Wien: Ermittlungserfolg für Landeskriminalamt Wien

Wien (OTS) - Das Landeskriminalamt Wien (Ermittlungsdienst-Suchtmittel Beschaffungskriminalität) führte Ermittlungen gegen drei vorerst unbekannte Täter wegen schweren Raub.

Diese vereinbarten am 05. Februar 2017 ein Treffen mit einem 30-Jährigen in dessen Wohnung. Bei diesem Treffen schlugen die Täter das Opfer nieder und beraubten es.
Im Zuge der Ermittlungen forschten die Beamten einen 18-Jährigen aus. Dieser wurde am 3. Mai 2017 festgenommen und zeigte sich geständig. In weiterer Folge gelang es den Ermittlern die Mittäter, einen 19-und einen 17-Jährigen auszuforschen und diese noch am 3. Mai bzw. am 4. Mai festzunehmen. Die beiden Männer zeigten sich ebenfalls geständig.
Ein vierter Täter (20), der in die Planung der Tat eingebunden war, konnte am 09. Mai 2017 festgenommen werden. Dieser zeigte sich bei der Befragung nicht geständig.
In weiterer Folge gelang es den Ermittlern, 4 weitere Raubüberfälle, eine schwere Erpressung und 15 weitere untergeordnete Straftaten – alle im Suchtmittelmillieu – zu klären. Diese Überfälle fanden jeweils nach telefonisch vereinbarten Treffen zwischen Täter und späteren Opfern an öffentlichen Orten in Wien statt. Keines der Opfer – mit Ausnahme des 30-Jährigen – erstattete eine Anzeige, da sie selbst Suchtmittel kauften oder verkauften. Auch diese Opfer konnte Großteils ausgeforscht und angezeigt werden.
Jener 17-jährige Täter, welcher überwiegend den Anstoß zu den Taten gab, war untergetaucht und konnte nach langwierigen Ermittlungen am 16. Juni 2017 in Wien festgenommen werden. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Ein weiterer 17-jähriger ausgeforschter Mittäter zeigte sich voll geständig und wurde auf freiem Fuß angezeigt.
Im Zuge der gesamten Amtshandlungen konnten Waffen, die auch bei den Überfällen verwendet wurden, aufgefunden und sichergestellt werden. Insgesamt wurden vier Straftäter am 26. Juni 2017 vom Landesgericht für Strafsachen Wien wegen ihrer Taten zu rechtskräftigen unbedingten Haftstrafen von 12 bis 24 Monaten verurteilt. Bei zwei weiteren Tätern steht die Verhandlung noch aus.

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