- 22.06.2017, 09:35:22
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EU-Gipfel - Karas: Londoner Agenturen erst evaluieren, dann umsiedeln
Bankenaufsicht, Eurozonenaufsicht und Versicherungsaufsicht "örtlich zusammenlegen" / "Österreich hat bei Medizinagentur die Nase vorn"
Utl.: Bankenaufsicht, Eurozonenaufsicht und Versicherungsaufsicht
"örtlich zusammenlegen" / "Österreich hat bei Medizinagentur
die Nase vorn" =
Brüssel (OTS) - "Bei der Ansiedlung von EU-Behörden in den
Mitgliedstaaten geht es nicht um das Verteilen von Zuckerln für
diejenigen, die am lautesten schreien", so der Europaabgeordnete
Othmar Karas vor der heutigen Gipfel-Debatte der EU-Staats- und
Regierungschefs über die Umsiedlung der derzeit in London ansässigen
EU-Agenturen.
"Effizienz, Sinnhaftigkeit, Synergien und Standortattraktivität
müssen die zentralen Kriterien sein. Es muss Schluss sein mit den
Abtauschgeschäften. Eine Evaluierung der jeweiligen Agentur muss
erfolgen, bevor über Umsiedlungen diskutiert wird", so der
österreichische Europapolitiker.
Karas fordert "als ersten Schritt zu einer stärkeren Verschränkung
der verschiedenen Aufsichtsbehörden" die örtliche Zusammenlegung der
bisher in London ansässigen EU-Bankenaufsicht (EBA) mit der
EZB-Bankenaufsicht (SSM) für die Großbanken der Eurozone und der
EU-Versicherungsaufsicht (EIOPA), die beide in Frankfurt sind.
"Alle drei Aufsichtsbehörden gehören zusammen. Aus Effizienz- und
Kostengründen ist die örtliche Zusammenlegung in Frankfurt sicher
sinnvoll. Wer eine effiziente Aufsicht über den Sektor will, muss die
Verschränkung vorantreiben und Synergien nutzen. Die Entscheidung
muss raschest erfolgen, nicht erst am Ende der Brexit-Verhandlungen",
betonte Karas.
Karas hält weitere Anstrengungen für nötig, damit Wien den Zuschlag
für die EU-Arzneimittelagentur (EMA) bekommt. "Ich unterstütze die
Bewerbung Österreichs. Wir haben die Nase vorn, weil sich die
Mitarbeiter der EMA für Wien als Sitz der Behörde stark machen.
Österreich wird den Zuschlag aber nur bekommen, wenn wir uns um
Verbündete bemühen und durch ein besonderes Angebot auffallen. Ich
begrüße die diesbezüglichen Anstrengungen und bin mit den
'Lobbyisten' der österreichischen Bundesregierung und der Gemeinde
Wien in Kontakt", so Karas.
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