• 01.07.2017, 08:00:01
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„profil“: Ex-FPÖ-Mitarbeiter als EADS-Berater

Rüstungskonzern zahlte 878.500 Euro – unter anderem für „Stimmungsverbesserung“

Utl.: Rüstungskonzern zahlte 878.500 Euro – unter anderem für
„Stimmungsverbesserung“ =

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, ist die PR-Beraterin Romana Schmidt
am 5. Juli als Auskunftsperson in den parlamentarischen
Eurofighter-Untersuchungsausschuss geladen. Schmidt war in den
1990er-Jahren im FPÖ-Parlamentsklubs angestellt, zwischen 2000 und
2001 arbeitete sie für zwei FPÖ-Ministerinnen, ehe sie sich
selbstständig machte. Nach „profil“ vorliegenden Dokumenten bekam sie
nach ihrem Ausscheiden aus der Politik Ende 2002 vom EADS-Lobbyisten
Alfred Plattner einen Beratungsauftrag. Zwischen 2003 und 2010
erhielt Schmidt von Plattner/EADS in Summe 878.500 Euro an Honoraren
und Erfolgsprovisionen brutto, wovon sie mehr als die Hälfte – rund
450.000 Euro – an ihren damaligen Lebensgefährten und
Geschäftspartner Josef Eltantawi weiterreichte – auch er hatte Jahre
zuvor im FPÖ-Parlamentsklub gearbeitet.

Daneben erhielten drei weitere Personen Zuwendungen, darunter ein
zwischen 2000 und 2001 an das Infrastrukturministerium verliehener
Angestellter des damaligen Forschungsförderungsfonds und ein
Mitarbeiter des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender. Laut den
„profil“ vorliegenden Honorarnoten sollen die Berater unter anderem
für eine „Stimmungsverbesserung im Zuge des Ankaufes der Eurofighter“
gesorgt haben.

Schmidt wollte sich dazu nicht äußern. Josef Eltantawi erklärte
gegenüber „profil“, dass der Schwerpunkt seiner Arbeit auf den
Kompensationsgeschäften lag: „EADS hatte ein Interesse daran zu
verstehen, welche Bereiche hier infrage kämen.“ Er habe Ende 2002
„ein Team aus Fachleuten zusammengestellt, die rund um das Thema
Kompensationsgeschäfte beraten sollten“. Das sei auch geschehen. „Ich
habe für EADS Informationen und Material gesammelt und analysiert.
Alle zwei bis drei Wochen habe ich berichtet. Ich hatte weder mit
einem Politiker noch mit einem Beamten zu tun. Soweit es mich
betrifft, gab es überhaupt kein Lobbying gegenüber
Entscheidungsträgern.“

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