- 12.07.2017, 11:00:16
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Bundesminister Kurz: Vertiefte regionale Kooperation am Westbalkan wichtig für Beitrittsprozess
Außenminister Sebastian Kurz nimmt an Triester Westbalkangipfel teil
Utl.: Außenminister Sebastian Kurz nimmt an Triester
Westbalkangipfel teil =
Triest, 12. Juli 2017 (OTS) - Am 12. Juli findet der bisher vierte
Gipfel des 2014 ins Leben gerufenen „Berlin-Prozesses“ in der
norditalienischen Stadt Triest statt. „Der Berlin-Prozess ist eine
wichtige Ergänzung des EU-Erweiterungsprozesses und soll ein klares
Signal an die Region des Westbalkans richten, dass der EU die
Beitrittsperspektive der Region sehr wichtig ist und sie auf diesem
noch schwierigen Weg aktiv begleiten will“, betonte Außenminister
Sebastian Kurz bei seiner Abreise zum Treffen in Triest. Er wies im
Besonderen auf die Zielsetzung des Prozesses hin, regionale
Kooperation in wichtigen Zukunftsbereichen wie Konnektivität,
Wirtschaft, duale Ausbildung, Jugendaustausch, Wissenschaft und
Zivilgesellschaft zu fördern.
„Die geplante Schaffung eines regionalen Wirtschaftsraums für die
Region wird diesmal eine besondere Rolle spielen. Dadurch würde der
potentielle Markt für Investitionen vergrößert sowie die
wirtschaftliche Attraktivität der Region insgesamt erhöht werden. Ein
solcher gemeinsamer Wirtschaftsraum würde die Westbalkanstaaten auf
den EU-Beitritt vorbereiten“, gab sich Sebastian Kurz überzeugt.
Der Außenminister wies auch auf die aktive Rolle Österreichs im
Berlin-Prozess hin, nicht zuletzt durch die Abhaltung des Gipfels im
Jahr 2015 in Wien sowie in zahlreichen Folgeveranstaltungen.
Besonders hob er das in Triest geplante Zivilgesellschaftssegment
hervor. „Beim Wiener Gipfel brachten wir erstmals die
Zivilgesellschaft an einen Tisch mit den Entscheidungsträgern des
Berlin-Prozesses. Ich freue mich daher, dass auch unser diesjähriger
Gastgeber wieder ein solches Zivilgesellschaftsforum vorgesehen hat“,
betonte Sebastian Kurz.
Der „Berlin-Prozess“ wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel 2014 mit
dem Ziel ins Leben gerufen, ein positives Signal an die WB-Staaten
hinsichtlich der Erweiterungsperspektive zu senden. Nach dem ersten
Westbalkangipfel in Berlin (2014) fanden Treffen 2015 in Wien (2015)
sowie in Paris (2016) statt. Die Teilnahme von Staats- und
Regierungschefs, Außenministern und Wirtschaftsministern der sechs
Westbalkanstaaten, der EU-Institutionen und internationaler
Finanzinstitutionen sowie Deutschlands, Frankreichs, Italiens,
Kroatiens, Österreichs, Sloweniens und diesmal erstmalig des
Vereinigten Königreichs geben diesen Treffen ein besonders
politisches Gewicht.
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