OCG Preisverleihung computer creativ wettbewerb 2017

Neun Schulprojekte von Volksschule bis Oberstufe wurden prämiert

Wien (OTS) - Seit 1981 (!) organisiert die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG) den computer creativ wettbewerb (ccw). http://www.ocg.at/ccw Gestern Donnerstag wurden neun Schulprojekte ausgezeichnet. Der erste Platz in der Unterstufe ging an den erst 12-jährigen Nils Göbl (BRG 19, Wien), der mit seiner Einzelarbeit „Tschett“, einem selbstprogrammierten Mini-Chat, die Jury begeisterte. Den ersten Platz in der Oberstufe konnte sich die beiden Schüler David Andrawes und Jakob Samuel Schirgi der HTL Graz-Göstling mit einem Präsentationstool sichern, das mithilfe eines Raspberry Pi entwickelt wurde. Die erste Klasse (!) der Volksschule Oberlaaer Platz aus Wien wird für das Projekt „Das magische ABC“ ausgezeichnet. Der Preis wird an die Klasse und Klassenlehrerin Birgit Desch im Herbst übergeben. Für alle ersten Plätze wird von der OCG ein Preisgeld von je 500 Euro vergeben.

Projekt „Tschett“

Nils Göbl, Preisträger aus der Unterstufe, hat bereits im Alter von zehn Jahren bei einem Coding-Kurs in der OCG gelernt, mit der Sprache Python zu programmieren. „In den darauf folgenden Monaten habe ich mir Java beigebracht und seither viel programmiert“, erzählte der Schüler. Den Live-Chat „Tschett“, eine Art Mini Whatsapp, hat er entwickelt, „um mit meinen Schulfreunden verschlüsselt chatten zu können, ohne dass unsere Chats auf einem Server gespeichert werden“, erklärte der Bub. Die Jury begründete die Auswahl mit „sehr guten Programmierkenntnissen bereits in jungen Jahren in Kombination mit der kreativen Idee und der praktischen Anwendung“.

Projekt „SmartPresenter“

Das siegreiche Oberstufen Projekt der beiden Schüler David Andrawes und Jakob Samuel Schirgi der HTL Graz Göstling ist ein Präsentationstool, das von den Schülern mithilfe eines Raspberry Pi entwickelt wurde und den Namen „SmartPresenter“ erhielt. Präsentationen muss heute fast jeder halten, ob in der Schule oder im Berufsalltag. „Der SmartPresenter macht das Präsentieren durch das Plug&Play Prinzip intelligenter und viel einfacher“, sind die beiden Entwickler überzeugt. Die Idee: Zum Präsentationsort muss man nur mehr einen Raspberry Pi mitnehmen, die Präsentation liegt in der Cloud und wird dann einfach am Ort auf den Raspberry Pi geladen bzw dieser an den Beamer angeschlossen. Fernsteuerung und Gestensteuerung sind bereits inkludiert. Das Duo hat aber bereits weitere Ideen zur Optimierung ihres Tools: So soll der SmartPresenter noch durch eine Sprachsteuerung sowie eine App für interaktiven Dialog ergänzt werden. Die Jury war von der „hohen Praxistauglichkeit und der insgesamt sehr ausgereiften Entwicklung“ überzeugt, auch der „kreative innovative und unternehmerische Aspekt“ wurde gelobt. Die Schüler sind gerade dabei, mit ihrer Entwicklung ein Startup zu gründen.

Platz zwei und drei Unterstufe

Der zweite Platz in der Unterstufe ging an das Projekt „Radioaktivitätswebsite“, das von der 4c des BG Klosterneuburgs eingereicht worden war. http://www.rwa-4c.jimdo.com Die Website war im Lauf eines interdisziplinären Geschichte-Physik-Projekts zum Thema Radioaktivität und Atomwaffen entstanden. Das Projekt wurde mit 400 Euro prämiert.
Der dritte Platz in der Unterstufe teilten sich zwei Preisträger: Das Online Zeitungsprojekt der 3b und 3d der NMS Herzgasse aus Wien-Favoriten sowie das Projekt „We are Makers“ von sieben Schülern der NMS Castelligasse aus Wien-Margareten. Beide Projekte erhielten 250 Euro Preisgeld.

Platz zwei und drei Oberstufe

In der Oberstufe wurden zwei zweite Plätze vergeben: Sowohl das Projekt „Taschenrechner mit Minecraft“, eine Einzelarbeit eines Schülers der HTL Hollabrunn/NÖ sowie die App „SmartParking“ der beiden Schülerinnen Stephanie Berghammer und Lea Reiner der HTL Braunau/OÖ durften sich über 350 Euro Preisgeld freuen.

Den dritten Platz belegte der „Raspberry Pi Stromzähler“ des 18-jährigen Schülers Henry Forman vom BRG Gleisdorf, der mit dem Projekt seine vorwissenschaftliche Arbeit eingereicht hatte. Er erhielt für seine Arbeit 200 Euro Preisgeld.

Urkunden und Preisgeld wurden von OCG Generalsekretär Ronald Bieber, OCG Vizepräsidentin Univ.-Prof. Eva Kühn, Univ.-Prof. Gerald Futschek (beide TU Wien), Stephan Kreissler vom medienpartner futurezone sowie Jury-Vorsitzenden Christian Wirth, Oracle Labs/JKU Linz feierlich an die Schülerinnen und Schüler übergeben. Die OCG und die Jury gratulieren allen Preisträgern der Finalrunde. Insgesamt wurden beim ccw 2017 heuer 40 Projekte eingereicht. Die nächste Chance zum Mitmachen bietet der ccw 2018, die Einreichfrist dafür läuft bis 27.04.2018.

Ergebnis computer creativ wettbewerb 2017

Volksschule:
1. Platz: VS Oberlaaerplatz, Projekt „Das magische ABC“ (VS-Lehrerin Birgit Desch; – wird im Herbst überreicht)

Unterstufe:
1. Platz: Nils Göbl, BRG 19 Wien. Projekt „Tschett“ (500 Euro) 2. Platz: 4c, BG Klosterneuburg, Projekt „Radioaktivitätswebsite“ (400 Euro)
3. Platz (ex aequo):
- 3b und 3d, NMS Herzgasse, Projekt „Online Zeitungsprojekt“ mit dem Redaktionssystem Skrippy http://www.skrippy.com
- Sieben Schüler, NMS Castelligasse, Projekt „We are Makers“ – Coding und Making mit Scratch und dem MaKey MaKey (jeweils 250 Euro)

Oberstufe:
1. Platz: David Andrawes, Jakob Samuel Schirgi, HTL Graz Göstling, Projekt „SmartPresenter“ (500 Euro)
2. Platz: (ex aequo):
- Markus Böck, HTL Hollabrunn/NÖ, Projekt „Taschenrechner mit Minecraft“
- Stephanie Berghammer/Lea Reiner, HTL Braunau/OÖ, Projekt „SmartParking“ App (jeweils 350 Euro)
3. Platz: Henry Forman, BRG Gleisdorf/Stmk., Projekt: „Raspberry Pi Stromzähler“ (200 Euro)

Jury ccw 2017

DI Dr. Christian Wirth, Oracle Labs/JKU Linz, Juryvorsitzender Univ.Prof. Dr. Gerald Futschek, TU Wien
Univ.Prof. Dr. Erich Neuwirth, Uni Wien
DI Margarethe Grimus, emer. Prof. PH Wien
Mag. Dr. Christine Wahlmüller-Schiller, OCG

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