OECD stellt Österreich in Länderbericht 2017 gutes Zeugnis aus

Heimische Wirtschaft wächst kräftig, Österreich bei Digitalisierung über EU-Schnitt – Leichtfried/Duzdar fordern Tablets für alle Schülerinnen und Schüler

Wien (OTS) - Österreichs Wirtschaft befindet sich im Aufwärtstrend. Das geht aus dem diesjährigen OECD Länderbericht für Österreich hervor. „Die OECD stellt uns ein gutes Zeugnis aus: Wir haben die Trendwende geschafft, unsere Wirtschaft wächst wieder kräftig. Jetzt müssen wir drauf schauen, dass dieser Aufschwung bei allen ankommt. Die Leute müssen spüren, dass es wieder bergauf geht“, so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried und Digitalisierungsstaatssekretärin Muna Duzdar heute bei der gemeinsamen Präsentation des Berichts, die von Mari Kiviniemi, stellvertretende Generalsekretärin der OECD vorgenommen wurde.

Die digitale Kluft zu schließen sei eine der großen Aufgaben unserer Zeit. „Die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern, darf nicht von der Geldbörse abhängen. Daher wollen wir, dass in Zukunft kein Kind ohne digitale Kompetenzen die Schule verlässt. Die nötige Basis dafür sind Tablets und Laptops für alle Kinder und eine verbesserte Ausbildung für Pädagoginnen und Pädagogen. So wie Kreiskys Gratisschulbuchaktion die Schule in Österreich revolutioniert hat, so müssen wir das auch in der heutigen Zeit tun. Damit jedes Kind eine gerechte Chance erhält“, sagt Digitalisierungsstaatssekretärin Muna Duzdar.

Infrastrukturminister Leichtfried: „Mit der Breitbandmilliarde bringen wir schnelles Internet ins ganze Land. Wir schließen etwa unsere Schulen an Glasfaserkabel an. Aber das schnellste Internet nützt nichts, wenn unsere Schulkinder nur Block und Bleistift zur Hand haben. Ein Tablet für jede Schülerin und jeden Schüler, das ist das Um und Auf. So machen wir unsere Kinder fit für die digitalisierte Zukunft.“

Die OECD spreche die Herausforderungen neuer Arbeitsformen völlig zu Recht an und weise auch darauf hin, dass internationale Regelungen notwendig seien. „Hier brauchen wir neue, faire Regeln, die Crowdworking zwar ermöglichen, aber für faire Entlohnung sorgen und gute Arbeitsbedingungen für Crowdworker schaffen. Hier gilt es, den internationalen Druck zu erhöhen. Die Empfehlungen der OECD bestärken uns darin“, so Duzdar.

„Wir haben viel getan, um Österreich nach vorne zu bringen. Damit geben wir uns aber nicht zufrieden. Wir werden unseren Standort so herrichten, dass unsere Betriebe und alle Österreicherinnen und Österreicher davon profitieren, etwa mit der Forschungsprämie, dem Start-up-Paket und weniger Steuern auf Lohn und Einkommen“, so Leichtfried. Der Standort Österreich sei attraktiv für ausländische Unternehmen, so der Infrastrukturminister. Das zeige der Rekord an 319 ausländischen Betrieben, die sich 2016 neu in Österreich angesiedelt haben. Zuletzt hatte die britische Fluglinie easyJet angekündigt, ihre Europa-Zentrale nach Wien zu verlegen.

Der OECD-Länderbericht wird im Abstand von zwei Jahren erstellt. Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe steht neben den Ausführungen zu Budget- und Steuerfragen der diesjährige Themenschwerpunkt „Digitalisierung“. Es wurde analysiert, wie der digitale Wandel in Österreich erfolgt und wie sich der Arbeitsmarkt im Zeitalter der Digitalisierung inklusiv gestalten lässt. Die OECD gibt dazu eine Reihe von Empfehlungen ab.

Staatssekretärin Duzdar und Bundesminister Leichtfried besuchten heute überdies die Kinderuni Wien, wo ein Workshop mit Tablets gegeben wurde.

Der Bericht ist abrufbar unter:
www.oecd.org/berlin/publikationen/economic-survey-austria-2017.htm

Bilder zu diesen Veranstaltungen sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes http://fotoservice.bundeskanzleramt.at kostenfrei abrufbar.

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