• 15.07.2017, 08:00:01
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„profil“ dokumentiert Ungereimtheiten bei Gegengeschäften

Isle-of-Man-Briefkasten legte für angebliche Leistungen Rechnungen über 58,3 Millionen Euro

Utl.: Isle-of-Man-Briefkasten legte für angebliche Leistungen
Rechnungen über 58,3 Millionen Euro =

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin „profil“ veröffentlicht in seiner
Montag erscheinenden Ausgabe neue Erkenntnisse zu den
Eurofighter-Gegengeschäften. Laut einem dem Magazin vorliegenden
Bericht der italienischen Finanzpolizei legte eine Columbus Trade
Services Limited mit Sitz auf der Isle of Man für die angebliche
Vermittlung von Gegengeschäften zwischen 2005 und 2006 13 Rechnungen
über insgesamt 58,3 Millionen Euro. Adressiert waren diese Rechnungen
an die Londoner Vector Aerospace LLP, die von EADS Deutschland 2004
mit der „Generierung“ von Gegengeschäften beauftragt worden war. Wie
viel davon tatsächlich bezahlt wurde, ist unklar. Nach Erkenntnissen
von Ermittlern soll Vector zumindest 13,5 Millionen Euro an Columbus
überwiesen haben. „profil“ liegt unter anderem eine Columbus-Rechnung
an Vector vom 10. Mai 2005 vor. Darin forderte Columbus für nicht
näher ausgeführte Leistungen rund um drei Aufträge des
Daimler-Konzerns an Magna-Steyr 5,1 Millionen Euro an Provisionen.
Dabei handelte es sich allerdings um Aufträge, welche EADS
Deutschland zuvor direkt bei Daimler akquiriert hatte, um diese vom
Wirtschaftsministerium auf das Kompensationsvolumen anrechnen zu
lassen – was auch größtenteils geschah. Dafür musste der
Rüstungskonzern selbst schlussendlich annähernd 1,9 Millionen Euro
Vergütung an Daimler überweisen. Hinter Columbus und Vector sollen
nach Behördenerkenntnissen österreichische Geschäftsleute gestanden
haben.

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