesjak. „Tierschutz fängt aber auch bei uns selbst an. Mit bewusstem Konsumverhalten kann man den Billigfleischangeboten eine klare Absage erteilen. Mit Bio-Produkten aus der Region, die mit entsprechenden Tierschutzlabels ausgestattet sind, kann jedeR Einzelne zu einem besseren Umgang mit Tieren beitragen“, schließt Lesjak.


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