• 03.07.2017, 10:00:03
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Erfolgreicher Abschluss der „Wiener Wege zur Inklusion“

Pilotprojekte bringen neue Angebote für Menschen mit Behinderung in Wien–Frauenberger: „Barrieren zur gesellschaftlichen Teilhabe werden abgebaut“

Utl.: Pilotprojekte bringen neue Angebote für Menschen mit
Behinderung in Wien–Frauenberger: „Barrieren zur
gesellschaftlichen Teilhabe werden abgebaut“ =

Wien (OTS) - Im Wiener Rathaus sind am Montag die Ergebnisse des
Projekts „Wiener Wege zur Inklusion“ vorgestellt worden. Nach
einjähriger Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung wurden vier
Vorschläge für neue Angebote präsentiert, die vom Fonds Soziales Wien
(FSW) und seinen Partnerorganisationen in Form von Pilotprojekten
umgesetzt werden. Sozialstadträtin Sandra Frauenberger und
FSW-Geschäftsführer Peter Hacker dankten den Beteiligten für Ihr
Engagement und zeigten sich überzeugt, mit dem Projekt die Inklusion
von Menschen mit Behinderung in Wien weiter vorantreiben zu können.

Öffentlicher Verkehr, Tagesstruktur, inklusives Zusammenleben und die
Verhinderung von Gewalt – diese von den Projektteilnehmern als
vorrangig betrachteten Themen wurden mit konkreten Vorschlägen für
neue Leistungen ausgestattet. Sie reichen von einer „Buddy“-App, die
Menschen mit Behinderung das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln
erleichtern soll, bis zu einem „Zentrum der Möglichkeiten“, das im
Bereich außerhalb der herkömmlichen Tagesstruktur neue Anreize
schafft. In einer inklusiven Schnupper-WG sollen behinderte und
nicht-behinderte Menschen zusammenwohnen und Aufklärer und Mediatoren
namens „Sonnenklar und Glücksbringer“ bei der Vermeidung von
Konflikten helfen.

Über 200 interessierte Menschen mit und ohne Behinderung hatten seit
Sommer 2016 die Möglichkeit genutzt, konkrete Ideen und Vorschläge
für neue Angebote zu entwickeln. Der Projektablauf erfolgte in
mehreren Phasen, in denen mit der Methode des Design Thinkings
Lösungen für bestehende Herausforderungen entwickelt wurden. Vom
Beobachten und Verstehen führten die inklusiven Wege zur Ideenfindung
und weiter zur Ausführung. Interessierte Personen konnten sich
mittels persönlicher Gespräche, Themen- und Feedbackworkshops sowie
Arbeitsgruppen an dem Projekt beteiligen.

Sozialstadträtin Sandra Frauenberger betonte bei der
Abschlussveranstaltung vor 150 Besuchern im Rathaus, dass der
gesellschaftlichen Einbindung von Menschen mit Behinderung in Wien
ein besonderer Stellenwert eingeräumt werde. „Bei den Wiener Wegen
zur Inklusion ist das auf vorbildliche Art passiert. Die ExpertInnen
in eigener Sache haben sich mit Herzblut beteiligt und konkrete
Anliegen formuliert. Die ausgewählten Projekte werden dazu beitragen,
dass Barrieren zur gesellschaftlichen Teilhabe abgebaut werden.“

Die Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden sei dafür ein zentraler
Ansatz, betonte FSW-Geschäftsführer Peter Hacker. „Mit unseren
KundInnenbefragungen holen wir seit Jahren Rückmeldungen ein, die uns
dabei helfen, die bestehenden Angebote zu überprüfen und
weiterzuentwickeln. Im aktuellen Projekt konnten die Betroffenen nun
auch die Entwicklung neuer Leistungen mitgestalten. Das ist gelebte
Inklusion und ein wichtiger Schritt in unserem Bestreben, die
Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung noch treffsicherer
abzudecken.“

Abgewickelt wurde das Projekt vom Dachverband Wiener
Sozialeinrichtungen, im Kernteam waren die Interessensvertretung für
Menschen mit Behinderung, das Selbstvertretungszentrum Wien, die MA
24 Gesundheits- und Sozialplanung sowie VertreterInnen weiterer
Organisationen aus dem Behindertenbereich und des FSW vertreten. Für
die Planung und Durchführung zeichnete die Agentur Wonderwerk
Consulting verantwortlich, deren Geschäftsführer Thomas Klein ein
ebenso positives Resümee zog. „Die Design-Thinking-Methode eignet
sich sehr gut, um im Sozialbereich neue Angebote zu entwickeln oder
vorhandene Leistungen zu verbessern. Wir haben sehr partizipativ
gearbeitet – die Zielgruppe war in alle Phasen des Projektes
eingebunden. Dieser starke Fokus auf die Bedürfnisse ist ein
zentraler Erfolgsfaktor, nicht nur in der Arbeit mit Menschen mit
Behinderung.“

Mit der Veranstaltung im Rathaus biegen die „Wiener Wege zur
Inklusion“ auf die Zielgerade ein. Nach der Detailplanung erfolgt im
Herbst die Ausschreibung zu den vier ausgewählten Projekten. Um
sicherzustellen, dass die Ideen nicht von der ursprünglichen
Intention abweichen, werden „Soundingboards“ eingerichtet, an denen
Menschen mit Behinderung teilnehmen können. „Anfang 2018 werden die
Pilotprojekte starten“, so Robert Bacher, Projektleiter und
Auftraggeber der „Wiener Wege zur Inklusion“ und Leiter des
FSW-Fachbereichs Behindertenarbeit, Mobilität & Beratung. „Danach
werden wir gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden überprüfen, ob
die Leistungen die Erwartungen und Vorgaben erfüllen. Wenn das der
Fall ist, können wir sie in den Regelbetrieb aufnehmen.“

Weitere Infos:
www.wiener-wege-zur-inklusion.at

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