- 06.07.2017, 11:58:14
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Grüne, SPÖ Wien/Chorherr, Kubik: „Wien wird immer Weltkulturerbe sein“
„Dass Wien nun wegen unterschiedlicher Beurteilungen zum Heumarkt-Projekt auf die rote Liste für gefährdete Welterbestätten gesetzt wurde, ist bedauerlich“, so die Planungssprecher der Grünen und der SPÖ Wien, Christoph Chorherr und Gerhard Kubik. „Eine maximale Bauhöhe von 43 Metern kann nicht das alleinige Qualitätsmerkmal für den Titel Weltkulturerbe sein. Im Zuge des Heumarkt-Projektes wird kein einziges barockes Ensemble zerstört, im Gegenteil: Das historisch bedeutende Konzerthaus wird von der Abschottung befreit, besser sichtbar und zugänglich gemacht, der Eislaufplatz erhalten, das gesamte Areal deutlich aufgewertet“, so Chorherr.
„Mit dem ‚Heumarkt neu’ wird der Bezirk aufgewertet und ein Traditionsverein gerettet“, so Gerhard Kubik. Das Fortbestehen des Wiener Eislaufvereins wurde mit dem Projekt für die nächsten 99 Jahre vertraglich gesichert. „Es wird eine bessere Durchwegung geben und es werden öffentliche Flächen sichergestellt. Es gibt viele Argumente, die für das Projekt sprechen. Die stärksten sind für mich persönlich die rund 800 neuen Arbeitsplätze, die hier geschaffen werden. Das sind 800 starke Argumente für den ‚Heumarkt neu’, so Kubik.
Chorherr weist darauf hin, dass derzeit 55 Welterbestätten auf der roten Liste stehen, darunter etwa - seit 1982 - die Altstadt und die Stadtmauer von Jerusalem, seit 2010 die Kathedrale und das Kloster Gelati in Georgien, seit 2012 die historische Hafenstadt von Liverpool oder seit 2000 die Altstadt von Zabid (Jemen). „Diese Welterbestätten stehen zwar seit Jahren auf der roten Liste, der Titel Welterbe wurde aber bisher bei all diesen Stätten dennoch beibehalten“, so Chorherr.
„Wien wird immer Weltkulturerbe bleiben, dafür werden wir Sorge tragen“, so Chorherr und Kubik. Gemeinsam haben sich SPÖ und Grüne mit einem Beschluss im Wiener Gemeinderat dazu verpflichtet, keine weiteren Hochhäuser in der Wiener Innenstadt zu bauen. „Uns ist die historische Bausubstanz wichtig, diese wollen wir auch weiterhin erhalten. Dies ist auch mit einem maßvollen Wachstum und einer lebendigen Stadt für alle WienerInnen vereinbar“, so Chorherr und Kubik.
„Zum Heumarkt-Projekt stehe ich nach wie vor, denn die derzeitige Situation wird deutlich verbessert: es wird ein neuer, offener, konsumfreier Platz für alle geschaffen, der Eislaufverein gerettet, eine neue Durchwegung in den dritten Bezirk geschaffen und das Konzerthaus aufgewertet. Diese Vorteile sind für mich ausschlaggebend für die Zustimmung zum Projekt gewesen“, so Chorherr abschließend.
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