ASFINAG: Plabutschtunnel entlastet die Stadt Graz seit 30 Jahren vom Durchzugsverkehr

Im Herbst startet die große Sanierung des zehn Kilometer langen Tunnels an der A 9 Pyhrn

Graz (OTS) - Im Herbst startet die ASFINAG eines der aufwändigsten und wichtigsten Großprojekte in der Steiermark. In knapp zweijähriger Bauzeit saniert die ASFINAG den fast zehn Kilometer langen Plabutschtunnel an der A 9 Pyhrn Autobahn, der seit mittlerweile 30 Jahren die Stadt Graz vom Durchzugsverkehr entlastet. Der damals lange Zeit umstrittene Tunnel, der am 27. Juni 1987 einröhrig eröffnet wurde, wäre heutzutage nicht mehr wegzudenken, wie Verkehrslandesrat Anton Lang und die beiden ASFINAG-Geschäftsführer Rainer Kienreich und Gernot Brandtner beim heutigen Pressegespräch anlässlich des Jubiläums betonten. Bis zu 40.000 Fahrzeuge nutzen den seit 2004 voll ausgebauten Tunnel täglich anstatt mitten durch die Stadt Graz zu fahren, was unweigerlich zu einem Verkehrskollaps führen würde.

Spezialkonzept ohne Sperre

Für die Sanierung hat die ASFINAG daher ein Spezialkonzept erarbeitet. In der Früh- und Abendspitze kann der Verkehr ungehindert durch beide Tunnelröhren rollen. Nach der Abendspitze werden die Fahrzeuge in die eine Röhre geführt, in der nachts im Gegenverkehr gefahren wird. In der zweiten, dann gesperrten Tunnelröhre können die Baufirmen arbeiten, müssen aber bereits vor der Frühspitze die Baustelle geräumt und gesäubert haben – weil dann erneut beide Tunnelröhren befahrbar sein müssen. Die Bauarbeiten finden in der gesperrten Röhre von Montag bis Samstag also nur nachts jeweils zwischen 20 und 5 Uhr früh statt. Ausschließlich an verkehrsarmen Wochenenden wird auch an Sonntagen tagsüber gearbeitet, dann ist eine Tunnelröhre von Samstag bereits ab 18 Uhr bis Montag 5 Uhr früh gesperrt.

Die Fertigstellung ist für September 2019 vorgesehen, wobei Restarbeiten ohne Verkehrsbeschränkung noch bis Jahresende durchgeführt werden. Die Gesamtinvestition beträgt 64 Millionen Euro.

Schwerpunkt Tunnelsicherheit

Größtmögliche Sicherheit im Tunnel lautet die Devise der ASFINAG: Neu errichtet werden daher 20 zusätzliche Fluchtwege, davon sind 17 begehbar und drei befahrbar. Drei begehbare der insgesamt bereits vorhandenen 20 Fluchtwege werden vergrößert und zu befahrbaren ausgebaut. Erneuert werden weiters der Brandschutz bei Ein- und Ausfahrten, der Beton beim Einfahrtsportal sowie die Tunnelbeschichtung und die Löschwasseranlage.

Schwerpunkt ist in Folge die Erneuerung der gesamten Sicherheitstechnik: Der Plabutschtunnel erhält das System AKUT (akustisches Tunnelmonitoring). 280 Mikrofone werden installiert, welche unnormale Geräusche (Bremsen, Türen knallen, Schreie) erkennen und Alarm schlagen. Die Videoanlage wird erneuert, in Summe installiert die ASFINAG 400 neue Kameras, die zusätzlich zur Überwachung auch Staus, langsam fahrende Fahrzeuge und Geisterfahrer „erkennen“ können und ebenfalls automatisch Alarm auslösen. In Summe werden 245 Kilometer Energie-, 66 Kilometer Daten- und 260 Kilometer Lichtwellenleiter-Kabel verlegt.

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