Ab 1. Juli werden die Lohnnebenkosten für neue Mitarbeiter gesenkt

Forderung der Jungen Wirtschaft Wien wird umgesetzt - Beschäftigungsbonus kommt

Jedes einzelne Unternehmen, von der Tischlerei bis hin zum Fintech-Startup, leistet einen großen Beitrag für unser Land und schafft Arbeitsplätze. Die Senkung der Lohnnebenkosten für alle ist ein großes Zeichen seitens der Politik, dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen ernst genommen werden.
Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien

Wien (OTS) - Nach langem Hin und Her wurde gestern im Wirtschaftsausschuss des Parlaments das entsprechende Gesetz verabschiedet und der angekündigte Beschäftigungsbonus auf Schiene gebracht. Ab 1. Juli werden für neu eingestellte MitarbeiterInnen die Lohnnebenkosten für bis zu drei Jahre gesenkt. Die Junge Wirtschaft Wien, Impulsgeber dieser Förderung, ist erfreut und vor allem erleichtert. „Es war ein langer Weg und bis zuletzt gab es noch Unsicherheiten, aber nun wurde unsere Forderung endlich umgesetzt. Ein großes Commitment an alle Unternehmerinnen und Unternehmer und ein Meilenstein in der Beschäftigungspolitik“, freut sich Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der JWW.

Beim gestrigen Wirtschaftsausschuss des Parlaments wurde der bereits Anfang des Jahres angekündigte Beschäftigungsbonus beschlossen und per Gesetz verabschiedet. Die bis zuletzt noch unsichere Fördermaßnahme wurde somit fixiert. Dadurch werden die Lohnnebenkosten für neu eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für bis zu drei Jahre um die Hälfte reduziert. Die Anträge können bereits ab 1. Juli beim aws, dem Austria Wirtschaftsservice, eingereicht werden. Dass diese Regelung für alle Unternehmerinnen und Unternehmer des Landes gilt und nicht nur innovativen Startups vorbehalten ist, ist, unter anderen, dem Einsatz der Jungen Wirtschaft Wien zu verdanken. Jürgen Tarbauer zum Beschäftigungsbonus: „Jedes einzelne Unternehmen, von der Tischlerei bis hin zum Fintech-Startup, leistet einen großen Beitrag für unser Land und schafft Arbeitsplätze. Die Senkung der Lohnnebenkosten für alle ist ein großes Zeichen seitens der Politik, dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen ernst genommen werden.“ 

Mehr als ein langer Weg zum Erfolg

Im europäischen Vergleich hat Österreich die zweithöchsten Lohnnebenkosten vorzuweisen, nur in Belgien müssen die Unternehmen noch mehr für geschaffene Arbeitsplätze an den Staat abliefern. Vor allem junge Unternehmen zögern daher, neue MitarbeiterInnen einzustellen. Viele, allen voran die Junge Wirtschaft Wien, fordern daher schon lange eine Senkung der Dienstgeberbeiträge, damit mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und sich die Unternehmen entfalten können. Dank dem Startup-Boom und einem Richtungswechsel in der Politik wurde letztes Jahr eine solche Senkung beschlossen, jedoch vorerst nur für innovative Startups. „Das konnten und wollten wir so nicht gelten lassen, denn nur weil ein Unternehmen keine App entwickelt, heißt es nicht, dass es keinen Wert für die Gesellschaft hat, im Gegenteil. Gerade klassische Betriebe schaffen langfristige Arbeitsplätze“, erklärt Tarbauer. Auf Initiative der Wiener Interessensvertretung hat sich dann auch die Junge Wirtschaft Österreich mit der Aktion #3füralle dafür eingesetzt, dass alle Unternehmen entlastet werden. Schlussendlich mit Erfolg. „Von der Lohnnebenkosten-Senkung profitiert das ganze Land: die Unternehmen werden entlastet und mehr Arbeitsplätze geschaffen. So erhält der Staat unterm Strich sogar mehr Einnahmen“, fasst Tarbauer, der sich über die Früchte des Erfolgs freut: „Wir haben lange dafür gekämpft und uns mit konstruktiven Vorschlägen eingebracht. Dass diese nun auch umgesetzt werden, ist ein großartiges Gefühl.“ 

Der Beschäftigungsbonus – Wann, Wo, Wie?

Die Förderrichtlinen treten bereits mit 1. Juli 2017 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt können Unternehmen beim aws die entsprechenden Anträge stellen und für neugeschaffene Arbeitsplätze die Hälfte der Lohnnebenkosten zurückerstattet bekommen. Insgesamt hat der Staat dafür bis zum Jahr 2023 Mittel in der Höhe von zwei Milliarden Euro vorgesehen. Die Förderung wird jedoch erst im Nachhinein gewährt, was bedeutet, dass es frühestens ab 1. Juli 2018 zu den ersten Auszahlungen kommt. „Wer nun neue Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter aufnimmt, sollte das bei der Planung und Kalkulation unbedingt beachten“, rät der JWW-Vorsitzende und bietet Hilfe an: „Die Junge Wirtschaft Wien steht allen Wiener Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern bei Fragen gerne zur Verfügung.“

Über die Junge Wirtschaft Wien

Die Junge Wirtschaft Wien ist eine überparteiliche, freiwillige und ehrenamtliche Gemeinschaft von jungen UnternehmerInnen, Führungskräften, GründerInnen und unternehmerisch denkender Menschen zwischen 18 und 40 Jahren. In Wien sind aktuell rund 3.500 Mitglieder aktiv – verteilt über alle Branchen. Mit dem Motto „Überalterung: Raus aus der Komfortzone“ hat sich Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien, den Abbau von überalterten Normen, die Verjüngung wirtschaftspolitischer Strukturen sowie die Schaffung bestmöglicher Bedingungen für Wiener JungunternehmerInnen vorgenommen.

Im Rahmen der Wirtschaftskammer Wien setzt sich die Junge Wirtschaft Wien im Sinne ihres Auftrags: „Interessenvertretung – Service – Netzwerk“ für junge UnternehmerInnen und ihre Tätigkeiten ein.

Mehr Informationen unter: www.jungewirtschaft.wien

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Christian Blumauer
Himmelhoch PR
Mobil: +43 (0)650 203 74 12
Mail: christian.blumauer@himmelhoch.at

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