SPÖ-LAbg. Gruber/LAbg. Schagerl: „Bürokratieaufwand bei Lebensrettern muss eingedämmt werden!“

Spendenabsetzbarkeit bindet freiwillige Einsatzkräfte vor Datenblättern am Computer

St. Pölten (OTS) - „Es sind viele freiwillige HelferInnen, die sich in kleineren Vereinen bis hin zu den großen Feuerwehren unseres Landes sehr unbürokratisch in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Damit ersparen sie dem Staat und dem Land alljährlich Millionensummen, die man aufwenden müsste, diese lebensnotwendige Struktur hauptberuflich stellen zu können. Dies ist nicht selbstverständlich und dafür möchten wir unseren großen Dank aussprechen“, so der Sprecher für das Feuerwehrwesen LAbg. Helmut Schagerl und LAbg. Bgm. Renate Gruber.

Feuerwehren retten Leben, veranstalten Feste und führen Haussammlungen durch, um zum Beispiel eigene Gerätschaften mitzufinanzieren oder das Feuerwehrhaus sanieren zu können. Diese Sammlungen werden nun durch einen übermäßigen bürokratischen Aufwand erschwert. Seit dem heurigen Jahr werden diese Organisationen verpflichtet, die Absetzbarkeit der Spenden zu verzeichnen. Sie sollen also alle SpenderInnen mit Namen, Geburtsdatum und Betrag per Computer in ein System des zuständigen Finanzamtes eingeben. Gruber und Schagerl weiter: „Man hat das Gefühl schleichend zieht hier eine übermäßige Bürokratie ein, die – wie bereits bei der Polizei geschehen – wichtige Manpower im Büro bindet.“

Auch die Volksanwaltschaft hat bereits im Vorfeld kritisiert, dass hier der Verwaltungsaufwand auf die Spender und begünstigten Vereine abgewälzt werde. Im Übrigen stelle sich die Frage der Verantwortung bei Eingabefehlern genauso, wie es auch Bedenken zum Datenschutz gibt. Letztendlich könne die Spendenfreudigkeit, ob der Komplexität und des „Datenstrips“, den der Spender nun nicht nur vor der Finanzverwaltung, sondern auch vor Spendenorganisationen hinlegen solle, sogar abnehmen.

Die beiden SPÖ-Abgeordneten abschließend: „Zentral ist, dass wir unsere Feuerwehrleute im Einsatzfall vor Ort brauchen und nicht vor dem Computer. Diese überbordende Bürokratie ist wirklich zu hinterfragen und an einem Tisch mit den betroffenen Vereinen und Organisationen auf Praktikabilität zu prüfen. Gegebenenfalls wird man sich zu einer Abänderung finden müssen. Es kann nicht sein, dass statt dem beabsichtigten Erfolg einer Sammlung für den Neuankauf von wichtigen Geräten, ein personeller Mehraufwand durch diese bürokratischen Hürden entsteht.“

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