- 05.07.2017, 12:06:22
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Bilanz zu 20 Jahre NÖ Gesundheits- und Sozialfonds
LR Schleritzko: Gesundheitsversorgung in Niederösterreich beispielgebend
Utl.: LR Schleritzko: Gesundheitsversorgung in Niederösterreich
beispielgebend =
St. Pölten (OTS/NLK) - Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des NÖ
Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) gaben Landesrat DI Ludwig
Schleritzko und NÖGUS-Geschäftsführerin Mag. Elfriede Riesinger am
heutigen Mittwoch in St. Pölten einen Überblick über die bisherige
Arbeit sowie einen Ausblick auf aktuelle Strategien und Entwicklungen
im niederösterreichischen Gesundheitswesen. Der NÖ Gesundheits- und
Sozialfonds (NÖGUS) verantwortet als Drehscheibe für Gesundheit die
Planung, Steuerung, Qualitätssicherung und Finanzierung des NÖ
Gesundheitssystems.
„Der NÖGUS wurde 1997 zur Abwicklung der leistungsorientierten
Spitalsfinanzierung gegründet. Wichtigstes Projekt ist die
niederösterreichische Landeskliniken-Holding, die mit Expertenwissen
des NÖGUS aufgebaut und 2005 aus dem NÖGUS herausgelöst wurde“, so
Landesrat Schleritzko. „Unser Ziel ist es, allen
Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern auch in Zukunft einen
Zugang zu top-medizinischer Versorgung wohnortnahe anbieten zu
können“, betonte er. Der NÖGUS sei für die Finanzierung der
Gesundheitsleistungen der NÖ Kliniken verantwortlich, von 1997 bis
2017 habe der NÖGUS rund 30 Milliarden Euro in die Gesundheit der
Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher investiert. „Seit 2015
beträgt das jährliche Budget für den NÖGUS über zwei Milliarden Euro,
für 2018 sind 2,4 Milliarden Euro veranschlagt. Zum Gesamtaufwand der
Kliniken in der Höhe von zwei Milliarden tragen die
Sozialversicherungen 760 Millionen Euro bei. Ein Krankenhaustag
kostet pro Person durchschnittlich rund 1.000 Euro“, meinte der
Landesrat.
„In den letzten 20 Jahren haben sich die Patientenzahlen in den
Ambulanzen verdoppelt, dabei könnten zwei Drittel dieser Patienten
durchaus vom Hausarzt rascher und wohnortnäher betreut werden“, hob
Schleritzko hervor. In einem ersten Schritt sei deshalb die
telefonische Gesundheitsberatung unter der Nummer 1450 eingeführt
worden, bei der die Patienten an die richtige Stelle im System
„gelotst“ würden.
Trotzdem sei die Sozialversicherung gefordert, es brauche eine
Attraktivierung des Kassensystems durch eine aufwandsgerechte
Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen für Ärzte, führte der
Landesrat aus. Es brauche auch eine rasche Umsetzung der
Gesundheitszentren, als sinnvolle Ergänzung der bisherigen
hausärztlichen Versorgung. Für Niederösterreich seien 14 Zentren
vorgesehen, „die wir bis 2021 umsetzen wollen“, sagte er. Eine
Entlastung der stationären Strukturen und eine Stärkung der
ambulanten Strukturen seien notwendig. Es gehe auch um die Qualität
der medizinischen Behandlung, die wir sichern und steigern wollen.
Eine flächendeckende Qualitätssicherung braucht es aber auch bei den
Hausärzten, so der Landesrat.
Hinsichtlich der Gesundheitsvorsorge meinte er: „Wir haben mit der
Initiative ‚Tut gut‘ ein sehr effizientes Instrument an der Hand.
Durch die Initiative ‚Tut gut‘ sollen die Menschen mehr gesunde
Lebensjahre erreichen. Die Niederösterreicherinnen und
Niederösterreicher leben nicht nur länger, sondern leben auch länger
gesund“. Er sprach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom NÖGUS
Respekt, Dank und Anerkennung aus.
Riesinger sagte: „Ab 2003 kam es zur größten Krankenhausübernahme in
Europa, alle Gemeindekrankenhäuser und Verbandskrankenhäuser in
Niederösterreich wurden bis 2008 in die Trägerschaft des Landes
Niederösterreich übergeführt.“ Im Jahr 2013 seien im NÖGUS die
grenzüberschreitenden Gesundheitsprojekte mit Gmünd und dem
grenzüberschreitenden Rettungsvertrag gestartet worden.
Nähere Informationen: Büro Landesrat Ludwig Schleritzko, Mag. (FH)
Eberhard Blumenthal, Telefon 0676/812-13 546, e-mail
[email protected], www.ludwig-schleritzko.at,
www.facebook.com/ludwigschleritzko.
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