Blümel/Ulm zu Pensionen: Bürgermeister Häupl sollte seinen Chef ernst nehmen

„System Wiener Frühpension“ muss stillgelegt werden - Rot-Grün hat 5.343 Personen in Frühpension geschickt – Wien ist Schlusslicht bei Reformen

Wien (OTS) - „Bürgermeister Häupl sollte seinen Chef ernst nehmen und endlich mit den systematischen Frühpensionierungen in Wien Schluss machen“, so ÖVP Wien Landesparteiobmann Stadtrat Gernot Blümel und Gemeinderat Wolfgang Ulm, Mitglied der gemeinderätlichen Personalkommission, angesichts der Berichterstattung der Tageszeitung „Die Presse“. Denn laut diesen jüngsten Informationen will Bundeskanzler Kern, die vielfach gängige Praxis staatsnaher Betriebe, viele Mitarbeiter aus betrieblichen Gründen in Frühpension zu schicken, ins politische Visier nehmen.

„Davon muss sich vor allem Bürgermeister Häupl angesprochen fühlen! Denn Rot-Grün hat 5.343 Personen in Frühpension geschickt, davon 660 aus organisatorischen Gründen. Seit 2012 wurden Änderungen angekündigt, passiert ist nichts“, so Blümel und Ulm weiter: „Die Wiener Beamten gehen nach wie vor deutlich früher in Pension als in allen anderen Bundesländern – und zwar mit 57,6 Jahren. Rund 80 Prozent aller Ruhestandsversetzungen erfolgen vorzeitig! Das ist verheerend für unsere Systeme und den Staatshaushalt.“ So werden alleine bei den Stadtwerken 798 vollkommen gesunde Mitarbeiter in Frühpension geschickt – mit einem Durchschnittsalter von 58 Jahren. „Die SPÖ beklagt sich einerseits über fehlende Arbeitsplätze für ältere Menschen, nimmt aber genau jenen Menschen ihren Arbeitsplatz, statt sie in anderen Bereichen einzusetzen“, so Blümel: „Stattdessen werden neue Mitarbeiter eingestellt. Das ist völlig absurd.“

„Die Wiener Frühpensionen kosten die Steuerzahler mehr als 200 Mio. Euro jährlich. Und das ist vor allem nicht gerecht! Es braucht in Wien endlich Gerechtigkeit für die Leistungswilligen! Und das bedeutet vor allem auch einen sorgsamen Umgang mit den Steuern all jener, die arbeiten und mit ihren Beiträgen den Staat und die Stadt finanzieren!“, so Blümel weiter: „Die Steuerzahler werden von Rot-Grün immer mehr zur Kasse gebeten.“

„Wien hat auch die Pensionsreform der schwarz-blauen Bundesregierung noch immer nicht vollzogen und lehnt jede Änderung ab. Wir fordern eine rasche Umsetzung - bis spätestens 2028, wie für Beamte im Bund. Rot-Grün in Wien will die Gleichstellung erst im Jahr 2042. Das ist das typisch rot-grüne Schneckentempo, wenn es um dringend notwendige Reformen geht. Die Steuerzahler zahlen dafür weitere 350 Mio. Euro“, so Blümel und Ulm: „So kann und darf es nicht weitergehen. Die rot-grüne Stadtregierung muss endlich das gesetzliche Pensionsalter ernst nehmen und dafür sorgen, dass dieses auch eingehalten wird. Dieses „System Wiener Frühpension" muss endlich stillgelegt werden. Dort kann Herr Kern gleich beweisen, ob er seine Ankündigungen auch ernst meint.“

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