IV-Familie: Vielfältige Impulse für NÖ Familienpolitik. Gelungene Veranstaltung „NÖ Familienpolitik – Quo vadis?“

Zahlreiche Interessierte aus Politik, Verwaltung und von NPOs nutzten die gemeinsame Veranstaltung aller NÖ Familienverbände zu einem intensiven Austausch.

St. Pölten (OTS) - Landesrätin Barbara Schwarz unterstützte dabei die Forderungen der IV-Familie u.a. nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung und leistbare Pflege für Angehörige. „Diese Maßnahmen können nur dann erfolgreich greifen, wenn die Gesellschaft Kinder als Bereicherung erkennt und Familien ihre individuelle Lebensform leben können. Wichtig ist, sich mutig auf Kinder einzulassen. Eltern, die ihre Rolle annehmen und liebevoll Grenzen ziehen, sind Vorbilder und befähigen ihre Kinder, den eigenen Weg zu gehen und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.“

IV-Familie-Präsident Grubner gab der Freude Ausdruck, dass es gelungen sei, familienpolitische Forderungen aus der Sicht der vier großen niederösterreichischen Familienverbände in einer gemeinsamen Veranstaltung vorzustellen und äußerte die Hoffnung, dass diese als wertvolle Angebote und Orientierung für die NÖ Familienpolitik verstanden und realpolitisch auch umgesetzt werden. Zudem forderte er Gerechtigkeit für die Familien, die in der tagtäglichen Familienarbeit unverzichtbare Leistungen für die Gesellschaft erbringen.

Mit Hinweis auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sprach sich IV-Familie-Kuratoriumsvorsitzende Waltraud Rigler, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, für hochwertige frühkindliche Betreuungsangebote oder auch flexible Arbeitszeiten aus. „Die Wirtschaft profitiert von loyalen Beschäftigten. Deshalb werden durch den laufenden Wettbewerb „Familienfreundlichster Betrieb NÖs“ Firmen ausgezeichnet, die familienorientierte Unternehmenskultur leben."

Anhand von konkreten Maßnahmen und Beispielen verdeutlichte Irene Bamberger, Landesgeschäftsführerin des NÖ Familienbundes in ihrem Beitrag „Ist Elternbildung familienpolitisch noch zeitgemäß?“ die Vorteile sowie Notwendigkeit von Elternbildung und sprach sich dafür aus, dieses Angebot auszubauen. In seinen Ausführungen zu „Blaugelbes Kinderösterreich: In Stärken, Schwächen, Zukunftsfragen!“ plädierte der Landessekretär und Geschäftsführer von Die Kinderfreunde NÖ, Bernhard Wieland, u.a. dafür, parteipolitische Überlegungen zur Kinderbetreuungsart oder zur Schulform hintanzustellen und strukturelle Voraussetzungen für die individuelle Lebensgestaltung zu schaffen.

Als Beispiel einer gelungenen kommunalen Familienpolitik verwies Günter Danhel, der Gründer des Instituts für Familienforschung, auf das „Berndorfer Modell“, in dem die häusliche Kleinstkinderbetreuung bestmöglich unterstützt wird. In der Folge skizzierte er für den Katholischen Familienverband den Zusammenhang zwischen „Familien und Generationengerechtigkeit“ und forderte u.a. die Einsetzung eines Familienausschusses im NÖ Landtag. Gernot Schandl erläuterte in seinem Beitrag „Landesmaterien mit Familienrelevanz: Ein Gestaltungsvorschlag“ den Handlungsbedarf bei weiteren familienrelevanten Sachbereichen wie Gesundheitswesen, Verkehrsplanung oder Wohnbau und forderte eine nachhaltige Familienförderung.

In der anschließenden Talkrunde beantworteten die Vortragenden aus Sicht ihrer Familienorganisation Fragen zu den Themenfeldern Transferleistungen, Integration, Gendergerechtigkeit, Vereinbarkeit, Wirtschaft 4.0, Altersarmut und Sozialpartnerschaft. Sie verwiesen an die von allen NÖ Familienorganisationen gemeinsam beschlossene Resolution zur Wahlfreiheit zwischen familialer und institutioneller Kinderbetreuung. Einigkeit herrschte darüber, dass Familien wertvolle Leistungen erbringen, die sowohl gesellschaftspolitisch anzuerkennen als auch finanziell zu unterstützen sind. Die Querschnittsmaterie Familienpolitik wirke in alle Lebensbereiche hinein.

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