vida: AUA-Vorstände müssen Hausaufgaben vor nächster KV-Runde erledigen

vida-Schwarcz: „Emotionale Stimmung der Belegschaft nicht ignorieren“

Wien (OTS) - „Es ist beruhigend zu hören, dass AUA-Chef Kay Kratky endlich mitbekommt, wie die Stimmung unter seinen MitarbeiterInnen ist. Ja, die Stimmung ist emotional und aufgeheizt und das aus gutem Grund“, so Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida, zum heutigen APA-Interview mit Kay Kratky. „Die Stimmung auf der Betriebsversammlung des fliegenden Personals der AUA vergangenen Woche am Flughafen Wien hat gezeigt, dass der Geduldsfaden der Belegschaft kurz vorm Reißen ist. Die Kolleginnen und Kollegen sind nicht mehr bereit, weitere Sparpakete mitzutragen“, unterstreicht der vida-Gewerkschafter. 

Einkommen müssen deutlich steigen

Nachdem die Einkommen gekürzt und die Arbeit verdichtet wurde, hat das Management für die kommenden KV-Verhandlungen jetzt offenbar eine Kürzung der Ruhe- und Erholungszeiten im Visier, warnt Schwarcz: „Hier wird eine rote Linie überschritten. Dazu kommt, dass gerade bei den FlugbegleiterInnen im Zuge der Betriebsübergänge ein Lohnniveau eingeführt wurde, das derzeit nur ganz knapp über dem Mindestlohn von 1.500 Euro liegt. Eine Summe für die Herr Kratky in der Früh wahrscheinlich nicht einmal aufstehen würde.“ Schwarcz und sein Team wollen die Ergebnisse der MitarbeiterInnen-Befragung abwarten, die als Basis für die Gehaltsverhandlungen mit der Wirtschaftskammer dienen.

Abschließend betont Schwarcz, dass Gerüchte über drohende Arbeitskämpfe in den reiseintensiven Sommermonaten komplett aus der Luft gegriffen sind: „Hier ist absolut nichts geplant. Sehr wohl will und kann ich aber nicht ausschließen, dass wir zu Beginn der KV-Verhandlungen im September unsere unterbrochene Betriebsversammlung von vergangener Woche wieder fortsetzen. Wir müssen unsere Kolleginnen und Kollegen schließlich umfassend informieren. Diese Wiederaufnahme der Betriebsversammlung kann dann auch recht kurzfristig über die Bühne gehen.“

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