• 21.06.2017, 16:09:28
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SPÖ-LAbg. Gruber/LAbg. Schagerl: „Bürokratieaufwand bei Lebensrettern muss eingedämmt werden!“

Spendenabsetzbarkeit bindet freiwillige Einsatzkräfte vor Datenblättern am Computer

Utl.: Spendenabsetzbarkeit bindet freiwillige Einsatzkräfte vor
Datenblättern am Computer =

St. Pölten (OTS) - „Es sind viele freiwillige HelferInnen, die sich
in kleineren Vereinen bis hin zu den großen Feuerwehren unseres
Landes sehr unbürokratisch in den Dienst der Allgemeinheit stellen.
Damit ersparen sie dem Staat und dem Land alljährlich
Millionensummen, die man aufwenden müsste, diese lebensnotwendige
Struktur hauptberuflich stellen zu können. Dies ist nicht
selbstverständlich und dafür möchten wir unseren großen Dank
aussprechen“, so der Sprecher für das Feuerwehrwesen LAbg. Helmut
Schagerl und LAbg. Bgm. Renate Gruber.

Feuerwehren retten Leben, veranstalten Feste und führen
Haussammlungen durch, um zum Beispiel eigene Gerätschaften
mitzufinanzieren oder das Feuerwehrhaus sanieren zu können. Diese
Sammlungen werden nun durch einen übermäßigen bürokratischen Aufwand
erschwert. Seit dem heurigen Jahr werden diese Organisationen
verpflichtet, die Absetzbarkeit der Spenden zu verzeichnen. Sie
sollen also alle SpenderInnen mit Namen, Geburtsdatum und Betrag per
Computer in ein System des zuständigen Finanzamtes eingeben. Gruber
und Schagerl weiter: „Man hat das Gefühl schleichend zieht hier eine
übermäßige Bürokratie ein, die – wie bereits bei der Polizei
geschehen – wichtige Manpower im Büro bindet.“

Auch die Volksanwaltschaft hat bereits im Vorfeld kritisiert, dass
hier der Verwaltungsaufwand auf die Spender und begünstigten Vereine
abgewälzt werde. Im Übrigen stelle sich die Frage der Verantwortung
bei Eingabefehlern genauso, wie es auch Bedenken zum Datenschutz
gibt. Letztendlich könne die Spendenfreudigkeit, ob der Komplexität
und des „Datenstrips“, den der Spender nun nicht nur vor der
Finanzverwaltung, sondern auch vor Spendenorganisationen hinlegen
solle, sogar abnehmen.

Die beiden SPÖ-Abgeordneten abschließend: „Zentral ist, dass wir
unsere Feuerwehrleute im Einsatzfall vor Ort brauchen und nicht vor
dem Computer. Diese überbordende Bürokratie ist wirklich zu
hinterfragen und an einem Tisch mit den betroffenen Vereinen und
Organisationen auf Praktikabilität zu prüfen. Gegebenenfalls wird man
sich zu einer Abänderung finden müssen. Es kann nicht sein, dass
statt dem beabsichtigten Erfolg einer Sammlung für den Neuankauf von
wichtigen Geräten, ein personeller Mehraufwand durch diese
bürokratischen Hürden entsteht.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN

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