Massive Polizeigewalt bei antifaschistischem Protest gegen Al-Quds-Marsch

Antisemitischer und islamistischer Aufmarsch wurde zeitweise blockiert

Wien (OTS) - Mit dem Ende des Ramadan sind leider nicht nur harmlose Events wie das Zuckerfest (Īd al-Fitr) verbunden, sondern seit 1979 auch der islamistische und antisemitische Al-Quds-Tag. In Wien wurde der jährlich stattfindende Al-Quds-Marsch heute erneut mit antifaschistischen Protesten konfrontiert. So gelang es etwa 50 Antifaschist*innen, den Marsch zeitweise zu blockieren und zu behindern. Die Polizei ging äußerst aggressiv gegen die friedliche Sitzblockade vor, die Teilnehmenden wurden einzeln und gewaltsam in eine Seitengasse gezerrt und in einem Kessel festgehalten, mehrere Personen wurden anschließend sogar festgenommen. Clara Raskowa, Pressesprecherin der autonomen antifa [w] zeigt sich empört über den überzogenen Polizeieinsatz: "Wir verurteilen die Gewalt gegen die Blockierenden aufs Schärfste. Zudem wurden Journalist_innen an ihrer Arbeit gehindert, die Pressefreiheit einmal mehr mit Füßen getreten. Gleichzeitig überrascht uns dieses untragbare Polizeiverhalten wenig, scheint es doch gängige Praxis, derart brutal gegen Antifaschist_innen vorzugehen um Reaktionären die Straße freizuprügeln. Einmal mehr tat sich hier Berufscholeriker Werner Granig hervor, der den brutalen Einsatz leitete."

Der Al-Quds-Marsch dient vor allem als Machtdemonstration des islamistischen Regimes im Iran, welches neben den antisemitischen Vernichtungsdrohungen gegen den Staat der Shoah-Überlebenden Israel, tagtäglichen Horror für Homosexuelle, „Ungläubige“ und Frauen bedeutet. „Bei Reaktionären und Faschist*innen ist es uns egal, an welche Fabelwesen sie glauben oder wo ihre Eltern herkommen, wir blockieren ihre Aufmärsche wann und wo immer wir können. Es ist Teil internationaler Solidarität und des Ringens um universale menschliche Emanzipation, menschenverachtende Ideologien – und somit auch den Islamismus – zu bekämpfen“, kommentiert Clara Raskowa, Pressesprecherin der Autonome Antifa Wien, die heutige Aktion.

„Unser heutiger Protest richtete sich gegen jede Form reaktionärer Ideologie und der Schiefheilung kapitalistischer Verwerfungen, aber auch gegen Religion und eine Gesellschaft, deren Elend solchen „tröstenden“ Aberglauben hervorbringt. Die konkurrierenden Ideologien des Rechtsextremismus und Islamismus eint viel mehr, als man auf den ersten Blick glauben möchte. Gesellschaftliche Emanzipation wird nur gegen sie erstritten. Und das ist die Aufgabe einer radikalen Linken. Denn Rassismus und Nationalismus, Islamismus und Religion bleiben doch nur der schlechte Ersatz für den Traum, den die Welt der Menschheit so nachdringlich auszutreiben versucht“, so Raskowa abschließend.

Fotos sowie ein ausführlicherer Bericht zum Protest sind unter autonome-antifa.net oder unter www.facebook.com/autonome.antifa.w zu finden.

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autonome antifa [w]
Pressesprecherin Clara Raskowa
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