SPÖ-Bauern: „Glyphosat verbieten statt unkontrollierten Einsatz verlängern!“

Glyphosat ist Gift für Mensch und Umwelt – EU-Kommission muss gesundheitliche und ökologische Bedenken ernstnehmen – SPÖ-Bauern gegen Zulassungsverlängerung

Wien (OTS) - Wie gestern bekannt wurde, plant die EU-Kommission, das höchst umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat für weitere zehn Jahre in Europa zuzulassen. Die SPÖ-Bauern haben heute, Donnerstag, Kritik an diesen Plänen geübt. „Glyphosat ist Gift für Mensch und Umwelt, das belegen zahlreiche Studien. Für uns ist daher klar: Glyphosat muss verboten werden statt den unkontrollierten und massenhaften Einsatz dieses gefährlichen Pestizids zu verlängern“, sagte der Bundesvorsitzende der SPÖ-Bauern, ÖKR Josef Etzenberger, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Auch Matthias Friedrich, Bundesgeschäftsführer der SPÖ-Bauern, macht sich für ein Glyphosat-Verbot stark: „Substanzen, die unsere Gesundheit, aber auch unsere Umwelt massiv gefährden und schädigen, haben auf dem Acker nichts verloren. Ein Verbot von Glyphosat ist alternativlos“, betonte Friedrich, der an die EU-Kommission appelliert, die ökologischen und gesundheitlichen Bedenken der Bevölkerung ernstzunehmen. **** 

Auch der Bundesvorsitzende der SPÖ-Bauern machte deutlich, dass die Bedenken der Bevölkerung im Zusammenhang mit Glyphosat nicht negiert werden dürfen. „Mehr als 1,3 Millionen Menschen haben die Europäische BürgerInneninitiative für ein Verbot von Glyphosat bereits unterschrieben. Das ist eine gewaltige Zahl, über die sich die EU-Kommission nicht einfach hinwegsetzen darf“, sagte Etzenberger, der hier auch auf den heute publizierten Glyphosat-Report der Umweltschutzorganisation Global 2000 verwies, der schwere Regelverletzungen bei der Krebsbewertung von Glyphosat durch EU-Behörden aufzeigt. „Laut Global 2000-Report haben die EU-Behörden, darunter beispielsweise die Europäische Chemikalienagentur ECHA, mit höchst unsauberen Mitteln versucht, die krebsauslösende Wirkung von Glyphosat in Abrede zu stellen“, sagte Etzenberger, der klarstellte, dass es nicht sein kann, dass die Geschäftsinteressen von Pestizid-Lobbys über die Gesundheit der Menschen gestellt werden.  

Der Bundesgeschäftsführer der SPÖ-Bauern unterstrich: „Wie viele Beweise und Studien und wie viele Proteste der Bevölkerung braucht es eigentlich noch, damit Glyphosat endlich verboten wird? Wir wollen eine saubere Landwirtschaft, die auf Nachhaltigkeit setzt und nicht auf Giftspritzerei.“ (Schluss) mb/bj

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