• 05.07.2017, 09:30:01
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Allianz Invest: Aktienbullen auf der Überholspur

Synchroner Wirtschaftsaufschwung in allen Regionen Q3: Aktien übergewichten, Emerging Markets im Aufwärtstrend

Utl.: Synchroner Wirtschaftsaufschwung in allen Regionen
Q3: Aktien übergewichten, Emerging Markets im Aufwärtstrend =

Wien (OTS) - Ein seltener Fall: Die Beschleunigung des weltweiten
Wirtschaftswachstums wird derzeit von allen Regionen unterstützt,
wenngleich die Dynamik etwas nachlässt. „Wie auf der Autobahn sind im
Augenblick alle mit ähnlichem Tempo im Fließverkehr unterwegs, die
Unfallgefahr ist dementsprechend sehr gering. Den Sicherheitsgurt
sollte man aber trotzdem anlegen“, erklärte Mag. Christian Ramberger,
Geschäftsführer der Allianz Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH, am
Mittwoch vor Journalisten. Positiven Einfluss hatten diese
makroökonomischen Entwicklungen – und auch die Politik der
Zentralbanken – in den vergangenen Monaten auf die Kapitalmärkte, die
eine ungewöhnlich geringe Volatilität aufwiesen. „Der
Aktienbullenmarkt setzt seine Fahrt auf der Überholspur fort. Ein
Ende der Reise ist vorerst nicht in Sicht“, prognostizierte
Ramberger.

Volkswirtschaftlicher Ausblick: Überall solides Wachstum

Wirft man einen Blick auf die volkswirtschaftlichen Prognosen für das
dritte Quartal, so zeigen sich global erstmals seit Jahren
einheitliche Entwicklungen. Das globale Wirtschaftswachstum wird 2017
wie erwartet zulegen. In den USA sorgt der Arbeitsmarkt für eine
robuste Dienstleistungs- und Konsumnachfrage. Die Erholung des
Ölpreises schlägt sich auch in der Industrieproduktion nieder,
Investitionen ziehen an. Die Wachstumsprognosen wurden allerdings
leicht reduziert, nachdem die Trump-Regierung die hohen Erwartungen
an ihre Konjunkturmaßnahmen nicht erfüllt hat. In Europa wird das
Wachstum – getrieben durch den Arbeitsmarkt und Exporte – sowohl von
den Industrieländern als auch der Peripherie getragen.

Die globale Geldpolitik bleibe laut Allianz Experten weiterhin
expansiv, jedoch rückten die Art und der Zeitpunkt der Normalisierung
der Notenbankbilanzen und damit die Rücknahme der Liquiditätsspritzen
bereits in den Fokus der Anleger. „Das wird ein Hauptthema für 2018
werden“, ist Ramberger überzeugt. Zu Jahresbeginn wurde aufgrund der
Zinserhöhungen allgemein ein fester US-Dollar erwartet. Die
Konsensus-Positionierung, die Makroentwicklungen sowie die Reduktion
der politischen Risiken in der Eurozone haben jedoch die Trendwende
des Euro bewirkt.

Chancen für Anleger in Q3: Aktien übergewichten

„Die globale Konjunkturdynamik spricht deutlich für eine Investition
in risikobehaftete Anlageklassen. Im derzeitigen Umfeld raten wir
daher Anlegern, Aktien über- und Anleihen unterzugewichten“, erklärt
Mag. Doris Kals, Leiterin Asset Management Dachfonds in der Allianz
Invest KAG, die Anlagestrategie der Allianz für das kommende Quartal.

Auf der Aktienseite empfiehlt die Allianz, Europa und Emerging
Markets überzugewichten, Japan neutral zu halten und USA
unterzugewichten. Für Aktien aus den Emerging Markets sprechen die
positiven Wirtschaftsprognosen, die Bewertungen sind, relativ
gesehen, eher günstig. Risikofaktoren bestehen aber weiterhin in
wieder fallenden Rohstoffpreisen und den Zinserhöhungen der
US-Zentralbank, die potenziell die Währungen belasten könnten. In
Europa zieht das dynamische Wirtschaftswachstum die
Unternehmensgewinne nach oben. Die Situation auf der Bewertungsseite
ist aufgrund der langjährigen Underperformance des europäischen
Aktienmarktes etwas entspannter. Politische Unsicherheiten wurden
vorerst wieder ausgepreist, die anstehenden „Brexit“-Verhandlungen
und Währungsentwicklungen bleiben als Unsicherheitsfaktoren bestehen.
Die Vorlaufindikatoren der japanischen Wirtschaft zeigen ein
erfreuliches Bild, die Inflation verharrt weiterhin um die Nulllinie.
Der Gewinntrend japanischer Unternehmen hat sich fortgesetzt, wobei
die starke Abhängigkeit vom Yen zu beachten ist. US-amerikanische
Aktien sind nach der Trump-Rallye aus Bewertungssicht teuer,
wenngleich weiterhin sehr profitabel. Die hohen Erwartungen an die
US-Regierung wurden großteils wieder ausgepreist, wobei eine
Steuersenkung 2018 noch im Raum steht.

Auf der Anleihenseite empfiehlt die Allianz, Emerging Markets
überzugewichten, Unternehmens- und Euroland-Anleihen neutral zu
halten sowie die USA unterzugewichten. Im Vergleich zu anderen
Anleihemärkten ist der laufende Ertrag von in „Hartwährungen“
notierenden Emerging Markets-Anleihen von rund 5,4 Prozent attraktiv.
Die Spreads bei Unternehmensanleihen im Investment Grad-Bereich sind
mittlerweile stark zurückgegangen, eine weitere Reduktion sei kaum
mehr zu erwarten. Auch im High Yield-Bereich sind die Spreadniveaus
seit Jahresbeginn weiter gefallen, weshalb es sinnvoll erscheine,
Positionen langsam abzubauen und Gewinne zu realisieren. Im Euroraum
ist die Inflationsrate rohstoffbedingt auf 1,4 Prozent gefallen, die
Kerninflationsrate liegt weiter stabil bei 0,9 Prozent. Mit der
Verlängerung des Kaufprogramms bleibt die EZB auch bis Ende 2017 als
Käufer attraktiv. „Den Anstieg langfristiger Zinsen sehen wir als
begrenzt“, so Kals. Mangelnder Lohnauftrieb und leicht gesunkene
Inflationserwartungen ließen die 10-jährigen US-Zinsen auf 2,1
Prozent absinken. Das weiterhin bestehende erhebliche
Zinsänderungsrisiko lässt US-Anleihen unattraktiv wirken.

Downloads im Internet unter
https://www.allianz.at/privatkunden/media-newsroom/

Foto: Mag. Christian Ramberger (© Allianz) – Abdruck honorarfrei
Foto: Mag. Doris Kals (© Allianz) – Abdruck honorarfrei
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