ARBÖ: Handyvideo am Steuer – der oftmals tödliche Modetrend erreicht Österreich !

Liveübertragung auf YouTube, Facebook und Co: am Steuer eine schwere Missachtung der Vorschriften, die außerdem schon mehrfach zu schweren Unfällen führte Liveübertragung auf YouTube, Facebook und Co: am Steuer eine schwere Missachtung der Vorschriften, die außerdem schon mehrfach zu schweren Unfällen führte

Wien (OTS) - „So eine dumme und dazu unnötige Gefährdung des eigenen Lebens bzw. der Leben der anderen Verkehrsteilnehmer habe ich selten gesehen“, erschreckt sich  ARBÖ Verkehrsexperte Jürgen Fraberger. Das Telefonieren im Auto  ist bekanntlich nur mehr mit Freisprecheinrichtung erlaubt. Wird das moderne Smartphone als Navigationssystem verwendet, muss es im Wageninneren befestigt sein. Die gewünschte Route darf während der Fahrt nicht programmiert werden. Des Weiteren ist auch das Lesen und Schreiben von Nachrichten aller Art während der Fahrt untersagt. Genauso ist Internetsurfen und das Statusupdate auf den Social-Media-Kanälen absolutes Tabu und auch strafbar. „Wie kommt man also darauf, dass man sich selbst beim Autofahren filmt“, ist Jürgen Fraberger unklar. In der Hoffnung, möglichst viele Klicks und Likes mit seinen Video-Live-Übertragungen zu erreichen, stürzt man sich in unnötige Gefahrensituationen. Neben der Gefährdung von anderen und von sich selbst, sind auch die rechtlichen Aspekte zu bedenken. Vor allem, wenn die Lenker und/oder Kennzeichen anderer Fahrzeuge auf den Videos zu sehen sind.  Eine Videoüberwachung im öffentlichen Raum, im Sinne des Sicherheitspolizeigesetzes, ist aufgrund des staatlichen Gewaltmonopols nur im Rahmen des Sicherheitspolizeigesetzes durch die Sicherheitsbehörden bzw. die spezielle Ermächtigung des Paragraph 98e Straßenverkehrsordnung für die Überwachung aus Fahrzeugen durch die Polizei zulässig.  

In jüngster Vergangenheit gab es bereits mehrere Fälle, bei denen Ablenkung durch das Filmen oder Filmen-Lassen am Steuer die Unfallursache war. Laut Statistik Austria passierten im letzten Jahr durchschnittlich ein Drittel aller Verkehrsunfälle auf Grund von Ablenkung. Diese Art der Ablenkung durch Internet-Videos ist neu und kann für alle Insassen und andere Verkehrsteilnehmer gravierende Folgen haben. Der ARBÖ appelliert an alle Autofahrer:

 

  • Nicht selbst mit dem Handy während der Fahrt zu hantieren!
  • Den Beifahrer dazu auffordern, nicht während der Fahrt den Lenker mit Videos abzulenken!

(Schluss)

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