Weltethos und der Friede zwischen Religionen und Kulturen

Eine Erklärung der Initiative Weltethos Österreich

Wien (OTS) - Das Dialogforum Ethik der IWEO setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Hinduismus, des Buddhismus, der Judentums, des Christentums, des Islam und der atheistischen Religionsgemeinschaft zusammen. In seiner jüngsten Stellungnahme geht es um den Beitrag der religiösen und säkularen Weltanschauungen zum Ethos des Friedens.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass jede Religion und Weltanschauung in einer allgemeingültigen Ethik fundiert sein müsse, damit alle Menschen in die Pflicht genommen werden können. Das ethische Prinzip ist also die Forderung nach allgemeingültigem Handeln. Die einzige Orientierung für ethisches Handeln ist und bleibt daher die Verallgemeinerungsfähigkeit. Dazu gehören das Humanitätsprinzip, die Goldene Regel und die vier Richtlinien der Erklärung zum Weltethos. Deshalb ist ein Weltfriede ohne Weltethos unmöglich!

Diese ethischen Grundsätze sind in der menschlichen Vernunft begründet und von daher für alle Menschen verbindlich. Religionen und Weltanschauungen dürfen somit mehr, aber nicht weniger vom Menschen fordern. Speziell die Religionen liefern dann nur noch eine zusätzliche Motivation für ein alle Menschen umfassendes sittliches Handeln.

Der Beitrag der jeweiligen Religionen sowie einer sich auf die Vernunft berufenden säkular-immanenten Weltanschauung zum Frieden ist jeweils verschieden und unterliegt selbst historischen Wandlungen.

Wie sich die einzelnen Beiträge aus heutiger Sicht darstellen ist hier nachzulesen. 

Wenn es den religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen bzw. Institutionen gelingt, an der Realisierung und Sicherung des Friedens zwichen Religionen, Kulturen und Völkern in der Gegenwart mitzuwirken, dann leisten sie zugleich einen Beitrag für eine friedliche Zukunft im Sinne von Hans Küngs Leitsatz: Kein Friede zwischen den Nationen ohne Frieden zwischen den Religionen.

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