Soziale Gerechtigkeit: gut – Reformleistung: befriedigend

Europäisches Bureau unter der Leitung von Bernd Marin vergibt Zeugnis an die österreichische Bundesregierung

Wien (OTS) - Am gestrigen Mittwoch stellte das Europäische Bureau für Politikberatung und Sozialforschung unter der Leitung von Bernd Marin ein „Zeugnis über die jüngsten Entwicklungen in der österreichischen Sozialpolitik“ vor. Während Österreich in der Gesamtwertung für die soziale Gerechtigkeit ein „gut“ erhält, reicht es bei der Reformleistung der letzten Jahre nur für ein „befriedigend“. Schlechte Noten gab es vor allem für die Integrations- und die Anti-Diskriminierungspolitik sowie für die intergenerationelle Gerechtigkeit.

Grundlage für das Zeugnis ist die ebenfalls gestern veröffentlichte Länderstudie „Österreich zwischen gut und besser: Soziale Inklusions-Bilanz in vergleichender Sicht“. Darin beleuchten die Autoren Bernd Marin und Jan Arpe die jüngste soziale Entwicklung in den Dimensionen „Armutsvermeidung“, „Bildung“, „Arbeitsmarkt“, „Sozialer Zusammenhalt“, „Gesundheit“ und „Intergenerationelle Gerechtigkeit“. Während in Österreich komparativen Schwächen – etwa in der Bildung – durchaus erfolgreich entgegen gewirkt wurde, hat das Land gerade in den letzten zwei bis drei Jahren auch angefangen, sich in anderen Bereichen auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen – so etwa bei der relativen Armutsvermeidung, am Arbeitsmarkt und bei der Gesundheitspolitik. Zudem wurden die Staatsfinanzen trotz wirtschaftlichen Aufschwungs nicht konsolidiert, und auch das Pensionssystem ist nach wie vor stark reformbedürftig.

Die Studie wurde im Rahmen des Projekts „Social Inclusion Monitor (SIM) Europe“ erstellt, einer Kooperation der deutschen Bertelsmann Stiftung mit dem Europäischen Bureau und dem Wirtschaftspolitischen Zentrum (WPZ), das unter der Leitung des renommierten Ökonomen Christian Keuschnigg steht. SIM Europe misst mit seinem „Social Justice Index“ in regelmäßigen Abständen den Zustand sozialer Gerechtigkeit in den EU-Staaten. Ergänzend nimmt das „Reform Barometer“ anhand einer europaweiten Befragung von über 1.000 Experten und Expertinnen die Reformbemühungen der Mitgliedsstaaten in den Blick.

Link zur website mit sämtlichen Presseunterlagen:

Pressekonferenz Mittwoch, 28. Juni 2017, 10:00 Uhr im Presseclub Concordia – www.berndmarin.eu

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Prof. Dr. Bernd Marin
Director
European Bureau for Policy Consulting and Social Research
Schottenring 19/9
A 1010 Vienna / Austria
Mobiltelefon: 06641002617
Email: marin@europeanbureau.net

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